ProSieben will weg von US-Serien

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Die ProSiebenSat1-Gruppe will den Fokus ihres Programms ändern und sich mehr auf lokale Produktionen konzentrieren. Grund dafür seinen massive Einbrüche im dritten Quartal 2018.

ProSiebenSat1 will künftig weniger US-Serien in ihr Programm aufnehmen und sich dafür mehr auf lokale Produktionen konzentrieren. Der Sender-Gigant hat aktuell Verträge mit 4 großen Hollywood-Studios, welche es aktuell zu überdenken gilt.

Im Vergleich zum Vorjahr hat der Sender in den ersten 9 Monaten 2018 gut 8% Einbuße in Hinblick auf Einnahmen und Gewinn. Dies soll sich ebenfalls auf die Jahreseinnahmen auswirken, welche laut der Sender-Gruppe auf ca. 4 Milliarden € fallen werden.

Der ProSiebenSat1 CEO Max Conze gab an, dass derzeit Neuverhandlungen zu bestehenden Verträgen mit den US Studios laufen. „ProSiebenSat1 hat die zuständigen Lizenzgeber kontaktiert um wichtige Verbesserungen an den aktuellen Lizenz-Paketen vorzunehmen. Dies gilt sowohl für aktuelle wie auch zukünftige Verträge.“

Ein neuer Lizenz-Deal mit Warner Bros. sei bereits geschlossen und aktuell sei man daran, das gleiche mit den anderen Hollywood Partnern umzusetzen. Darüber hinaus bestehen aktuell Verträge mit CBS, Disney und Fix welche ProSiebenSat1 dazu zwingen, bestimmte Formate der US Studios zu übernehmen und entsprechend zu zahlen.

Die deutsche Sende-Gruppe ist eine der größten Abnehmer von US-Serien weltweit und seit Jahren eine wichtige Einnahme-Quelle für die Studios. Die wichtigsten Formate hierbei seien aktuell ‚The Big Bang Theory‘, ‚The Flash‘ und das ‚NCIS‘ Franchise. Doch die amerikanischen Serien locken längst nicht mehr so viele Zuschauer vor die Bildschirm wie zuvor, da die meisten auf Streaming-Portale wie Netflix oder Amazon Prime umsteigen. Zudem habe ein immer größerer Teil des Publikums wieder Interesse an lokalen Produktionen.