©Paramount Pictures Operation Overlord Kritik Review J.J. Abrams
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Operation: Overlord Kritik

Der neue von J.J. Abrams produzierte Horror-Thriller Operation: Overlord lief letzte Woche in den deutschen Kinos an. Lest in unserer Kritik, ob sich ein Besuch lohnt oder ob ihr lieber auf die BluRay warten solltet.

 

Operation: Overlord Handlung

Am Vorabend des D-Day wird das Flugzeug einer Truppe junger Soldaten über der Normandie abgeschossen. Hinter den feindlichen Linien gestrandet verfolgen sie weiterhin ihren Auftrag: Die Zerstörung eines Senders der Deutschen, um den bevorstehenden Einzug der Aliierten zu unterstützen. Während sich die Soldaten schnell mit der lokalen Französin Chloe anfreunden, Gerät der Einsatz schnell außer Kontrolle. Die Amerikaner können nur knapp die erneute Vergewaltigung von Chloe durch Hauptsturmführer Wafner verhindern, welchen sie anschließend gefangen nehmen und Foltern.

Während einer Erkundungsmission der Kirche, welche als Basis für den Sender dient, Gerät der Soldat Boyce duch einen unglücklichen Zufall in der Kontrollzentrale des Senders und muss feststellen, dass diese ebenfalls als Labor für Experimente der Nazis genutzt wird. Er wird Zeuge von unglaublichen Vorgängen wie das Erwecken von bereits verstorbenen Dorfbewohnern durch ein Serum, dass aus Teer hergestellt wurde, welches die Nazis im Boden der Ortschaft gefunden haben.

Wafner kann sich durch einen Trick aus der Gefangenschaft befreien und flieht mit Hilfe seiner Kollegen, wird auf der Flucht aber schwer verletzt. Er schafft es zudem, Chloes Bruder auf der Flucht zu entführen, welchen er fortan als Geisel hält. Im Labor angekommen spritzt er sich als erstes lebendes Subjekt das Serum und erhält dadurch übermenschliche Kraft sowie beschleunigte Selbstheilung.

Chloe, Boyce und Ford machen sich auf, um sowohl Chloes Bruder zu retten als auch die Sprengladungen für den Sender anzubringen. Es kommt zum Showdown unterhalb der Kirche zwischen den Protagonsiten und Wafner, welcher Unterstützung von mehreren mutierten ‚Zombies‘ erhält.

 

Operation: Overlord Kritik

Zuerst einmal soll gesagt sein: wer hier einen Nazi-Trash-Film im Stil von ‚Iron Sky‘ erwartet ist komplett fehl am Platz. Der erste Teil des Films ist, trotz gewissem Humor, eher im ersten Stil und gerade die Anfangsszene zeigt auf brutalste Art und Weiße, wie schnell im Krieg ein Leben vorbei sein kann.

Schade ist, dass der Genre-Twist mit den erweckten Untoten bereits durch den Trailer bzw. die Inhaltsangabe bekannt war. Ich erinnere mich an Filme, die mitten in der Story einen ähnliche Genre-Wechsel hatten wie ‚From Dusk Till Dawn‘ oder ‚Predestination‘ und damit unglaublich gut gefahren sind. Ich denke, dass allein dieses Stilmittel die Einnahmen an den Kinokassen massiv in die Höhe getrieben hätte, denn das Zombie-Element ist tatsächlich nur ein kleiner Teil der Handlung. Erwartet also keine Horden von Untoten oder die klassischen „wer gebissen wird, wird auch zum Zombie“ Situationen. Viele Zuschauer waren sicher von dieser Annahme abgeschreckt und so beschränkten sich die wirklich dürftigen Einnahmen wohl auf Kartenkäufe von Trash-Liebhabern.

Operation: Overlord hat aber so vieles mehr zu bieten! Ich kann mich an keinen Film erinnern, der von der ersten bis zur letzten Minute solch einen Spannungsbogen aufrecht erhalten konnte. Normalerweiße gehe ich, selbst im Kino, gerne mal eine Rauchen während dem Film aber hier konnte und wollte ich mich einfach nicht losreissen, dann man wollte zu jeder Zeit unbedingt wissen, was in der nächsten Minute wohl passiert.

Positiv erwähnt sei auch die Thriller- / Horrorkomponente. Kurz zu mir: Ich HASSE Jump-Scares! Und zwar nicht weil sie mich erschrecken, sondern gerade weil sie durch den immer gleichen Aufbau so unglaublich absehbar sind. Es gibt für mich kein fauleres Stilmittel in Horrorfilmen, um künstlich beim Durchschnitts-Zuschauer Spannung zu erzeugen. Auch hier schafft es Operation: Overlord durch andere Elemente wie Kamera, Musik, Charaktere und einfach die Handlung zu jedem Zeitpunkt ein unbehagliches Gefühl zu vermitteln. Natürlich kommt auch der ein oder andere Jump-Scare zum Einsatz aber eben im richtigen Maße.

 

Operation: Overlord Kritik Fazit

Operation: Overlord macht verdammt vieles richtig, wo andere Filme scheitern. Atmosphäre, Spannung und Handlung packen von der ersten Minute an und lassen einen bis zum Ende nicht mehr los. Der Film hat Witz genauso wie Ernst, gute Herzen genauso wie Soziopathen und unterhält über die gesamten 110 Minuten hinweg. Natürlich muss man sich mit der Fantasy-Komponente der erweckten Untoten anfreunden können. Aber wem dieses Genre liegt könnte hier seinen neuen Lieblingsfilm gefunden haben. Schade, dass das Marketing im Vorfeld so schief lief, dass die Einnahmen in keinster Weiße das zu decken wissen, was der Film zu bieten hat. Ich hoffe, dies kann sich durch nachträgliche BluRay-Verkäufe noch ausgleichen.

Für mich ist Operation: Overlord einer der Überraschungs-Hits 2018 und erhält somit 4.5/5 Sternen. Teilt ihr diese Meinung oder seht ihr es komplett anders? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!

 

Fakten

Besetzung: Jovan Adepo, Wyatt Russell, Mathilde Ollivier
Regie: Julius Avery
Autor: Billy Ray, Mark L. Smith
Genre: Historie, Thriller, Horror, Splatter, Zombie
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2018
Länge: 110 Minuten

 

Trailer

ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Operation: Overlord
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