©Netflix The Open House Kritik
©Netflix
Fakten

The Open House Kritik

Besetzung: Dylan Minnette, Piercey Dalton, Sharif Atkins, Patrica Bethune
Regisseur: Matt Angel, Suzanne Coote
Genre: Horror
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2018
Länge: 94 Minuten

Seit dem 19. Januar diesen Jahres kann man den Horror Streifen von Netflix über den hauseigenen Streamingdienst anschauen. Mit dabei Dylan Minnette (’13 Reasons Why‘) als Logan in der Hauptrolle.

The Open House Handlung:

‚The Open House‘ beginnt wie ein klassischer Horrorfilm mit einer kurzen Einführung in die Beziehungsdynamiken der Hauptprotagonisten. Wir sehen eine kleine Familie, deren finanzielle Situtation wohl nicht die beste zu sein scheint. Aufgrund eines schweren Unfalls stirbt der Vater von Logan. Mutter und Sohn sind daher gezwungen aus ihrem Haus auszuziehen und das Angebot der Tante anzunehmen, in ihrem Haus in den Bergen temporär einzuziehen. Da das Haus grundsätzlich leer steht und zum Verkauf angeboten wird, müssen Mutter und Sohn das Haus des öfteren für ‚Open House‘ Besichtigungen verlassen.
Nach und nach passieren immer mehr merkwürdige Dinge, die darauf schließen lassen, dass die zwei nicht allein in dem großen Haus sein könnten.

The Open House Review:

Überraschend war der Horror Film und dessen Story nicht. Schnell wird klar, dass wir uns hier nicht mit einem übernatürlichen Grusel auseinandersetzen müssen, sondern ganz klassisch mit dem Horror, den ein Eindringling in das eigene Haus und somit in die Privatsphäre mit sich bringen kann. Die Handlung dreht sich um die etwas schräge Verfahrensweise fremde Menschen in das Haus zu lassen, damit diese sich ungestört umschauen können und sich eventuell zu einem Kauf hinreißen lassen. Aber darauf muss der Zuschauer nicht von alleine kommen. Dieser Gedanke wird bereits vom Protagonisten geäußert und setzt damit die Grundlage für das mulmige Gefühl nicht allein zu sein.

Wie bei vielen Horror Filmen, die in unseren Augen nichts besonderes mehr darstellen, wird auch in ‚The Open House‘ das gesamte Repertoire an klassischen Schocker Szenen aufgeführt. Ein dunkler, verwinkelter Keller, ein riesen Haus in der Einöde, seltsame Nachbarn, etc. Die Liste lässt sich hier beliebig weit fortsetzen und bringt dennoch nichts Neues ans Tageslicht. Und hier sehen wir auch einen großen Kritikpunkt. Szenen mit plötzlich auftauchenden Schatten, Gegenstände die ihren Platz wechseln und ungeahnte laute Geräusche. All dies sind Stilmittel, die wir leider immer häufiger zu Gesicht bekommen. Ihre einzige Aufgabe: erschrecken.

Doch inwiefern ist ein Film wirklich guter Horror, wenn er nur auf erschreckende Szenen setzt? Zwar versucht man anhand der schauspielerischen Leistung und der Bild- und Tontechnik ein Gefühl der Beklemmnis zu kreieren, aber dies wirkt fast schon erzwungen. Auch die erschreckenden Szenen wirken berechenbar und klischeehaft und schaffen es nur schwer zu überzeugen.

Allerdings gab es auch positive Seiten, die wir ‚The Open House‘ abgewinnen konnten. Hier sei vor allem die schauspielerische Leistung von Dylan Minnette anzumerken. Ein relativ junger Schauspieler, der vor allem durch seine Rolle als Clay in ’13 Reasons Why‘ international bekannt wurde. Er bringt in dem Netflix Horror durchweg eine solide Performance. In Sachen Authentizität kann er daher punkten.
Jedoch gab es auch Entscheidungen zu Charakteren in dem Film, die wir nicht als gelungen ansehen. So gibt es die seltsame, von Demenz geplagte Nachbarin, die nicht nur einmal Grund für einen Jump-Scare war. Zwar hatten die Macher hierbei wohl gehofft eine Möglichkeit zu haben den Zuschauer auf die falsche Fährte zu locken, aber dies ist leider misslungen und komplett an den Haaren herbei gezogen. Ihre Integration in den Film verstehen wir daher überhaupt nicht.

Als eine der sehr wenigen Pluspunkte konnten wir in dem Film den Ausgang der Geschichte ansehen. Dieser war nicht ganz so berechenbar und gängig, wie wir es von vielen mittelmäßigen Horror Filmen gewohnt sind. Jedoch war auch hier keine großartige Besonderheit zu spüren.

Fazit der The Open House Kritik:

Eingefleischte Horror Fans werden an ‚The Open House‘ nur mäßig Spaß haben. Alles schon mal dagewesen, alles schon erlebt. Viele Szenen, die gruseln sollen sind berechenbar und absolut klischeehaft. Man hat an diesem Netflix Horror Film trotz solider schauspielerischer Leistung keinen Zugewinn und fühlt sich an manchen Stellen wohl zu sehr an andere Horror Filme zurück erinnert.
‚The Open House‘ bekommt von uns durch seine Lieblosigkeit für das Horror Genre daher nur gut gemeinte 2,5 von 5 Sternen.

 

Bild: ©Netflix

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein