©Netflix Extinction Kritik
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Fakten

Extinction Kritik

Besetzung: Michael Pena, Lizzy Caplan, Mike Colter, Emma Booth, Israel Broussard
Regisseur: Ben Young
Genre: Science-Fiction, Fantasy
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2018
Länge: 95 Minuten

Seit dem 27. Juli ist die neueste Filmproduktion ‚Extinction‘ von Netflix über den hauseigenen Streamingdienst verfügbar. Michael Pena, Lizzy Caplan und Mike Colter leben hier in einem Zukunftsszenario, welches auf den ersten Blick idyllisch und ruhig anmutet. Michael Pena und Lizzy Caplan spielen Peter und Alice, ein Ehepaar mit 2 Töchtern, deren Leben von Arbeit und Familie geprägt ist.

Schon relativ früh wird klar, dass die Idylle durch die Alpträume Peters gestört wird. Anhand der Diskussionen des Ehepaares erkennt der Zuschauer, dass diese schon über einen langen Zeitraum bestehen. Geprägt sind sie von einer brutalen Alien Invasion, die das Leben der Menschen vernichtet. Und wer es jetzt schon ahnt, der ist ein ganz schlauer Fuchs. Natürlich sind es nicht nur simple Alpträume sondern Visionen und Vorahnungen, die schon bald brutale Realität werden.

Generell kann man zu der filmerischen Qualität von ‚Extinction‘ bezüglich der Kamerführung nichts Schlechtes berichten. Sowohl hektische Szenen als auch Landschaftsaufnahmen oder Luftaufnahmen sind schön klar und hochwertig gedreht. Auch die schauspielerischen Leistungen der Protagonisten bei der Eigenproduktion von Netflix haben uns durchweg überzeugt. Anzumerken ist hier vor allem die Leistung von Lizzy Caplan, die bereits in ‚Cloverfield‚ gezeigt hat, dass sie den Hollywood Stars in Nichts nachsteht. Sogar die Kinder gespielt von Lilly Aspell und Amelia Crouch haben uns vollkommen von ihrer Charakter-Sicherheit überzeugen können.

Die Thematik einer Alien Invasion wurde schon von vielen Werken aufgegriffen, jedoch hatten die Macher dem Film ein Alleinstellungsmerkmal anhand des vorkommenden Twists in der Geschichte beschert. Der Twist war vorerst nicht abzusehen und konnte daher gut überraschen. Doch natürlich gibt es auch bei ‚Extinction‘ einige Mankos, die wir hier beschreiben müssen. Für uns überschatten diese im Endeffekt die guten Seiten des Netflix Films.

Hier muss vor allem die Umsetzung der Thematik angesprochen werden. Obwohl der Twist überraschend kam, wurden ähnlich wie bei anderen Science-Fiction Filmen Themen wie Künstliche Intelligenz, Zukunftsvisionen und mögliche Ausschreitungen nur kurz am Rande angeschnitten. Dennoch sind sie für die Handlung von ‚Extinction‘ essentiell und können daher aufgrund der Nebenrolle die sie einnehmen nur schwer überzeugen. Viel zu oft hatten wir in der Vergangenheit Werke betrachtet, die komplexe und zukunftsweisende Themen wie künstliche Intelligenz und die Entwicklung von Emotionen anschneidet, die allerdings nicht ausdiskutiert wurden, was definitiv ein großes Defizit darstellt.

Auch ‚Extinction‘ macht diesen gravierenden Fehler und verwickelt zu viele Zukunftsvisionen in den Plot, der zu einem größten Teil allerdings dann nur aus Action Szenen besteht. Man würde sich wünschen, die komplexen Thematiken etwas zu reduzieren und sie dafür ausgiebiger zu besprechen und nicht nur am Rande zu erwähnen.
Und genau hier liegt ein weiterer Knackpunkt. ‚Extinction‘ lebt sowohl zu Beginn als auch am Ende von Monologen, welche die Geschichte auf ein metaphysisches Level bringt, was ein reiner Action Film nicht benötigt und auch weiter nicht besprochen wird. Man hatte somit auch hier das Gefühl, dass der Macher Ben Young zu viele Themen in zu kurzer Zeit ankratzt, aber alles im Endeffekt mit Action überlädt. Dadurch schafft es der Film leider nicht tiefer in die Materie einzutauchen und dem Zuschauer einen intelligenten Film zu präsentieren.

Fazit der Extinction Kritik:

Für einen langen gemütlichen Abend vor dem Fernseher kann man sich den Film schonmal anschauen, wenn einem etwas Action fehlt. Die Schauspieler sind durchweg überzeugend und auch die Machart von ‚Extinction‘ ist bis auf wenige schlechtere Special-Effects von guter Qualität.
Jedoch fanden wir die Geschichte zu oberflächlich und zu schlicht gehalten, um einen Mehrwert für den Zuschauer zu leisten. Obwohl uns der Twist überrascht hat, sind wir dennoch nicht von dem Film überzeugt. Dies beruht auf der Tatsache, dass man wieder zu viele gesellschaftliche und soziale Themen auf die Agenda geschrieben hat. Diese bleiben dann allerdings unbearbeitet.
Aufgrund der laschen und mit Action überladenen Erzählweise geben wir ‚Extinction‘ daher gut gemeinte 3 von 5 Sternen.

 

Bild: ©Netflix

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Juliane Klein
Direkt in die Popkultur hinein geboren, merkte Juliane bereits in ihren Kinderschuhen, dass Filme und Serien ein großes Hobby werden. Doch auch die Liebe zu Videospielen und Gaming wurde bereits in ihren Kindheit entfacht. Nach jahrelangem Konsum von verschiedensten verfilmten, animierten, geschriebenen und virtuellen Welten, möchte Juliane nun diese Leidenschaft an das World Wide Web weitergeben. Ihr Aufgabengebiet umfasst bei CitizenZ vor allem Filme und Games. Wer sich also schon immer gefragt hat, wer diese unzähligen Rom-Coms bei Netflix anschauen muss: das ist ihre Aufgabe. Dabei würde sie eigentlich am liebsten ein Fantasy Epos rezensieren und danach auf der PlayStation 4 ihren Emotionen freien Lauf lassen. By the way ist sie auch eine der Gründer von CitizenZ!

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