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The Order Kritik

Seit dem 07. März kann man auf Netflix die neueste Mystery Serie The Order anschauen. Nachdem wir uns durch die erste Staffel gequält haben, erzählen wir euch in dieser Kritik, woran es bei der Serie scheitert.

The Order Handlung:

Jack Morton wird an der elitären Belgrave Universität angenommen und kann so endlich den ausgetüftelten Plan von ihm und seinem Großvater in die Tat umsetzen. Denn Gerüchten zufolge gibt es an dieser Universität einen Geheimbund, dessen Oberhaupt Edward Coventry für den Suizid seiner Mutter verantwortlich sein soll. Hinzu kommt, dass Edward Jacks Vater ist, jedoch nichts über diese Verwandtschaft weiß.

Es kommt, wie es kommen soll und Jack schafft es, sich einen Weg in diesen Geheimbund zu verschaffen. Doch nach und nach geschehen mehr seltsame Dinge und unterschiedliche Handlungsstränge und Begebenheiten prallen aufeinander. Um der Serie noch die gewisse Leidenschaft zu verleihen, wurde eine romantische Komponente hinzugefügt. Wir wollen euch an dieser Stelle wie immer nicht zu viel verraten und von Spoilern absehen.

The Order Kritik:

Netflix bringt mit The Order eine neue Mystery Serie in das Portfolio. Generell sind wir dem Mystery Genre alles andere abgeneigt. Viele unserer Lieblingsserien, und vor allem die, die uns schlaflose Nächte beschert haben, konnte man in diese Kategorie einordnen. Jedoch macht die Netflix Originals Serie ziemlich viel falsch. Überraschend ist hier vor allem, dass man doch auf die Erfahrung der letzten Jahre zurückgreifen könnte um eine halbwegs akzeptable Mystery Serie zu konzipieren.

Dennoch konnte The Order nur wenig überzeugen, und wird wohl leider in negativer Erinnerung bleiben. Zu verschulden ist dies nicht unbedingt dem eigentlichen Konzept, welches durchaus Potential haben könnte. Aber die lieblose Verarbeitung und Umsetzung macht die eigentlich positiven Aspekte der Serie zunichte. So entsteht ein Gesamtwerk, welches an vielen Stellen langweilig und oberflächlich wirkt.

Die Handlung an sich und der rote Faden der Geschichte bietet mit Abstand das meiste Potential, das dieser Serie innewohnt. So werden wir mit einem Geheimbund konfrontiert, an dessen oberer Spitze der Großmeister seine eigene Agenda zu haben scheint. Dies könnte durchaus den Grundstein für eine durchdachte Handlung bieten. Es gäbe viel Spielraum für Intrigen, dunkle Machenschaften und auch alltags-taugliche Diskussionen könnte man hier unterbringen. Nichtsdestotrotz entschieden sich die Macher dafür eine äußerst schlampig anmutende Rache-Geschichte hier unterzubringen, inklusive oberflächlich erzählten Charakteren.

Vor allem das Setting einer mehr oder minder elitären Universität, die die Basis für diesen Geheimbund bietet, hätte hier von mehr Einfallsreichtum profitieren können. Dennoch rutscht man im Verlauf der Geschichte oft in alte Klischees ab. Das hat zur Folge, dass man es im Endeffekt nicht nur mit der Mystery Komponente zu tun hat, sondern auch noch eine emotionslose Liebesstory oben drauf packt. Generell spricht selbstverständlich nichts dagegen einer Mystery Serie eine gehörige Packung Romantik zu bescheren. Viele erfolgreiche Serien in diesem Genre konnten vor allem mit ihren Liebesgeschichten punkten. Dennoch fehlt es bei The Order an Leidenschaft, Herzschmerz und packendem Mitgefühl. So wirkt die Liebesgeschichte unseres Protagonisten Jack aufgesetzt. Man könnte fast meinen, die Macher hatten diese nur in das Drehbuch geschrieben, um auch wirklich jegliches Klischee einer Mystery Serie zu bedienen.

Auch die übrigen Handlungen spielen, ähnlich wie die Liebesbeziehung, nur eine zweitrangige Rolle. Generell wirkt jeglicher Erzählstrang zweitrangig. Man fühlt sich als Zuschauer oftmals verloren und sucht nach dem großen roten Faden, der mal mehr und mal weniger die eigentliche Rachestory darstellen sollte. Antrieb für diese Rachegeschichte ist Jacks Großvater Peter. Dessen Charakter wirkt jedoch an vielen Stellen herzlos und blass. Wollte man diesem Erzählstrang mehr Bedeutung zukommen lassen, hätte man hier die Details unterbringen sollen.

Ein weiterer großer Kritikpunkt, den es hier anzumerken gibt, ist die Technik und die schauspielerische Leistung. In Bezug auf Technik wurden wir an einigen Stellen leider ebenfalls enttäuscht. Es mag schon sein, dass das Budget der Serie The Order begrenzt war und somit bei großen Produktionen nicht mithalten konnte. Nichtsdestotrotz hätte man einige Special Effects lieber raus schneiden sollen, anstatt sie dermaßen in Szene zu setzen. Ein bestes Beispiel lieferte hier eine vermeintlich schwebende Kette, die schlechter nicht hätte animiert werden können. Pluspunkte gab es jedoch für die Darstellung des Golems und der Werwölfe. Hier setzte man gute Maskenbildner ein. Die Werwölfe waren meist schlecht ausgeleuchtet und nur kurz gänzlich auf dem TV zu sehen. So konnte man Details und negative Special Effects nur schwer ausmachen.

In Bezug auf die schauspielerische Leistung fällt es uns ebenfalls schwer Positives zu berichten. Zwar mag dies nur zu einem gewissen kleinen Anteil den Schauspielern selbst zuzuschreiben sein. Nichtsdestotrotz konnte keiner der hier Anwesenden groß überzeugen. Verstärkt wurde das durch die substanzlose Charakterzeichnung. Zu selten konnte man die inneren Emotionen, Beweggründe und Motivationen der Protagonisten ausmachen. Diese wurden dann jedoch in Dialogen und schlecht geschriebenen Diskussionen ausgeführt.

Fazit der The Order Kritik:

Wir hatten zwar kaum Erwartung an die neueste Mystery Serie, wurden aber trotz dessen noch enttäuscht. Zwar hätte man aus dem Grundgerüst durchaus etwas Gutes schaffen können, man entschied sich aber leider für eine sehr substanzlose Darbietung von vielen Mystery Klischees. Die Netflix Serie konnte bei uns daher nicht punkten und bekommt in unserer The Order Kritik lediglich 2,5 von 5 Sternen.

The Order Trailer:

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The Order Fakten:

Besetzung: Jake Manley, Sarah Grey, Max Martini, Matt Frewer, Adam DiMarco, Katharine Isabelle, etc.
Genre: Mystery
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2019
Länge: ca. 45-51 Minuten pro Folge
Episoden: 10
Network: Netflix



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Überblick der Rezensionen
The Order
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Juliane Klein
Direkt in die Popkultur hinein geboren, merkte Juliane bereits in ihren Kinderschuhen, dass Filme und Serien ein großes Hobby werden. Doch auch die Liebe zu Videospielen und Gaming wurde bereits in ihren Kindheit entfacht. Nach jahrelangem Konsum von verschiedensten verfilmten, animierten, geschriebenen und virtuellen Welten, möchte Juliane nun diese Leidenschaft an das World Wide Web weitergeben. Ihr Aufgabengebiet umfasst bei CitizenZ vor allem Filme und Games. Wer sich also schon immer gefragt hat, wer diese unzähligen Rom-Coms bei Netflix anschauen muss: das ist ihre Aufgabe. Dabei würde sie eigentlich am liebsten ein Fantasy Epos rezensieren und danach auf der PlayStation 4 ihren Emotionen freien Lauf lassen. By the way ist sie auch eine der Gründer von CitizenZ!

5 Kommentare

  1. […] Wir haben mal wieder volles Programm in unserem Podcast. Netflix hat uns mit der Animationsserie Love, Death & Robots ein absolutes Highlight gebracht, welches wir ausführlich besprechen. Ebenfalls von Netflix kam der neue Action Film mit Starbesetzung Triple Frontier, der zwar nicht ganz so ausgefallen wie Love, Death & Robots, aber dennoch empfehlenswert war, ganz im Gegenteil zu der Mystery Serie The Order. […]

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