©Deadly Class Kritik Review Syfy Comic
©Deadly Class

Mit „Deadly Class“ bringt Syfy am heutigen Mittwoch die nächste Comic-Adaption auf den heimischen Bildschirm. Unsere Deadly Class Kritik verrät euch, wovon die Serie handelt und ob sich ein Blick lohnt.

Deadly Class Handlung

Avada Kedavra ihr Muggel! So oder so ähnlich lässt sich Deadly Class wohl am besten in einem Satz zusammenfassen. Die Serie der Russo-Brüder (Avengers: Infinity War) zeigt eine Gruppe Jugendlicher, die aus unterschiedlichen Gesellschafts-Klassen stammen und allesamt an einer geheimen Schule zu Killern ausgebildet werden.

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Die Beweggründe sind dabei, je nach Status der der jeweiligen Eltern, komplett unterschiedlich. Während die Kindern von Mafia-Familien oder die von CIA und FBI-Agenten, auf den Wunsch ihren Eltern hier abgehärtet werden sollen, befinden sich unter ihnen auch obdachlose oder ausgestoßene Kinder aus der Unterschicht, welche direkt von der Schulleitung von der Straße geholt wurden, um ihnen einen Sinn im Leben zu geben.

Der Protagonist

Die Serie spielt im Jahre 1987. Mittelpunkt der Handlung ist der jugendliche Markus, welcher seine Eltern durch ein tragisches Ereignis verloren hat und der seitdem auf der Straße lebt. Seine Eltern wurden ihm offenbar von einem Psychopathen genommen, welcher aufgrund mangelnder Ressourcen nicht weiterhin in Gewahrsam gehalten sondern auf freien Fuß gesetzt wurde. Verantwortlich für den Tod seiner Eltern macht Markus daher den amtierenden Präsidenten Ronald Regan, da dieser den Beschluss durchgesetzt hatte, viele der vorhandenen Betreuungs-Heime für geistig Kranke zu schließen.

Markus kommt in ein Waisenhaus, was für ihn aber nie wie ein Zuhause anfühlt. Über Gespräche mit seinen späteren Mitschülern erfahren wir, dass die Betreuer im Waisenhaus die Kinder regelmäßig misshandeln und so türmt Markus eines Tages aus der Hölle, die ihm eigentlich ein Zuhause hätte sein sollen. Da am Tag seines Verschwindens das Waisenhaus durch Brandstiftung niederbrennt, wird er fortan von der Polizei gesucht. Doch hat Markus wirklich das Feuer gelegt, dass einen Teil seiner ehemaligen Mitbewoher tötete oder schwer entstellt zurücklies?

Da ihm das Leben auf der Straße viel Energie abverlangt und keine Perspektive bietet lässt er sich von dem Leiter der Schule, Master Lin, für das Killerprogramm abwerben. Dieser ist beindruckt von dem rücksichtlosen Vorgehen von Markus beim Niederbrennen des Waisenhauses. Doch Markus hat ein ganz eigenens Ziel: sich ausreichend Fähigkeiten aneignen, um Ronald Regan zu töten. Doch er muss schon bald feststellen, dass die schlimmsten Gefahren für ihn nicht außerhalb der Schulmauern lauern, sondern ihm aufgrund seiner Abstammung und Lebensumstände sowie seinem Ruf als Kindermörder nicht viele der neuen Kameraden gut gesonnen scheinen.

Deadly Class Kritik

Deadly Class ist eine Serie, die mit jeder Episode wächst, sich entwickelt und in sich mehr Sinn macht. Während man sich in der ersten Folge noch ein wenig über die stark stereotypischen Charaktere wundert und an vielen Stellen einen eher klischeehaften Umgang mit Situationen präsentiert bekommt, erfährt man in den kommenden Folgen durch Rückblenden immer mehr und mehr über die Protagonisten. Ein rücksichtsloser Schläger öffnet plötzlich sein Herz und offenbart Markus, dass alles was er der Öffentlichkeit zeigt nur ein Schein ist, um seinen Rang nicht zu gefähren. Eine Gruppe Mädchen, die anfänglich abgebrühter und rücksichtsloser kaum agieren könnten, fangen auf einmal an sich hinter verschlossenen Türen über die Jungs der Schule zu unterhalten – so wie man das eben von Jugendlichen erwarten würde.

Zudem wird immer wieder der Zwiespalt der Jugendlichen thematisiert. Teils aus Rache, teils weil es ihre Eltern so wünschen haben sie allesamt das Ziel, skrupelose Killer zu werden. Doch in vielen von Ihnen schlummert zumindest noch ein Rest an Moral, welche ihnen diesen Weg nicht gerade einfach macht. Doch auch Master Lin hat sein eigenes Dilema – so hatte er damals die Akademie gegründet, um dem „kleinen Mann“ zu helfen, sich gegen übermächte Unterdrücker aufzulehnen doch muss nun zu einem hohen Prozentsatz die Kinder genau der Schnösel ertragen, gegen die er einst vorgehen wollte. Denn auch in der Akademie, in der natürlich auch unsichtbare Drahtzieher ihre Hände im Spiel haben, ist Profit kein Thema, das ignoriert werden kann und so wandelt sich die Schule langsam aber sicher von einem Ausbildslager von Freiheitskämpfern zum Bootcamp für die Kinder Reichen und Einflussreichen des Landes.

Syfy bringt zum Start eine Doppelfolge

Die Serie ist somit definitiv ein Format, welches man nicht anhand von einer Folge beurteilen sollte! Perfekt also, dass Syfy die Serie hierzulande direkt mit einer Doppelfolge startet. So gut wie alle Elemente, die anfänglich plump und klischeehaft rüberkommen machen bereits nach kurzer Zeit sehr viel Sinn und die Handlungen der Charaktere werden immmer nachvollziehbarer. Die Serie schafft es damit auch, den Zuschauer konstant in seinen Bann zu ziehen, denn es kommt durchgehend ein „wie kam es jetzt nur wieder dazu“-Gefühl auf. Die stilistischen Mittel wie Kamera, Sound und Kampf-Choreographien sind durchgehend auf hohem Niveau und nehmen auch über die Zeit an härte zu. Wer schon immer mal sehen wollte was passieren würde, wenn man Harry Potter statt einem Zauberstab ein Katana in die Hand gibt, eine FSK18 Freigabe verpasst und ihn von Anfang an auf einen dunklen Pfad schickt, der ist bei Deadly Class genau richtig.

Fazit der Deadly Class Kritik

Was anfänglich wie eine 0815-Kopie von Harry Potter ohne Jugendfreigabe wirkt, entwickelt sich doch recht schnell zu einer unterhaltsamen Serie, die einen in den Bann zieht. Die Charaktere machen über die Folgen hin weg immer mehr Sinn und man schafft es aufgrund der schweren Schicksale vieler der Protagonsiten, selbst die anfänglich weniger beliebten sehr schnell ins Herz zu schließen. Von unserer Seite gibt es für Deadly Class 4/5 Sternen und eine klare Empfehlung, sich mindestens die ersten zwei bis drei Folgen anzuschauen, um sich ein eigenes Bild zu machen.

Deadly Class Trailer

Deadly Class Fakten

Besetzung: Benedict Wong, Benjamin Wadsworth, Lana Condor, María Gabriela de Faría, Luke Tennie, Liam James, Michel Duval
Genre: Action, Schwarzer Humor, Drama, Thriller
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2019 (DE)
Länge: ca. 43-54 Minuten pro Folge
Episoden: 10 (Staffel 1)
Network: Syfy

Verfügbarkeit genannter Serien & Filme:

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