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„Es stand auch weiterhin ein großer Programmieraufwand an und uns war klar, dass diese Übernahme mehrere Millionen Dollar kosten würde.“ Ian Howe, CEO bei Skybound Games

Am 21. September 2018 erreichte Mitarbeiter und Fans gleichermaßen die schlechte Nachricht: Telltale Games wird zu einem großen Teil teil nicht weiter existieren. Die Zukunft von Projekten zu „Minecraft, „Stranger Things“ so wie die finale Staffel von Telltales The Walking Dead hingen in der Schwebe. „Zu dem Zeitpunkt haben glaube ich alle von uns vermutet, dass es das war“ erzählt Brodie Anderson, ausführender Produzent der finalen Staffel des hauseigenen The Walking Dead Games.

Das Spiel wurde erstmals in 2012 veröffentlicht und ist ein Adventure-Game, dass in Kapiteln/Episoden veröffentlicht wird und diese dann, ähnlich einer TV-Serie, in Staffeln zusammenfasst. Nach über sechs Jahren seit seiner Entstehung besteht das Spiel aus über 4 Staffeln (inklusive einer Spin-Off Staffel über den Charakter Michonne) und gut 20 Episoden. Die Verkaufzahlen liegen weltweit bei über 50 Millionen Episoden. Zudem hat The Walking Dead mehrere „Game of the Year“ Auszeichnungen diverser Preisverleiher erhalten und zählt für viele Kritiker als das Spiel, dass das Adventure-Genre wiederbelebt hat.

„Das wirklich enttäuschende für uns war die Tatsache, dass wir Clementines Story nicht zu Ende erzählen konnten“ so Anderson. Zur Zeitpunkt der teilweißen Schließung des Betriebs waren gerade einmal zwei Episoden ausstehend, die die Handlung der finalen Staffel abschließen sollten.

Während die Mitarbeiter des Studios über die nächsten Wochen hinweg nicht wussten, wie es um das Spiel weiter bestehen würde, tüftelten Robert Kirkman, Autor des The Walking Dead Comics, sowie David Alpert bereits an einer Lösung. Gemeinsam mit ihrer Produktionsfirma Skybound Entertainment wollten Sie eine Lösung finden, um sowohl Entwicklern wie auch Fans einen würdigen Abschluss zu liefern.

Die größte Hürde hierbei war es, zeitig einen Plan auszuarbeiten, bevor die bereits eingearbeiteten Entwicklern sind anderen Projekten und Arbeitsgebern zuwenden. „Uns war von Anfang an klar, dass keiner das Franchise besser beendet könnte, als die Original-Entwickler des Spiels“ verrät Ian Howe, CEO bei Skybound Games. „Wir haben eine Risikoanalyse durchgeführt und unser Primärziel war es, die Entwickler nicht noch weiter in persönliche Probleme zu bringen, sei es finanziell oder anderweitig.“

Leider reicht eine empathische Einstellung allein nicht auf, was Howe spätestens bei der Analyse des finanziellen Aufwands klar wurde. „Es stand auch weiterhin ein großer Programmieraufwand an und uns war klar, dass uns diese Übernahme in unser kleines Studio mehrere Millionen Dollar kosten würde.“ Zum Glück konnte er auf die volle Unterstützung von Kirkman und Alpert zählen, deren einziges Ziel es war, den Original-Content zufriedenstellend fertigzustellen und das bestenfalls mit dem Team, das bereits seit Jahren an dem Spiel arbeitete.

Die Veröffentlichung der finalen Episoden erfolgte am 26. März 2019.

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