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I am The Night Kritik

Vergangenen Sonntag startete in den USA die Mystery-Serie I am The Night. Lest in unserer Kritik zur Pilotfolge worum es geht und, ob sich ein Blick lohnt.

I am The Night Handlung:

Die Handlung der Serie spielt im Jahr 1965. Starker Rassismus und Ablehnung von Andersartigkeit bestimmen den Alltag der in ärmlichen Verhältnissen lebenden Schülerin Pat, welche zwar selbst heller Hautfarbe ist aber von einer farbigen Mutter aufgezogen wird. Nach Angaben der Mutter Jimmy Lee handelt es sich bei Pat um das Produkt einer Beziehung mit dem der Tochter unbekannten, hellhäutigen Vater. Es wird von Anfang an klar, dass Pats Mutter unter einem starken Alkohol-Problem leidet und sich eher die Tochter um die Mutter kümmert, als anders herum.

Eines Abends fällt Pat in den Unterlagen ihrer Mutter ihre Geburtsurkunde in die Hände durch die sie erfährt, dass sie adoptiert wurde und ihr richtiger Name Fauna Hodel lautet. Sie findet mehr über ihre Familie heraus und kontaktiert ihren Großvater George in Los Angeles. Es kommt heraus, dass die Hodels in der High Society von L.A. äußerst bekannt sind und dort in Ruhm und Luxus leben. Der Großvater scheint zuerst erfreut über die Kotanktaufnahme und lädt Fauna zu sich ein, lauert ihr allerdings kurze Zeit später an der Bushaltestelle auf ohne sich zu erkennen zu geben und fragt sie vorsichtig ein wenig aus.

Zeitgleich lernen wir den heruntergekommenen Reporter Jay Singletary kennen. Dieser hatte vor langer Zeit in einem Mordfall ermittelt, indem Pats Großvater ein Tatverdächtiger war. Der Fall hatte ihm damals zu zugesetzt, dass es anschließend mit ihm steil bergab ging. Während einem Selbstmordversuch wird er von Jimmy Lee kontaktiert und anonym darüber informiert, dass er damals mit seinen Anschuldigungen gegenüber Geroge Hodel richtig lag und er nicht aufhören dürfe, nach der Wahrheit zu suchen.

In Los Angeles angekommen versuch Fauna unterdessen vergeblich, George zu erreichen und hinterlässt mehrere Nachrichten bei seiner Sekretärin. Als sie daraufhin Georges Ex-Frau kontaktiert erhält sie von dieser die Warnung sich von ihrem Großvater fernzuhalten, da dieser ein sehr gefährlicher Mann sei. Man sieht das Anwesen des Großvaters, welches vor Prunk kaum weniger strotzen könnte und in dessen gerade eine gigantische Feier stattfindet. Es wird klarer und klarer, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht und George tatsächlich in fragwürdige Machenschaften zuwickelt scheint..

I am The Night Kritik:

Mit I am The Night bekommen wir eine Handlung um einen der damaligen Tatverdächtigen des Black Dahlia Mordes, Geroge Hodel, aus einer anderen Sicht zu sehen. Die Erzählstränge der ersten Folge teilen sich recht gleichmäßig zwischen den beiden Protagonisten Pat und Jay auf und zeigen in immer beklemmenderer Atmosphäre die Tiefen beider Leben auf. Der Noir-Stil unterstützt die Mystery-Serie wirksam, fühlt sich an der ein oder anderen Stelle aber auch etwas aufgezwungen auf. Allgemein fühlt sich die Serie an, als würde sie es an mehreren Ecken einfach „zu sehr“ versuchen. Charaktere sind oft stereotypisch oder exzentrisch, was dann schnell anhand ein oder zwei beiläufig erwähnten Eigenschaften festgemacht oder gezeigt wird, um es möglichst schnell als schlüssig abzuschließen und in der Handlung weiter zu ziehen. Dadurch wirken die Rollen oft überzogen, wenn auch in sich logisch. Auch das Thema des starken Rassismuss der Zeit wird dem Zuschauer von Anfang an als immer präsent dargestellt. Auch dies geschieht wieder anhand mehrerer stereotypischer Szenen (z.B. ein junger Farbiger, der von zwei hellhäutigen Polizisten belästigt wird), was das ganze eher aufgesetzt als wirklich vermittelnd und beklemmend wirken lässt.

Inhaltlich bleibt abzuwarten, wie sich die Serie entwickelt. Die Pilotfolge vermittelt genug Mysterium um weiter dran zu bleiben, bietet aber auch zeitgleich bereits genug Details, um beim Zuschauer das Interesse für die Machenschaften der Charaktere auszulösen. Wir bleiben auf jeden Fall für weitere Folgen dabei und sind gespannt, welche Personen des bekannten Mordfalls wir gegebenenfalls noch zu Gesicht bekommen

Fazit der I am The Night Kritik:

Zusammengefasst kann man sagen, dass I am The Night gutes Potential mitbringt, wenn es um Handlung und die Erzählweiße geht. Die Charaktere bzw. Schauplätze sind allerdings recht überzeichnet und klischeehaft dargestellt. Der Noir-Stil passt gut zu den Mystery-Elementen, welche zum weiterschauen anregen. Die Pilotfolge bekommt von uns 3/5 Sterne.

I am The Night Trailer:

I am The Night Fakten:

Besetzung: Chris Pine, India Eisley, Jefferson Mays
Genre: Mystery, Drama, Crime
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2019 (USA)
Länge: ca. 55 Minuten pro Folge
Episoden: 6
Network: TNT (USA)


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