Eigentlich lassen sich die ersten paar Stunden des Erlebnisses mit dem neuen ‚God of War‘ auf der Playstation Pro mit einem Wort beschreiben:

ÜBERRAGEND

Ich bin vollends zufrieden und begeistert.
Meine Erwartungen wurden bislang nicht enttäuscht, sondern wenn dann übertroffen.
Der erste Eindruck, den wir gestern gewinnen konnten, ist vor allem durch die Graphik und das Gameplay entstanden.

Fangen wir mit der Graphik an.
Das ‚God of War‘ Franchise war für seine Zeiten immer im guten Mittel der bestmöglichen Graphik, die die Konsolen leisten können.
Aber das was uns nun präsentiert wurde, kann man mit Lobpreisungen kaum in Worte fassen.
Uns ist vor allem eine Schlüsselszene von gestern in Erinnerung geblieben.
So läuft man am Anfang mit seinem neuen Companion in Richtung Heimat und beschreitet einen hügeligen Weg.
Auf diesem findet man ein paar Pfützen, welche höchstwahrscheinlich vom Schnee entstanden sind.
Als wir diese sahen, hat uns die Graphik doch mehr als überzeugt.
Der Detailreichtum, die Genauigkeit mit der Schlamm und Regenwasser dargestellt werden, lassen einen schnell vergessen, dass man auf ein digital entstandenes Bild schaut.
Doch das ist natürlich nicht die einzige Gelegenheit gewesen, in welcher uns die abnorm gute Graphik aufgefallen ist.
Die Details an einem Felsen, die Schneeverwehungen und vor allem die immense Leuchtkraft mancher Farben, geben einem das Gefühl in einer virtuellen Welt zu sein, die schöner und überzeugender nicht sein kann.
Und obwohl wir jetzt nicht unbedingt Pfützenfanatiker sind, sind es doch diese Kleinigkeiten, die ein gutes Spiel und dessen Graphik von einem mittelmäßigen unterscheidet.
Nach kurzer Zeit kommt man in einem Bereich, in welchem nicht Schnee und Felsen und karge Bäume vorherrschen, sondern alles üppig begrünt ist.
Dort sieht man bei den Pfützen nicht nur Schlamm und Sonnenspiegelungen, sondern auch ganz kleine Fliegen die hin und her sausen, ganz wie in der Realität.
Außerdem muss man hier die leuchtenden anmutenden Farben erwähnen, die FAST zu extrem sind um echt zu wirken, aber eben nur fast.
Die Entwickler haben hier volle und beste Arbeit geleistet, als es darum ging eine Spielwelt zu erschaffen, die dich gänzlich eintauchen lässt in deinem Erlebnis.
So schafft man es auf subtilste Weise den Spieler zu entführen in eine Welt, die an manchen Stellen schmerzhaft real wirkt und an anderen einfach zu atemberaubend ist und Surrealität feiert.

Allerdings ist es nicht nur die Graphik, die uns überzeugt hat, sondern auch das Gameplay.
Wir hatten lange kein Hack n‘ Slay mehr in der Hand und wurden in den letzten Jahren nur so von RPGs überhäuft.
Dies stellte uns auf eine kleine Belastungsprobe, da wir doch Angst hatten, dass uns dieses für ‚God of War‘ typische ‚Smash Smash‘ doch eventuell schnell anöden könnte.
Doch falsch gedacht, die Macher schafften es gekonnt, den Charme und die typischen Gameplayelemente gekonnt in das Jahr 2018 zu übertragen.
Zwar haben wir immer noch unsere ‚Smash Smash‘ Momente, in denen wir einfach wie wild und in Rage auf den Controller einsmashen.
Aber diese Momente gepaart mit der neuen Kameraführung, der neuen Art zu kämpfen (mit Sidekick) und die neue Steuerung gaben uns ein komplett neues Verständnis dafür, was Hack n‘ Slay im Jahre 2018 bedeutet.
Und ja es gab einige Neuerungen, Verbesserungen sogar, obwohl man eigentlich nicht das Gefühl hatte, dass das Erlebnis ‚God of War‘ so verbesserungsbedürftig war.
Die Kameraführung ist nun zum größten Teil dem Spieler überlassen und lenkt somit stark davon ab, dass es immer noch etwas restriktiv in der Welterkundung ist.
Es ist kein Open World Game und es ist jetzt auch kein streng geführtes Schlauchlevel Game, wie das manch andere Hack n‘ Slay sind, es ist irgendwas zwischendrin.
Aber es ist so wie es ist, perfekt.
Denn sind wir doch mal ganz ehrlich, wenn ich eine virtuelle Welt erkunden will, dann mach ich das mit ‚The Witcher‘ oder mit ‚Assassin’s Creed‘, aber nicht mit Kratos.
Mit ihm wollen wir doch nur eins: Rage Mode an und kloppen bis die Finger wund sind.

Kommen wir zum Sidekick.
Auch hier hatten wir zu Beginn enorme Bedenken, so können Sidekicks doch schnell lästig werden.
Nur selten hatte es ein Spiel geschafft Sidekicks nützlich und wichtig zu machen.
Und auch bei diesem Thema müssen wir das Fazit ‚Hut ab‘ geben.
Die Konversationen sind kurz und knapp und enden meist mit ‚Sei still, Junge‘ oder ‚Ich weiß nicht‘.
Der kleine Junge ist nicht nervig, ständig in Not oder aufdringlich, ganz im Gegenteil.
Er ist die meiste Zeit still, nähert sich ein Gegner unbemerkt von hinten, so ruft er eine kurze Warnung.
Und das Beste, man muss ihn nicht ständig retten oder ihm helfen, sondern kann ihm mit einem kurzen Tipp auf Viereck dazu anhalten, die Aggro eines Gegners auf sich zu ziehen, indem er diesen mit Pfeilen beschießt.
Alles in allem gelungen!

Zum Schluss wollen wir noch kurz auf das Charaktermenü eingehen, bei welchem ich bislang die einzige Schwäche sehe.
Die Schrift ist viel zu klein geschrieben und so hatte ich teilweise Probleme zu lesen, um was es geht.
Das ist aber Nörgeln auf ganz hohem Niveau und bislang das einzige was uns aufgefallen ist.
Das Charaktermenü ist nicht zu vollgeladen, es gibt genügend Möglichkeiten Kratos und seinen jungen aufzuleveln.
Aber auch nicht zu viele, und genau hier liegt der Knackpunkt.
So wurde auch hier die perfekte Mischung von ’nicht zu wenig‘ und ’nicht zu viel‘ gefunden, und der Spieler ist weder überfordert mit der schieren Anzahl an Entwicklungen noch wünscht er sich mehr dazu.
So kann man in diesem Teil nicht nur die Waffen verbessern, sondern Rüstungen gar selbst herstellen, Fähigkeiten erlernen und Runen bzw. Verzauberungen einbauen.
Aber in keinem Moment fühlt man sich mit der Komplexität allein gelassen, da alles Wichtige und Wissenswerte erklärt wird.
Das Menü ist intuitiv und einfach, und selbst für Neuland Gamer leicht verständlich wenn man sich mal kurz reingearbeitet hat.

Wir sind auf jeden Fall gespannt, wo uns die Reise noch hinführt und werden euch bei Zeiten noch ein Abschlussfazit liefern.

Bitte besuchen Sie diese Seite bald wieder. Vielen Dank für ihr Interesse!

JK 19.04.2018
Bild: ©CitizenZ

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