©Universal Pictures Upgrade Kritik Upgrade Review
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Upgrade Kritik

Upgrade Handlung:

In der nahen Zukunft hat der technische Fortschritt nahezu alle Bereiche des menschlichen Lebens übernommen. Doch der Protagonist Grey Trace versucht, in seinem Alltag jegliche Technik zu vermeiden. Als er schließlich nach einem Überfall gelähmt ist, bekommt er die Möglichkeit, durch einen implantierten Computerchip wieder voll und ganz am Leben teilzunehmen. Jedoch stellt Grey bald fest, dass der Computerchip mit dem Namen STEM ein eigenes Bewusstsein entwickelt.

Upgrade Kritik:

Von Leigh Whannell gab es im Juni 2018 einen neuen Action Sci-Fi Thriller der von vielen, vor allem Main-Stream Zuschauern, leider unbemerkt blieb. Wahrscheinlich hat der Fakt, dass es eine low-budget Produktion war, welche man den Effekten und der Kamera zufolge auf keinen Fall nachvollziehen würde, dazu geführt das es etwas an der Promotion und Werbetrommel gefehlt hat. Dadurch ist Upgrade zu Unrecht unter den Radar gefallen.

Whannell, der mitunter bei Projekten wie „Saw“ und „Insidious“ mitgewirkt hat, schafft es in Upgrade einen sehr ausgewogenen Sci-Fi Thriller mit einem Hauch von Horror und ausreichend Action auf die Leinwand zu bringen und dabei gleichzeitig seinem Stil treu zu bleiben. Sicher gab es solch Rachegeschichten und ähnliche Sci-Plots in anderen Filmen schon. Aber noch nie wurde diese Variante, welche eine eher düstere, dunkle und auch sehr brutale Stimmung in einer Zukunftswelt vermittelt, auf solch eine Art und Weise erzählt.

Der Protagonist Grey Trace ist durch Logan Marshall-Green exzellent besetzt worden. Logan spielt und mimt den Charakter, welcher hervorragend vermittelt und erzählt wird, authentisch und solide. Leider bekommt er dadurch eine derart große Aufmerksamkeit, so dass die anderen Charaktere neben ihm etwas zu kurz kommend erscheinen. Während wir Grey Trace in vollem Panorama erleben – von seiner Zeit vor dem Überfall, über den Weg seiner Genesung bis hin zum Klimax mit der künstlichen Intelligenz namens STEM, bleiben andere Charaktere etwas unterentwickelt. Dies schadet der Qualität des Filmes an und für sich nicht wirklich, aber bietet dennoch Raum zum Ausbau. Das ungenutzte Potential gilt nicht nur für die Menschen, die Grey im Alltag um sich hat, sondern auch für die bösen Buben und der künstlichen Intelligenz.

Sehr fesselnd sind die Actionszenen, die mit dem ein oder anderen Gore Element zum Glänzen gebracht werden. Ganz á la Whannell sind sie absolut stilecht und hinterlassen überzeugend Eindruck. Wie zu Anfang erwähnt käme man nicht auf den Gedanken, dass es sich hierbei um eine low-budget Produktion handelt. Upgrade wirkt daher wie eine Hommage an Whannells Fähigkeiten, mit wenigen Mitteln einen sehenswerten Film zu produzieren, der in keiner Sekunde jemals billig wirkt.

Das Ende von Upgrade ist unerwartet und hat einen sehr düsteren Ton, ein Twist der auf jeden Fall zur Einzigartigkeit des Filmes beiträgt und zu Diskussionen führen wird. Hier wird jeder gut bedient, ob Verfechter des guten oder gar bösen Endes, ihr werdet auf keinen Fall enttäuscht.

Upgrade bekommt von unserem Gast Rezensent 3,5 von 5 Sterne.

Fakten:

Upgrade Kritik

Besetzung: Logan Marshall-Green, Betty Gabriel, Harrison Gilbertson, etc. 
Regisseur: Leigh Whannell
Genre: Thriller, Action
Produktionsland: Australien, USA
Erscheinungsjahr: 2018
Länge: 100 Minuten

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