©Netflix The Umbrella Academy Robert Sheehan Ellen Page Superhelden Serie
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The Umbrella Academy Kritik

Netflix wagt sich an sein nächstes Projekt, welches auf einem „Dark Horse Comics“-Comic basiert. Die Serie erzählt die Geschichte von sieben Adoptivgeschwistern mit besonderen besonderen Fähigkeiten. Erfahrt in unserer The Umbrella Academy Kritik, ob sich ein Blick lohnt oder ihr euren Sonntag Nachmittag doch lieber mit einer anderen Serie verbringen solltet.

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The Umbrella Academy Handlung

Die Geschichte beginnt mit der Erzählung von 43 Frauen, welche alle zum gleichen Zeitpunkt ein Kind gebären. Und das, obwohl keine von ihnen zu Beginn des selben Tages überhaupt schwanger war. Der Entrepreneur „Sir Reginald Hargreeves“ zeigt sich von dem Phänomen so begeistert, dass er so viele wie möglich von Ihnen adoptieren möchte. Er schafft es, sieben von ihnen zu bekommen, welche er bei sich aufnimmt und in seinem Anwesen wohnen lässt.

Doch der Unternehmer dient den Kindern weniger als Vater und mehr als Wissenschaftler, der sich für die Kräfte der Kinder interessiert und dafür, diese für seine Zwecke zu nutzen. Die Adoptierten werden mit strenger Hand erzogen und eingehend studiert, sei durch ein überall im Haus angebrachtes Überwachungssystem oder über Sonden, die Ihnen ihr Vater im Schlaf anlegt um ihr Hirnaktivitäten zu messen. Nicht einmal Namen hat der Vater seinen Kindern gegeben und redet sie so nur mit „Nummer 1“ bis „Nummer 7“ an. So zieht er die Sprösslinge auf, um gemeinsam als Team von Superhelden, genannt The Umbrella Academy gegen das Verbrechen zu kämpfen. Keines der Wunderkinder hat dadurch viel für seinen Vater übrig und so kommt es, dass die meisten von Ihnen sich in ihrer Jugend von der Familie abwenden und ihrer eigenen Wege gehen.

Als sie eines Tages die Nachricht erreicht, dass ihr Vater durch Herzversagen verstorben sei, finden sie sich in seinem Anwesen zusammen. Die Motive für ihre Rückkehr sind dabei so unterschiedlich wie die Charaktere selbst.

Nummer 1 / Luther

Gespielt von Tom Hopper (Black Sails, Game of Thrones) – Luther hat die letzten Jahre vor der Zusammenkunft der Kinder im All verbracht. Losgeschickt von seinem Vater um großes zu erreichen ist er der Letzte, der Hargreeves noch hin und wieder vor seinen Geschwistern verteidigt. Er ist der einzige, der noch bei seinen Eltern im Anwesen wohnt und urteilt über die anderen, da er sich von ihnen im Stich gelassen fühlt. Seit dem letzten Treffen mit seinen Geschwistern ist der erste Kinder ein übermenschliches Muskelpaket geworden und geht mit brachialer Gewalt gegen seine Widersacher vor. Als ihn die Nachricht vom Tod seines Vaters erreicht startet er sofort eine Ermittlung, da er nicht an den Tod durch Herzversagen glaubt.

Nummer 2 / Diego

Gespielt von David Castañeda (Sicario 2) – Diego ist der klassische Antiheld, wie wir ihn aus vielen Comics und Comicverfilmungen können. Mit seinem eigenen Sinn für Gerechtigkeit hört er regelmäßig den Polizeifunk ab und zieht nachts los, um Verbrechern das Handwerk zu legen. Er führt eine komplizierte Beziehung zu seiner Exfreundin, die bei der örtlichen Polizei arbeitet. Die beiden treffen sich immer wieder an Schauplätzen diverser Verbrechen wo sie ihn ermahnt, seine Arbeit nierderzulegen zu die Polizeit ihren Job machen zu lassen. Er hat eine innige Bindung zu seiner Mutter, die in Wahrheit ein von seinem Vater gebauter Roboter mit künstlicher Intelligenz ist. Diego ist ein hervorragender Nahkämpfer und bis in die Spitzen ausgebildet im Umgang mit Messern.

Nummer 3 / Allison

Gespielt von Emmy Raver-Lampman – Allison steht Luther sehr nahe und versucht immer wieder, die in der Kindheit vorhandene Verbindung zu ihm wieder aufleben zu lassen. Sie spürt die Last, die auf ihrem Bruder liegt und versucht im zu helfen. Für Ihre Schwester Vanya hat sie anfänglich wenig übrig, da diese die Familiengeheimmnisse in einer Autobiographie veröffentlichte. Ihre Fähigkeit ist eine Art Hypnose, die in der Serie „Das Gerücht“ genannt wird. Flüstert sie einem Schurken ein Gerücht ins Ohr (z.B. „Ich habe gehört, dass du deinen Kameraden erschießen wirst“) ist dieser kurz darauf gezwungen, dieses Gerücht Wahrheit werden zu lassen.

Nummer 4 / Klaus

Gespielt von Robert Sheehan (Misfits, Mortal Engines) – Klaus ist ein von den Stimmen der Toten geplagter Außenseiter. Seine exzentrische Art und massiver Drogenkosum machen ihn unnaher für den Rest und er repräsentiert perfekt die Rolle des traurigen Clowns, der nach außen hin Witze reisst und sämtliche Aussagen mit einem zynischen Unterton rüberbringt, tief drin aber massiv durch die Stimmen des Jenseits belastet scheint. Einziger Ausweg aus der Situation scheint ein ausartender Konsum sämtlicher Betäubungsmittel zu sein, an die er seine Finger bekommt. Durch seine Fähigkeit mit Toten zu kommunizeren ist er auch der einzige, der weiterhin Kontakt zu seinem verstorbenen Bruder Ben hat.

Nummer 5 / „Der Junge“

Gespielt von Aidan Gallagher – Nummer 5 aka „Der Junge“ ist im jungen Alter verschwunden, als er seine Teleportations-Fähigkeiten auf das nächste Level bringen und durch die Zeit springen wollte. Entgegen aller Warnungen seines Vaters sprang er unabsichtlich immer weiter in die Zukunft bis hin zur Apokalypse, die sämtliches Leben auf dem Planete auszulöschen scheint. Gestrandet in der Zukunft dauerte es fast 40 Jahre, bis er den Weg zurück zu seinen Geschwistern fand. Durch ein nicht näher definiertes Phänomen kehrt er allerdings im Körper seines 13jährigen Ichs zurück. Dies bringt einige Probleme innerhalb der Gruppe mit sich, da er geistig knapp doppelt so alt ist wie der Rest, optisch aber nichtmal halb so alt aussieht und dadurch anfänglich von seinen Verwandten nicht ernst genommen wird. Da er nie ein eigenes, normales Leben Abseits seiner Familie führte sondern allein in der Zukunft gefangen war, hat weder er selbst noch jemand anderes ihm jemals einen Namen gegeben. Nummer 5 kommt mit einer klaren Nachricht zurück aus der Zukunft, die aber leider so wenig ernst genommen wird wie er selbst: In 8 Tagen geht die Welt unter. Und egal was er bisher versucht hat, er wird es nicht aufhalten können.

Nummer 6 / Ben

Gepielt von Ethan Hwang – Ben verstarb in jungem Alter bei einem Einsatz der The Umbrella Academy-Truppe. Der einzige, der weiterhin mit ihm in Kontakt steht ist sein Bruder Klaus, der im nüchternen Zustand mit den Toten zu kommunizieren vermag. Ben entwickelt sich zu einer Art moralischen Kompass für Klaus. Daher versucht er immer wieder, diesen auf die rechte Bahn zu lenken.

Nummer 7 / Vanya

Gespielt von Ellen Page (Inception, Juno) – Vanya ist das schwarze Schaf der Familie. Sie hatte nie offensichtliche Kräfte entwicklet und von ihren Vater immer wieder Dinge wie „du bist einfach nichts besonderes!“ zu hören bekommen. Sie führt ein einsames Dasein im Anwesen, während ihre Geschwister zu einer Superhelden-Truppe ausgebildet werden. Ihr bester Freund ist ihre Violine, die sie auch im Erwachsenenalter noch regelmäßig in einem Orchester einsetzt. Doch auch hier spielt sie wortwörtlich die letzte Geige. Sie hat wenig bis kein Durchsetzungsvermögen und wird regelmäßig übergangen und unterschätzt. Vanya fühlt sich durchgehend wie ein Außenseiter. Sie hat eher einen „Blick von außen“ auf ihre Familie, anstatt selbst ein Teil davon zu sein. Als sie ihre Erfahrungen in einer Autobiographie veröffentlicht zieht sie damit den Zorn ihrer Geschwister auf sich. Diese hätten das ein oder andere Geheimnis lieber im Verborgenen gelassen. Vanya nimmt seit sie klein ist Medikamente, doch welche genau ist unklar. Eines Nachts entdeckt ihr Vater während einer seiner Messungen ungewöhnlich hohe Hirnaktivitäten in ihr. Schlummert in ihr etwa doch eine Kraft, die bisher nur nicht erwacht ist oder sogar unterdrückt wurde?

The Umbrella Academy Kritik

The Umbrella Academy präsentiert in langsamer Erzählweiße das Schicksal sieben junger Wunderkinder und ihr Weg in die Selbstständigkeit. Durch unbefleckte Empfängnis erschaffen verbringen sie ihr Leben damit, den Erwartungen ihres Vaters gerecht zu werden. Die schwierige Verhältnis zu ihrer Adoptivfamilie ist dabei allgegenwärtig und durch jeden einzelnen Charakter glaubhaft dargestellt. Die Schaupieler liefern durch die Bank weg eine passende Performance. Besonders Robert Sheenan spielt wieder die Rolle eines drogensüchtigen Sonderlings, die wie die Faust aufs Auge passt.

Leider ist die Geschwindigkeit in der die Geschichte voran schreitet ein wenig Träge. Einzig die Tatsache, dass die Welt in wenigen Tagen untergehen wird und das unregelmäßige Auftauchen diverser Bösewichte für die „Comic-typische Prügelei zwischendurch“ halten den Zuschauer bei der Stange. Wir hätten uns etwas mehr Trieb und eine spannendere Erzählweise gewünscht. Denn so geht es tatsächlich fast ausschließlich um die einzelnen Charaktere und ihre Beziehungen zueinander.

Zu Optik und Sound gibt es wiederum fast ausschließlich positives zu sagen. Die Effekt, vor allem bei Nummer 5’s Teleportationen sind schön anzusehen und die Szenen sind stets mit passenden Sounds untermalt. Auch Kamerafahrten helfen vielen Situation dabei, mehr Tiefgang aufzubauen. So unterhalten sich z.B. Luther und Allsion in einer Szene darüber, wie weit sie sich seit ihrer Kindheit voneinaner entfernt haben. Sofort darauf wechselt die Kamera in einen Weitwinkel, um die Distanz der beiden auch bildlich darzustellen.

Fazit der The Umbrella Academy Kritik

The Umbrella Academy bietet eine seichte Story mit tiefgehenden Charakteren und einer schönen Bild- und Tonkulisse. Die Serie bietet ausreichende Unterhaltung an einem freien Nachmittag. Sie schafft es aber nur an wenigen Stellen, viel Spannung aufzubauen oder den Zuschauer wirklich mitzureißen. Für uns gibt es für Netflix‘ Superhelden-Umsetzung 3,5 / 5 Sternen

The Umbrella Academy Trailer

The Umbrella Academy Fakten

Besetzung: Robert Sheehan, Ellen Page, Aidan Gallagher, Cameron Britton, Eden Cupid
Genre: Action, Drama, Superhelden, Mystersy
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2019
Länge: ca. 45 – 60 Minuten pro Folge
Episoden: 10
Network: Netflix

Verfügbarkeit genannter Filme & Serien:

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