©Netflix Disenchantment Kritik Disenchantment Review Matt Groening
©Netflix
Fakten

Disenchantment Kritik

Besetzung (deutsche Synchronsprecher): Jenny Löffler, Heiko Akrap, Christian Intorp, Marko Bräutigam
Genre: Zeichentrick, Comedy, Fantasy
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2018
Länge: ca. 25 Minuten
Episoden: 10 Episoden
Network: Netflix

Anzeige

Seit heute können Netflix User die neueste Serie von „The Simpsons“ Macher Matt Groening anschauen. Wir haben uns die erste Staffel von Disenchantment zu Gemüte geführt und verraten euch, ob sich ein Blick in das Dreamland lohnt.

Disenchantment Handlung:

Dieses Mal sind wir weder in Springfield noch in der Zukunft. Wir befinden uns im fiktiven Dreamland. Das Königreich ist in Richtung Mittelalter angesiedelt und beschreibt trotz einiger Fantasy Wesen (Damönen, Elfen, Meerjungfrauen, etc.) den trostlosen Alltag ihrer Bewohner. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die junge Prinzessin Bean, die alles andere als das Paradebeispiel eines königlichen Zöglings gleicht. Sie trinkt viel, liebt Eskapaden und hat überhaupt keine Lust ihren Pflichten im Königreich nachzukommen. Ganz zum Leide ihres Vaters, König Zog.

Bereits in der ersten Folge wird klar, dass die Motivation ihres Lebens aus dem Spaß den sie daraus ziehen kann besteht, und unterstützt wird sie hierbei von ihren neuen Freunden. Diese bestehen zum einen aus Elfo, der aus dem Elfenland ausbricht, weil er mal etwas anderes sehen möchte als die immer heitere Welt in der er mit Gleichgesinnten lebt. Und zum anderen trifft sie schon bald auf den Dämonen Luci, der die fleischgewordene Stimme der Unvernunft zu sein scheint. In der ersten Staffel von Disenchantment begleiten wir somit die 3 ungleichen Freunde beim Erleben verschiedenster Abenteuer in der mittelalterlichen Welt.

Disenchantment Kritik:

Die Erwartungen sind hoch an die 3. Serie von Matt Groening. Und obwohl wir kein Meisterwerk wie „The Simpsons“ bekommen haben, sind wir nicht enttäuscht worden. Disenchantment reiht sich wunderbar als alleinstehende Comedy Serie ein zwischen ihre Vorgänger und präsentiert auf ähnlich charmante Art Gesellschaftskritik, Humor und gewohnt witzige Abenteuer und Charaktere. Zugegeben, wir bekommen keine „Simpsons“, wir bekommen auch kein „Futurama“, wir bekommen was gänzlich neues.

Und das heißt „Disenchantment“ und ist in unseren Augen eine gelungene witzige Serie, die sowohl Bingewatching als auch einem gelegentlichen Reinschauen standhalten kann und nicht langweilt. Wir sehen als Protagonistin eine Teenager Prinzessin, die oft in den gleichen Problemen steckt, die man selbst aus dem eigenen Leben nur zu gut kennt. Die Suche nach dem Sinn, der eigenen Bestimmung und der Wunsch sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen wird gekonnt in eine Gesellschaft gepackt, die sich keiner Kritik zu schade ist.

Ebenfalls gut finden wir die verschiedenen Anspielungen, die nicht nur zeitgemäße Probleme des 21. Jahrhunderts auf’s Korn nehmen, sondern auch die zahlreichen Seitenhiebe, die der Entertainment Branche gelten. Fantasy Freunde werden hier nicht nur eine Figur finden, die es so schon in Film und Fernsehen gab. So wird aus der guten Tinkerbell schnell mal eine alte verkorkste Fee, die ihren Lebensunterhalt mit der Unterhaltung von geschäftigen Vögeln verdient. Auch die First Lady bzw. Königin von Dreamland erinnert stark an manch Frau eines wichtigen Machthabers, aber mehr wollen wir an dieser Stelle nicht verraten. Vielleicht trügt uns auch hier einfach nur unsere eigene Phantasie.

Angemerkt sei hier auch, dass Disenchantment weniger in die Kategorie Familie fällt, wie ihre Schwesterserien von Matt Groening. Obwohl es sich im Rahmen hält, ist sie weitaus brutaler, blutiger und mit ihrer Satire weniger subtil. Damit hebt sie sich klar in diesem Genre ab und besitzt aufgrund dessen ein Alleinstellungsmerkmal, was in unseren Augen ein Zugewinn in der Serienlandschaft darstellt. Auch nach 10 Episoden voller Teenager-Prinzessinen-Suff-Sorgen, gutmütiger Elfen-Dummheit und dämonischen Versuchungen mal nicht auf die Vernunft zu hören, sind wir alles andere als gelangweilt oder der Serie überdrussig. Im Gegenteil, wir wünschten wir könnten sofort die nächste Staffel anschauen.

Selten gibt es Serien, die kritikfrei bei uns beschrieben werden. Jedoch haben wir bei Disenchantment wirklich Schwierigkeiten Makel zu entdecken. Die Darstellung von Situationen in denen die Unvernunft siegt und das Bild, dass sie von der Dreamland Gesellschaft zeichnet ist mehr als passend für das Jahr 2018. Wären da nicht Königreiche, Dämonen und das Zeitalter könnte man glatt vergessen, dass sie fiktiv ist. Wir finden auch nach mehrmaligem Betrachten keinen Anlass für negative Aussagen und können dieses Review nur mit einem großen Lob an die Macher abschließen.

Fazit der Disenchantment Kritik:

Disenchantment ist eine ulkige, teils satirische, teils kritische Fantasy Zeichentrick Serie, die für Kinder definitiv ungeeignet ist. Sie ist zwar nicht „The Simpsons“ oder „Futurama“, aber das wollen wir auch nicht. Wir wollten etwas neues, etwas eigenständiges, etwas das sich nicht zwanghaft an den Ideen seiner Vorgänger bedient. Und wir können behaupten, dass Matt Groening hier abgeliefert hat. Auch nach mehrmaligem Betrachten haben wir an der Serie nichts auszusetzen und können sie wärmstens empfehlen. Ja, sie kann daher definitiv den Erwartungen standhalten.
Disenchantment bekommt daher satte 4,5 von 5 Sternen.

 

Disenchantment Synchronsprecher:
DarstellerSprecherRolle
Abbi JacobsonJenny LöfflerBean
Nat FaxonHeiko AkrapElfo
John DiMaggioMarko BräutigamKönig Zøg
Eric AndréChristian IntorpLuci
Eric AndréArmin SchlagweinPendergast
Maurice LaMarcheMatthias KlagesOdval
Lucy MontgomeryIsabelle HöpfnerBunty
Rich FulcherSteven MertingCloyd
Billy WestJoachim KapsElfenkönig
Lucy MontgomeryAndrea ClevenEnchantress

Bild: ©Netflix

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here