„Quibi“ revolutioniert mit mobiler App das Fernsehprogramm

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Eine neue Plattform aus der Hand von DreamWorks CEO Jeffrey Katzenberg könnte schon bald die Art, wie wir Fernsehprogramm konsumieren, in neue Bahnen lenken.

Einer von Ihnen ist eine Legende in der Unterhaltungs-Industrie, die andere in der Welt der Technik. Zusammen wollen uns Jeffrey Katzenberg und Meg Whitman ein riskantes neues Projekt bringen: Quibi. Die beiden haben kürzlich ihren Schlachtplan offen gelegt, mit dem sie den Markt der mobilen Unterhaltung revolutionieren wollen.

Was ist Quibi?

Quibi soll eine Plattform werden, auf denen diverse, für Mobilgeräte optimierte Kurz-Formate veröffentlicht werden. Kunden könnten somit immer auf kurzweilige Sendungen zurückgreifen um Lücken in ihrem Tagesablauf zu füllen. Der Start soll in den USA im April 2020 erfolgen. Zu Beginn will der Streamer mit über 100 Episoden an eigenen Inhalten pro Woche starten – somit also über 5.000 Episoden pro Jahr. Der Preis wird bei 5$/Monat mit Werbeeinblendungen liegen oder 8$ für die werbefreie Variante.

Experten äußerten bereits erste Skepsis, ob Kunden wirklich monatlich für Formate bezahlen wollen, welche zwar mit „HBO-Qaulität“ angekündigt werden aber eben nur von kurzer Dauer sind und nur auf dem Mobilgerät betrachtet werden können. Selbst Meg Whitman gibt zu, dass der es ein riskantes Unterfangen ist. „Es ist wirklich nicht einfach, Nachforschungen anzustellen und Kunden zu befragen zu einem Format, dass es so noch gar nicht gibt. Wir können uns dessen selbst nur sicher sein, sobald die Plattform startet und wir das erste Feedback bekommen.“

Warum sollten wir Quibi nutzen?

Doch welche Punkte sprechen nun dafür, dass Quibi doch erfolgreich werden könnte? Wir haben die Highlights für euch zusammengetragen:

  • Quibi konnte bereits jetzt hochqualitativen Inhalt und bekannte Namen für sich gewinnen. Dazu gehört unter anderem eine Doku-Serie über die Gründung von Snapchat mit Namen „Frat Boy Genius“, eine Reality-Show aus der Produktionsfirma von Jennifer Lopez und zwei Nachrichten Kurz-Formate von BBC. Zudem bestehen bereits Verbindungen zu den Filmemachern Sam Raimi („Tanz der Teufel“, „Spiderman“) und Guillermo del Toro („Pacific Rim“, „Shape of Water„), dem Produzenten Jason Blum („Get Out“, „Glass„), dem Musik-Mongul Justin Timberlake und zu Basketball Superstar Kobe Bryant. Zudem darf nicht vergessen werden, dass hinter dem ganzen Projekt Katzenberg selbst steht, der bereits in der Vergangenheit mehrfach mit Formaten Erfolg erzielen konnte, wo andere nur Risiken sahen.
  • Die mobilen Geräte werden bereits in 2019 das führende Tor zum Entertainment sein, wenn man rein die Zeit betrachtet, die Benutzer im Gegensatz zu TV oder PC an einem Gerät verbringen. Voraussagen der Branche sehen vorher, dass mobile Geräte dieses Jahr endgültig dem TV Gerät den Rang ablaufen werden. Bereits 2018 haben Erwachsene in den vereinigten Staaten durchschnittlich 3 Stunden und 35 Minuten pro Tag an ihrem Smartphone oder Tablet verbracht.
  • Quibi richtet sich als Zielgruppe primär an Millennials, welche aus eigenem Interesse immer mehr auf klassisches TV Programm verzichten und eher bereit sind, für Apps Geld zu bezahlen. Der Fokus innerhalb dieser Zielgruppe wird auf 25 – 35-jährigen liegen. Statistiken zeigen, dass 64% der 18 – 34-jährigen bereits heute für Apps Geld bezahlen, während es bei über 55-jährigen gerade mal 20% sind.

Letztendlich muss Quibi auch nicht wirklich mit Streaming-Plattformen wie Netflix & Co ins Gefecht gehen, da sich die Art der Formate grundsätzlich unterscheiden. Als Konkurrenz sind eher Soziale Netzwerke und Plattformen wie YouTube, Instagram und Facebook zu sehen, die ebenfalls auf eher kurze Formate setzen. Whitmans Ziel ist es nach eigener Aussage auch gar nicht, Zuschauer von anderen Plattformen zu stehlen. Viel mehr wollen sie etwas eigenes, neues schaffen, dass sich nahtlos in die Unterhaltungsindustrie einreiht und eine eigenen Daseinsberechtigung schafft.

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