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12 Monkeys Serienfinale – Der Kreis schließt sich

Die im Jahre 2015 gestartete Syfy Serie „12 Monkeys„, welche auf dem gleichnamigen Film von 1995 basiert, kam am letzten Wochenende in den USA zu ihrem Ende.

Wie im Staffel-Poster der vierten Staffel bereits zu sehen, spielt der Uroboros in der finalen Staffel eine zentrale Rolle. Hierbei handelt es sich um das weltweit bekannte Bildnis einer Schlange, die sich selbst in den Schwanz beisst und somit einen Kreislauf darstellt. Verwendung findet dieses Symbol zumeist bei Zeitreise-Serien und -Filmen, welche sich mit der Theorie des Continuums beschäftigen – einem vorgegebenen Ablauf von Situationen, welche sich ohne das Wissen der Beteiligten am Ende selbst herbeiführen.

Diesem Prinzip folgt auch „12 Monkeys“ und liefert somit in seiner finalen Doppelfolge eine Antwort auf offene Fragen und lässt den Protagonisten James Cole an all die Orte zurückreisen, an welchen er in vorherigen Episoden als James Cole aus der Zukunft (vom Team in dieser Staffel nur „Future Asshole“ genannt) auftrat.

Leider bleibt dabei die Atmosphäre vollständig auf der Strecke.
Kennt ihr diese Serien / Filme, bei denen der Super-Hacker Protagonist einen USB Stick in einen Computer steckt und ein ca. 2 auf 5 Meter großes Fenster mit „VIRUS INSTALLING“ auf dem betroffenen Bildschirm aufpoppt? Am Ende wird dann noch in den Monitor geschossen damit alle Daten gelöscht sind – der Durchschnitts-Kinobesucher wird es schon nicht hinterfragen.
Ich war immer unglaublich froh dieses Gefühl bei „12 Monkeys“ nicht zu verspüren. Trotz teilweiße dürftiger Erklärungen zu der Frage, mit welcher Methode genau die Charaktere nun durch die Zeit reisen, hat sich das ganze Thema immer plausibel angefühlt, da die Stimmung ingesamt passte und es weder zu technisch noch zu einfach klang. Bis zu diesem Finale.

Zu Beginn der finalen Folge steht der Weltuntergang bevor


Dies wird über die gesamte Folge durch einen Bildschirm mit einem großen Countdown dargestellt, was sich alleine schon nach künstlicher Standard-Spannungserzeugung anfühlt. Hinzu kommt die Tatsache, dass das Finale dermaßen mit (leider nicht sehr guten) CGI Effekten überladen ist, dass sämtliche Schauspielerei die vor dem Green-Screen stattfindet einfach nur aufgesetzt und künstlich wirkt.

Unsere Haupt-Antagonistin, die mir letzte Staffel noch durch ihren bloßen Anblick den Magen verdreht hat wirkt plötlich wie ein Kleinkind, dass sich zum ersten Mal schminken durfte und kurz danach einen Wutanfall bekam, weil es seine Lieblings-Schokolade im Supermarkt nicht bekommen hat.
Die Szenen zwischen Cole und Cassandra, welche zuvor herzergreifend und mitreisend waren, wirken erzwungen und kitschig. Zudem werden plötzlich Prinzipen des Zeitreisens, welche 4 Staffeln lang durch die Hauptcharaktere der Serie definiert wurden, über den Haufen geworfen, um ein Happy End herbeizuführen das in dieser Form niemand gebraucht hätte.

Alles in allem bietet das Finale in Bezug auf die Handlung einen zu 90% zufriedenstellenden Abschluss, lässt dabei allerdings sämtliche Liebe zum Detail auf der Strecke, um ein möglichst bombastisches Blockbuster Finale abzuliefern. Dies hätten wir uns auf jeden Fall anders gewünscht, vor allem nachdem „12 Monkeys“ 4 Jahre lang zeigte, wie genial eine Zeitreise Serie sein kann, wenn man mit viel Fingerspitzengefühl eine Kausalitätskette erfindet, welche sowohl nach Abschluss jeder einzelnen Staffel als auch nach Abschluss der Serie in sich einen Sinn ergibt und dabei viele Stunden gut unterhält. Durch diesen Stilbruch an sich selbst müssen wir daher im Rating 2 Sterne abziehen.

Bild: ©Syfy

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