©Netflix Der Bankier des Widerstands Kritik
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Fakten:

Der Bankier des Widerstands Kritik

Besetzung: Barry Atsma, Jacob Derwig, Pierre Bokma, Jaap Spijkers, Raymond Thiry, Fockeline Ouwerkerk
Regisseur: Joram Lürsen
Genre: Historie, Drama
Produktionsland: Niederlande
Erscheinungsjahr: 2018
Länge: 123 Minuten

Seit dem 11. September diesen Jahres ist Der Bankier des Widerstands (engl. The Resistance Banker) nun auf Netflix streambar. Ich habe das Historiendrama für euch auf Herz und Nieren überprüft und erzähle euch in dieser Kritik, ob sich ein Blick in die niederländische Produktion lohnt.

Der Bankier des Widerstands Handlung:

Wir schreiben die Jahre des 2. Weltkriegs. Irgendwann zwischen 1940 und 1944 beginnen wir unsere Reise und verfolgen hierbei den Familienvater und Bankier Wally van Hall. Aufgrund verschiedenster Umstände sieht er sich bald einer wichtigen Entscheidung gegenüber. Eins führt zum anderen und er trifft zwar eine moralisch und ethisch korrekte Entscheidung, doch der Preis hierfür scheint hoch.

Er entwickelt fortan ein ausgeklügeltes und perfides System, um dem Widerstand gegen die Nazis zu helfen und dessen Finanzierung zu gewährleisten. Hierbei trifft er selbst in hcohrangigen Finanzkreisen nur selten auf Widerwillen. Mithilfe vieler Parteien entsteht so eine Untergrund Bank, die verschiedene Manöver, wichtige Posten und die Arbeit des Widerstandes finanziert. Mehr möchte ich an dieser Stelle zu der Handlung nicht verraten, um mögliche Spoiler zu vermeiden.

Der Bankier des Widerstands Kritik:

Allgemein ist Der Bankier des Widerstands ein qualitativ hochwertiges und schönes Historiendrama. Man mag es gar als Hommage und Denkmal verstehen für das, was einige der Protagonisten und vor allem, was Wally van Hall in Zeiten des Nazi Regimes geleistet haben. Hierbei sei natürlich angemerkt, dass die Netflix Produktion auf historische Ereignisse basiert. Das funktioniert in dem Film auch relativ gut und unverblümt. Ohne großes Schnick-Schnack und ohne übertriebene dramatische Stilmittel gibt der Film die Ereignisse wider.

Zwar kommt man auch in einem Historiendrama nicht dran vorbei, Emotionen, Gefühle und eine gewisse Subjektivität in den Film zu packen. Dies befindet sich allerdings im Rahmen und wirkt weder unpassend noch aufgesetzt. Die geschichtlichen Ereignisse wurden daher in meinen Augen gekonnt in ein Drama gepackt, das ein relativ ruhiges Bild über die Handlung hinweg zeichnet.

Die schauspielerische Leistung war ebenfalls durchweg als positiv zu betrachten. Vor allem der Hauptprotagonist hat hier einiges an Lob verdient. Die Euphorie weicht mit zunehmender Handlung, Dringlichkeit und Risikobereitschaft fast einer gewissen Obsession, die allerdings bald der Wachsamkeit und einer gewissen Aufregung weicht. Diese starken Emotionen konnte Barry Atsma (Wally van Hall) gekonnt in Szene setzen und brachte sie dem Zuschauer auf authentische und sympathische Weise näher. Auch die übrigen Schauspieler hatten ihre Rollen perfekt im Griff und schafften es dem Zuschauer eine gewisse Teilnahme am Widerstand zu suggerieren.

Kritikpunkt war hier allerdings in meinen Augen die nicht ganz so gut gelungene deutsche Synchronisation. Da das Original auf niederländisch gedreht wurde, musste ich leider auf die deutsche Tonspur umschalten. Und die war zu Beginn doch sehr gewöhnungsbedürftig und fast schon störend. Hierfür gibt es zwar einen kleinen Punktabzug, allerdings konnte ich mich nach circa 20-30 Minuten an die Synchro gewöhnen und empfand sie fortan nicht mehr als störend.

Ein weiteres Manko war die oben bereits erwähnte Ruhe. Trotz aufheizenden Emotionen und einem Setting inmitten eines Weltkriegs, so war mir der Film an manchen Stellen schon fast zu ruhig. Die Dramatik hätte man in vielen Szenen noch imposanter gestalten können, ohne dass man Gefahr läuft die Historie zu zerstören. Hier lief doch einiges zu sehr im Untergrund ab. Auch manche Handlungsstränge und Begebenheiten hätte man besser und ausführlicher thematisieren können. So kamen in meinen Augen viele Ereignisse und wichtige Umstände zu kurz und wurden nicht in ihrer Gesamtheit besprochen.

Fazit Der Bankier des Widerstands Kritik:

Abgesehen von ein paar wenigen negativen Aspekten, hatte ich nach Der Bankier des Widerstands das Gefühl einen wichtigen Teil der Geschichte rund um den Kampf gegen das Nazi Regime nun besser zu kennen. Durch seine ruhige Erzählweise, die relativ unverblümt und ohne dramatische Dekoration auskommt, fühlte man sich eher als würde man ein Denkmal anstatt einen Film betrachten. Durch die solide und qualitativ hochwertige Machart, den guten Schauspielern und dem interessanten Plot war ich dennoch angenehm überrascht.

Ich vergebe daher 3,5 von 5 Sternen.

 

Bild: ©Netflix 

Überblick der Rezensionen
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Juliane Klein
Direkt in die Popkultur hinein geboren, merkte Juliane bereits in ihren Kinderschuhen, dass Filme und Serien ein großes Hobby werden. Doch auch die Liebe zu Videospielen und Gaming wurde bereits in ihren Kindheit entfacht. Nach jahrelangem Konsum von verschiedensten verfilmten, animierten, geschriebenen und virtuellen Welten, möchte Juliane nun diese Leidenschaft an das World Wide Web weitergeben. Ihr Aufgabengebiet umfasst bei CitizenZ vor allem Filme und Games. Wer sich also schon immer gefragt hat, wer diese unzähligen Rom-Coms bei Netflix anschauen muss: das ist ihre Aufgabe. Dabei würde sie eigentlich am liebsten ein Fantasy Epos rezensieren und danach auf der PlayStation 4 ihren Emotionen freien Lauf lassen. By the way ist sie auch eine der Gründer von CitizenZ!

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