©Netflix Atypical Staffel 2 Kritik
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Atypical Staffel 2 Kritik – Die neuen Folgen jetzt auf Netflix. Lest in unserer Kritik, ob die neuen Folgen der Serie mit der ersten Staffel mithalten können und was euch thematisch erwartet

Besetzung: Amy Okuda, Brigette Lundy-Paine, Jennifer Jason Leigh, Keir Gilchrist, Michael Rapaport
Genre: Dramedy
Produktionsland: Vereinigte Staaten
Erscheinungsjahr (Staffel 2): 2018
Länge: ca. 29–38 Minuten pro Folge
Episoden: 10
Network: Netflix

Handlung

Die zweite Staffel der Serie Atypical befasst sich zeitgleich mit mehreren Handlungssträngen der Familie Gardner. Mittelpunkt der Handlung ist weiterhin der autistische Sohn Sam und sein Kampf mit Abläufen des täglichen Lebens, die ihn immer wieder vor neue Herausforderungen stellen.

Zum Ende der ersten Staffel verfiel das Familienleben der Gardners ins Wanken als herauskam, dass die Mutter Elsa einen Ehebruch beging. Nachdem ihr Mann Doug dies herausfand beschlossen sie vorerst, die Tatsache vor Sam zu verheimlichen um ihn mit dieser ungewohnten Situation nicht weiter zu belasten. Dies schafft zu Beginn der neuen Staffel massive Spannungen, da die Schwester Casey von der Untreue weiß und dies nicht vor ihrem Bruder verheimlichen möchte.

Während Doug zu Beginn der Staffel sich immer mehr von Elsa entfernt versucht diese, ihren Mann zurück zu gewinnen. Wir bekommen tiefere Einblicke in ihre Psyche und die Art, wie sie mit dieser Situation umgeht. Obwohl sie auf Ihre eigene Art versucht, dass Familienleben zu retten steht doch immer ihr eigenes, egoistisches Ziel im Vordergrund, Vergebung für ihr Handeln einzufordern und nicht weiter unter der Ablehnung ihrer Familienmitglieder zu leiden. Doug besucht mit Sam eine Selbsthilfegruppe für Autisten und lernt hier eine alleinstehende Mutter kennen, welche auch emotional immer mehr sein Interesse weckt.

Casey beginnt unterdessen ihr Studium und muss sich ganz eigenen Problemen befassen. Während sie weiterhin mit ihrem Freund Evan zusammen ist freundet sie sich am College mit einer Gruppe junger Erwachsener an, die von Ihrer Art her nicht sonderlich kompatibel mit ihrem Partner sind. Es kommt zu Auseinandersetzungen und Eifersucht von beiden Seiten. Zudem versucht sie weiterhin für Ihren Bruder Sam da zu sein, auch wenn sie nicht mehr auf die gleiche Schule gehen.

Sam muss sich in der zweiten Staffel einer ganzen reihe neuer Probleme stellen. Nach der Auseinandersetzung mit seiner ehemaligen Therapeutin Julia ist er auf verzweifelter Suche nach einem neuen Therapeuten. Er besucht diverse Praxen doch kann sich mit keinem der verfügbaren Spezialisten wirklich zufriedengeben. Zudem geht auch für Sam seine Schulzeit langsam zu Ende. Er muss dementsprechend die Entscheidung treffen, ob er ein College besuchen wird. Hierfür besucht er mit seinem Vater Doug eine Selbsthilfegruppe um Einblicke in die Leben anderer Autisten zu gewinnen.

Ein weiterer Handlungsstrang befasst sich mit seiner gescheiterten Beziehung mit Paige. Während sie es vorerst mit einer Freundschaft+ versuchen schafft diese Situation schnell Eifersucht für Paige. Kurz darauf brechen beide den Kontakt ab und Sam findet eine neue Bekannte, mit der er Intimitäten Austauscht. Die Situation mit Paige spitzt sich immer weiter zu, löst sich aber im Finale mit einem herzergreifenden Moment auf, welchen ich an dieser Stelle nicht vorweg nehmen möchte.

Kritik

Die Serie bleibt ihrem Stil weiterhin treu. Genau wie in der ersten Staffel kommt auch in den neuen Folgen die Comedy-Elemente aus dem ungewöhnlichen Verhalten von Sam. Wie akkurat dieses Verhalten tatsächlich einem Autisten entspricht können wir an dieser Stelle leider nicht beurteilen. Es wird auch weiterhin deutlich, dass das kritischste Elemente der Familie eigentlich Elsa und gar nicht Sam ist. Ihr eigenwilliges und oft egoistisches Verhalten schafft auch weiterhin Spannungen in der Familie. Das macht Sams Leben eher komplizierter als einfacher.

An vielen Stellen ist die neue Staffel wieder so herzergreifend wie die erste. Zu sehen, wie Sams Entwicklung voran schreitet und wie eigen er mit seinem Leben umgeht ist genauso ungewöhnlich wie oft auch einfach herzlich. Ein Beispiel hierzu: Sam fordert ein, seine Finanzen selbst verwalten zu dürfen. Nachdem er einen groben Fehler begeht und mit seinem Geld vorerst die Party eines Schulkameraden finanzieren will ist seine zweite Ausgabe die Teil-Patenschaft eines Pinguins im örtlichen Aquarium. Dies wird für ihn auch ein neuer Rückzugsort, an den er sich in schwierigen Situationen flüchten kann.

Wir können einen Blick in die neue Staffel definitiv empfehlen. Die Serie ist unserer Meinung nach die perfekte Kreation um das Genre „Dramedy“ zu vertreten. Es schafft auf unterschiedlichste Weise, den Zuschauer zu unterhalten als auch mitzureißen.

Trailer

Bild: ©Netflix

Überblick der Rezensionen
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