High Flying Bird Kritik – NBA Drama nur für Kenner?

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High Flying Bird
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High Flying Bird Kritik

Seit gestern kann man nun das Basketball Drama über die National Basketball Association, ihre Spieler und ihre Strippenzieher auf Netflix anschauen. Wir erzählen euch in unserer High Flying Bird Kritik, ob der Film nur etwas für Kenner ist, oder auch die breite Masse begeistern kann.

High Flying Bird Handlung:

Wir befinden uns in New York, und zum Verdruss vieler wird in der NBA gestreikt. Für die Strippenzieher und Clubbesitzer im Hintergrund bedeutet dies Verhandlungen ohne Ende, und oftmals einfach nur Stillstand. Die Spieler jedoch, vor allem die Neulinge, wünschen sich allerdings nichts sehnlicher als wieder auf den Platz zu gehen. Einerseits natürlich um das zu tun, was ihnen am meisten am Herzen liegt, Spielen. Andererseits haben vor allem die „Rookies“ nicht so viel Geld gebunkert, dass sie sich einen wochenlangen Streik leisten können.

Auch für den Spieleragenten Ray, der hauptsächlich Rookies unter Vertrag nimmt, bedeutet ein Streik zeitgleich eine miserable Einkunft. Zu allem Übel steht auch noch ein verlängertes Wochenende an, und zwischen Clubbesitzern, Spielervereinigung und Lizenzpartnern ist keine Einigung in Sicht.

Als weiteres Reibungselement wird uns der neueste Mandant Rays, Erick Scott, näher gebracht. Erick stößt mittlerweile auch schon an seine finanziellen Grenzen. Darüber hinaus entwickelt sich zwischen ihm und einem seiner Kollegen eine Twitter Fehde, die prompt auch auf dem Platz ausgetragen wird. Ray wartet unterdessen mit der Idee auf, man könnte abseits der NBA neue Machtgefüge erzeugen, die den ursprünglichen Clubbesitzern die Zügel aus der Hand nehmen würden. Jedoch steht er unter enormen Zeitdruck.

High Flying Bird Kritik:

Mit High Flying Bird präsentiert uns Netflix ein äußerst vielschichtiges Drama. Der komplexe Inhalt und die Gesamtheit der Handlung wird erst bei aufmerksamen oder mehrmaligem Anschauen gänzlich entfaltet. Umso schwieriger ist es auch leider für absolute Neulinge oder Unwissende dem Film zu folgen. Für wen die Machtgefüge des Sports in den USA, hauptsächlich innerhalb der NBA, Neuland sind, der könnte bei vielen Dialogen ein Fragezeichen im Kopf haben.

Nichtsdestotrotz war es eine beachtliche Leistung, dermaßen viel Inhalt und Komplexität in die kurzen 90 Minuten zu integrieren. Das sollte man nicht nur in Hinblick auf die Storyline loben, sondern auch die als Basis fungierenden Diskussionen glänzen mit ihrer Vielschichtigkeit. Dabei wirken die behandelten Themen nicht als aufgesetzt, sondern sind unzertrennlich mit ihrer Handlung verflochten.

Die Macher üben mit High Flying Bird nicht nur Kritik an der Geschäftstüchtigkeit des Sports, sondern tauchen noch viel tiefer in die Materie ein. Vor allem in der NBA wird hier wiedermal das tief verwurzelte Problem der Rassenthematik angesprochen. Im Basketball der USA verbirgt sich hinter den Machthabern, Clubbesitzern und Strippenziehern die weiße Oberschicht. Sie wanken von einem Hochglanzbüro in das nächste, und genießen ihren Luxus und ihre offensichtliche Macht aus ihren VIP Logen heraus.

Die Leidtragenden sind hier vor allem diejenigen, ohne die der Sport nicht das wäre, was er heute ist. Die Spieler machen das Spielfeld zu dem, was auf der ganzen Welt geliebt wird. Ein Ort, um seine Leidenschaft auszuleben, sich in Wettkämpfen zu messen und den begeisterten Fans ein tolles Erlebnis zu bieten. Jedoch sind auch diese Akteure diejenigen, die am wenigsten Macht innehaben. Darüber hinaus gehören sie im Großen und Ganzen nicht der weißen Oberschicht an, sondern sind Afroamerikaner, die unter Umständen aus ärmsten Verhältnissen stammen. Dass genau diese ausgebeutet werden und mit Abstand nicht die Macht und den Ruhm bekommen, den sie wahrlich verdienen, muss man nicht groß betonen.

Hier greift High Flying Bird mit faszinierendem Geschick essentielle Probleme auf. Man beleuchtet, dass die Diskussionen weitaus vielschichtiger und facettenreicher sind, als man dies auf den ersten Blick wahrnehmen kann. In Kombination mit der komplexen Storyline, schufen die Macher eine interessante Wechselwirkung, die vor allem durch das enorme Spektrum an Themen zu etwas gänzlich Einzigartigem wird.

Untermalt werden die aussagekräftigen Aspekte des Films von ihrem filmischen Konzept. Bewusst wurden hier Geschäftsthemen mit kühlen und sterilen Farben und Settings unterstrichen. Dass es sich allerdings bei Basketball nicht nur um ein Business handelt, sondern um eine Herzensangelegenheit, wird einem ausschließlich durch die wahrlich wichtigen Akteure vermittelt. Hinzu kommt eine gelungene Auswahl an Schauspielern, die den Kampfgeist auch außerhalb des Spielfelds authentisch rüberbringen können.

Fazit der High Flying Bird Kritik:

Steven Soderberghs neuester Film High Flying Bird kann durchaus mit seinem Konzept überzeugen. Auch sein Inhalt, und dessen unterschwelligen und omnipräsenten Diskussionen werden den Zuschauer auch nach dem Film noch begleiten können. Wir vergeben daher 3,5 von 5 Sterne.

High Flying Bird Trailer:

High Flying Bird Fakten:

Besetzung: André Holland, Zazie Beetz, Bill Duke, Zachary Quinto, Kyle MacLachlan, Melvin Gregg, etc.
Regisseur: Steven Soderbergh
Genre: Drama
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2019
Länge: 90 Minuten

High Flying Bird

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Juliane Klein
Juliane Klein
Direkt in die Popkultur hinein geboren, merkte Juliane bereits in ihren Kinderschuhen, dass Filme und Serien ein großes Hobby werden. Doch auch die Liebe zu Videospielen und Gaming wurde bereits in ihren Kindheit entfacht. Nach jahrelangem Konsum von verschiedensten verfilmten, animierten, geschriebenen und virtuellen Welten, möchte Juliane nun diese Leidenschaft an das World Wide Web weitergeben. Ihr Aufgabengebiet umfasst bei CitizenZ vor allem Filme und Games. Wer sich also schon immer gefragt hat, wer diese unzähligen Rom-Coms bei Netflix anschauen muss: das ist ihre Aufgabe. Dabei würde sie eigentlich am liebsten ein Fantasy Epos rezensieren und danach auf der PlayStation 4 ihren Emotionen freien Lauf lassen. By the way ist sie auch eine der Gründer von CitizenZ!

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