©Amazon StartUp Staffel 2 Kritik Review
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StartUp Staffel 2 Kritik

Besetzung: Martin Freeman, Adam Brody, Otmara Marrero, Edi Gathegi
Genre: Tech-Thriller, Crime
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2017 (Staffel 2)
Länge: 40-60 Minuten
Episoden: 10 Episoden (Staffel 2)
Network: Crackle (US), Amazon Prime Video (Deutschland)

Seit dem 8. November 2016 kann man die Serie StartUp des Machers Ben Ketai auch hierzulande auf Amazon Prime streamen.
Kurz vor dem etwaigen Start der 3. Staffel in den USA möchten wir euch hier unsere Kritik zur 2.Staffel der Tech-Thrillerserie näherbringen, die im November 2017 anlief.

Die 2.Staffel ähnelt stark der Haupthandlung der 1. Staffel.
Das brillante Tech-Genie Izzy hat nach den Rückschlägen und Schicksalsschlägen eine weitere Idee zu Protokoll gebracht.
Auschlaggebend hierfür waren die illegalen Machenschaften von Ronnie, der sein Geld weiterhin mit Drogengeschäften in den Straßen Miamis verdient.
Nachdem sein Territorium allerdings aufgrund des gesellschaftlichen Wandels immer stärkerer Polizeipräsenz ausgesetzt ist, muss er sich etwas neues überlegen.
Sein Sohn Toui kommt auf die Idee, die Geschäfte fortan im Darknet abzuwickel.
Die benötigte Sicherheit und technischen Voraussetzungen werden hier von Izzy entwickelt.
Sie schafft es in kürzester Zeit eine neue Art des Darknets zu codieren und verwendet Ronnies Netzwerk und Geschäfte dazu, ihre Idee groß rauszubringen.
Aber StartUp wäre natürlich nicht die Thrillerserie die wir gewohnt sind, wenn alles so einfach wäre.

So werden wir auch in Staffel 2 der Serie mit erneuten Rückschlägen, Erfolgen und Problemen konfrontiert, die für den Ottonormalbürger fast zu fiktiv erscheinen.
In einer Branche in welcher es darum geht, dass die größten Unternehmen immer größer werden und die Kleinen mit verschiedenen Techniken auch klein halten, ist StartUp angesiedelt.
Wo viele hier das Manko der Serie sehen würden, sehen wir eines der größten Potentiale.
StartUp erzhlt uns von einer Welt, die sich nicht nur in dieser Unternehmensblase befindet sondern geht noch viel weiter.
Sie zeigt uns das Leben von drei Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten.
Der privilegierte und gebildete Nick, dessen Vater mit dubiosen Geschäften Millionen verdiente.
Die brillante Tech-Fanatikerin Izzy, die in einem soliden aber nicht sonderlich reichen Umfeld aufwuchs.
Und der Gangsta auf Miamis Straßen Ronnie, dessen Leben von Gewalt, Drogen und illegalen Aktivitäten bestimmt wird.
Die Mischung aus diesen drei Menschen 3 eröffnen ein breites Spektrum an Einblicken in gesellschaftliche Gefüge, an die sich kaum eine Serie heran wagt.

Der Macher Ben Ketai hat dies in seiner Serie nicht nur solide bewerkstelligt, sondern darüber hianus erzählt er eine Geschichte, die vor Facettenreichtum nur so strotzt.
Man kann die Serie daher auch ohne Probleme anschauen, wenn man nicht unbedingt technik-affin ist.
Ihr müsst auch kein Freund von Gangsta-Drama sein, da die Serie es versteht, die verschiedensten Präferenzen des Zuschauers zu bedienen.
Hinzu kommt natürlich auch in der 2. Staffel wieder die Machenschaften eines leicht korrupten FBI Agenten der von Martin Freeman gespielt wird.

Generell kann man die schauspielerische Leistung der 3 Hauptprotagonisten und die von Martin Freeman als durchweg gelungen ansehen.
Hatten wir anfangs noch die Befürchtung, dass die unterschiedlichen Charaktereigenschaften und Persönlichkeiten zu gekünstelt wirken um miteinander solide zu interagieren, ziehen wir dennoch den Hut.
Alle 4 verstehen es, ihre Rollen lebendig und verständlich rüber zu bringen, so dass wir keine einzelnen Schauspieler vor uns haben sondern Izzy, Nick, Ronnie und Agent Rask.

Im Gesamtpaket hatten wir auch in der 2. Staffel ein starkes Gefühl der Authentizität, die StartUp den Zuschauer übermittelt.
Egal ob Sexszene, Freundschaft, Gewalt oder Geschäftsmeetings, nichts davon wirkte gekünstelt oder überzeichnet.
Es fand keine Glorifizierung oder Romantisierung irgendwelcher Themen statt und es wurden die einzelnen Szenen so präsentiert, wie sie auch im echten Leben wohl stattfinden würden.

Fazit:

Die Serie kann man getrost jedem empfehlen, ganz gleich seiner Präferenzen.
Wenn man jedoch auf Romantik, Überspitzungen und eine Flucht aus der gesellschaftlichen Realität sucht, ist StartUp wohl zu stark am eigentlichen Leben angelehnt.
Zwar sind die Themen und Probleme nicht die eines normalen Bürgers mit einem Angestelltenverhältnis bei einem 0815-Arbeitgeber, aber entscheidend ist die Art und Weise wie diese vermittelt werden.
Wir hatten an vielen Stellen, die einem aus dem echten Leben vielleicht unbekannt sind oft nur ein Wort parat um die filmerische Qualität zu beschreiben: authentisch.
Und das ist im Endeffekt das, was die Geschichte, der Erzählstil und die schauspielerische Leistung vermittelt.
Wir vergeben daher für Staffel 2 der Serie 4 von 5 Sternen.

Bild: ©Amazon

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