Strafe gegen Google
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Die Europäische Kommission verhängt in einem Kartellverfahren eine 4,3 Milliarden Euro Strafe gegen Google

Die Europäische Kommission verhängt eine Strafe gegen Google, da sie mit ihrem mobilen Betriebssystem Android ihre Marktmacht missbraucht haben.
Google stellt Android generell kostenlos als Open Source Projekt zur Verfügung.
Allerdings müssen Smartphone Hersteller um den Google Play Sore zu nutzen, Apps wie Google Chrome und die Google App vorinstallieren.
Wodurch sich nach Meinung der Europäischen Kommission ein Wettbewerbsvorteil bildet.
Des Weiteren wird es als erwiesen angesehen, dass Google mit Zahlungen an Mobilfunkanbieter und Smartphone Herstellern sichergestellt hat, dass neben der Googlesuche kein anderer Suchanbieter auf Android Smartphones vorinstalliert war.
Google soll weiterhin Hersteller daran gehindert haben Google Apps auf Smartphones mit einer alternativen Android Version vorzuinstallieren.

Die Vorwürfe im Einzelnen:
  1. Google hat von allen Herstellern als Bedingung für eine Lizenzierung des App-Store von Google (Play Store) verlangt, die Anwendung („App“) Google-Suche und die Google-eigene Browser-App (Chrome) auf ihren Geräten vorzuinstallieren,

  2. sie haben Zahlungen an bestimmte große Hersteller und Mobilfunknetzbetreiber geleistet, wenn diese ausschließlich die App Google-Suche auf ihren Geräten vorinstallierten, und

  3. sie haben Hersteller, die Apps von Google auf ihren Geräten vorinstallieren wollten, daran gehindert, auch nur einziges intelligentes Mobilgerät zu verkaufen, das über eine alternative, von Google nicht genehmigte Android Version – einen sogenannten Android-Fork – betrieben wird.

Mit einer Strafe von 4,34 Milliarden Euro ist das die höchste Strafe, die die Europäische Kommission je verhängt hat.
Google hat nun 90 Tage Zeit den Forderungen der Europäischen Kommission nachzukommen, und seine illegalen Praktiken einzustellen.
Wenn nicht drohen dem Konzern noch weitere Bußgelder in Höhe von bis zu 5 Prozent des durchschnittlichen weltweiten Tagesumsatzes.
Der Internetgigant hat allerdings schon angekündigt gegen das Urteil in Berufung gehen zu wollen.
Auch ein weiteres Bußgeld wäre für den Konzern nicht sonderlich tragisch.
Es wird geschätzt, dass dem Mutterkonzern Alphabet Bar-Reserven von ungefähr 90 Milliarden Euro zur Verfügung stehen.

Quelle: Europäische Kommission

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