How to get away with Murder Staffel 4 Review
Bild: ©ABC

How to get away with Murder Staffel 4 Review

(Spoiler Alarm)

Die Hitserie ‚How to get away with Murder‘ mit Viola Davis in der Hauptrolle beendete am 16.März seine 4te Runde.
Wie üblich erstreckte sich die Staffel mit insgesamt 15 Folgen über 6 Monate.
Die Zuschauerzahlen waren solide, aber natürlich nicht so wie zu Beginn der Serie.
Auch in Bezug auf die Erzählart und dem Erzählstil war es doch eher wie üblich.
Was zu Beginn der Serie (1.Staffel) mir an der Serie gefallen hat, wurde doch schnell lästig.
Die Art, wie die Charaktere handeln, die Studenten, die sich meist verhalten als wären sie mitten in der Pubertät.

Dennoch gibt es einen Charakter, dessen Wandlung und Entwicklung gekonnt in Szene gesetzt wurde.
Annalise Keating, portaitiert von Viola Davis.
Ein Charakter, welchem man über die einzelnen Staffeln hinweg nicht nur eine Art von Gefühlen entgegenbringt.
So hasst man sie, verachtet sie, liebt sie, bemitleidet sie und, vor allem in Staffel 4, bewundert sie.
Man muss nicht lange in die Serie involviert sein, um zu verstehen, dass dieser Charakter so viele Facetten hat, dass einem schwindelig werden könnte.
Und diese Facetten, vor allem die schlechten und zerstörenden Faktoren werden in der 4.Staffel weitestgehend behandelt (im wahrsten Sinne des Wortes, wenn man die paar Folgen mit Dr. Isaac, dem Ex-Junkie Psychiater, mit einbezieht).
Aber genau hier sehe ich die Stärken der Serie und die Faktoren, die mich bewegt haben, die Serie auch weiterhin zu verfolgen.
Viola Davis kann mehr als nur einen Serien Charakter portraitieren, das hat sie vor allem in den letzten Jahren auf der Kinoleinwand bewiesen.
Aber ihre Verwirklichung von Annalise Keating hat definitiv Hochachtung verdient.
Von der überaus erfolgreichen Strafverteidigerin und Professorin bis hin zu einer (fast) arbeitslosen Witwe, die Probleme hat, die sie mehr als nur ein paar Jährchen hinter Gittern bringen könnte, und bis hin zu der Anwältin die vor dem Supreme Court spricht und gewinnt.
All diese Auf und Abs, die stark an eine Achterbahnfahrt erinnern, konnte Viola Davis gekonnt meistern und hat es damit auch geschafft, den Zuschauer davon zu überzeugen, dass Annalise Keating wohl alles schafft, wenn sie darum kämpft.
Doch so sehr dieser Charakter ausgereift und durchgefeilt wurde, so hatte man doch in der 4ten Staffel das Gefühl, wurden die anderen Charaktere vernachlässigt.
Man hatte gehofft, dass mit dem Fokus auf Laurel’s Familie in dieser Staffel und auf ihre Schwangerschaft doch wenigstens sie eine beachtliche Entwicklung hinlegen würde.
Dennoch sieht es in meinen Augen aus, als hätte keiner der Studenten etwas dazu gelernt und sich weiterentwickelt.
Wobei genau das eigentlich der Realität entsprechen würde, wenn man bedenkt was für wahnwitzige Zufälle, böse Machenschaften und Morde sie hinter sich haben.
Ich bin gespannt, wie und ob es weitergeht mit der Serie, und das obwohl mich das immer wieder tiefer in die Sche*** reinreiten und die manchmal dumme Art der Charaktere abnervt.
Aber diese Spannung und Vorfreude ist allein dem Charakter der Annalise Keating zu verdanken und der grandiosen Schauspielerei von Viola Davis.

JK 11.04.2018
Bild: ©ABC

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein