„Happy!“ Staffel 2 Kritik – Fröhliche Ostern

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Happy! Staffel 2
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In der zweiten Staffel der abstrus-chaotischen Serie „Happy!“ muss sich Hauptcharakter Nick Sax mit dem Osterhasen anlegen und alles dafür geben, ein besser Vater für Hailey zu sein

Happy! Staffel 2 Kritik

Von Anfang an war klar, dass Happy! es schwer haben wird, die eigene erste Staffel zu übertreffen oder überhaupt an sie ran zu kommen. Die Syfy-Serie, welche unmöglich mit den bisher gängigen Genres zu kategorisieren ist, brachte uns eine rasante und absurde erste Staffel, die sich in jeder Folge noch selbst zu übertreffen versuchte. Gespickt mit blutiger Action und einem Humor, der in mehreren Richtungen die Grenzen der Zuschauer testet bekamen wir die Story von Nick Sax (Christopher Meloni) präsentiert, der seine Tochter Hailey (Bryce Lorenzo) aus den Fängen eines Meth abhängigen Weihnachtsmannes befreien muss.

Happy! Staffel 2 Handlung

Happy! ©Syfy

Aufgrund der Ereignisse im Staffel 1 Finale startet die zweite Staffel um einiges ruhiger als von der Show gewohnt. Nick setzt alles daran, vom Alkohol wegzukommen und nach bestem Wissen und Gewissen ein besserer Vater für Hailey zu sein. Haileys Mutter Amanda (Medina Senghore) kämpft sich durch den Alltag während sie immer noch unter dem leidet, was sie gegen Ende der letzten Staffel in Sonny Shines (Christopher Fitzgerald) Turm gesehen hat. Ihr erinnert auch an die SM-Hamburger-Tüten-Käfer-Orgie? PTBS vorprogrammiert!

Unterdessen treibt der Dämon, der den Körper des Mafia-Boss Blue (Ritchie Coster) besessen hat im Gefängnis sein Unwesen. Sonny Shine ist auf einem Kreuzzug „to make Easter great again“ und Smoothie (Patrick Fischler) hat einen neuen Fetisch für Hasen entwickelt und einen Mann lebending gehäutet – also nicht viel neues an dieser Front. Meredith (Lili Mirojnick) hat ihren Job bei der Polizei verloren und arbeitet mittlerweile als Immobilien-Makler. Im Geheimen arbeitet sie weiterhin daran, Sonny Shine zur Strecke zu bringen, unter anderem mit einem dreidimensionalen Ermittler-Board, dass alles was Carrie Mathison in „Homeland“ jemals fabriziert hat problemlos in den Schatten stellt.

Happy! Staffel 2 Kritik

All diese Handlungsstränge scheinen allerdings recht zusammenhangslos für die ersten paar Episoden. Wo in Staffel 1 die Entführung von Hailey als roter Faden diente, fehlt uns ein solches Element anfänglich in den aktuellen Folgen. Die einzelnen Szenen fühlen sich somit nicht nur recht zusammenhangslos an, sondern es fehlt auch der Wettlauf gegen die Zeit, der durch die Entführung von Nicks Tochter jederzeit in Staffel 1 präsent war. Es gibt aber mehr als einen Grund, der Staffel doch eine Chance zu geben, und das mindestens für drei Episoden.

Zuallererst sei erwähnt, dass die Serie in keinster Weise ihren Humor und hochqualitative Gewalt verloren hat. Der imaginäre Freund Happy (gesprochen von Patton Oswalt) ist immer noch da und fungiert weiter als Nicks Partner und Gewissen und liefert weiterhin ausgezeichnete Anekdoten und Sprüche zu Nicks Verhalten. Die zweite Episode bringt zudem eine großartige Szene in der Nick und Hailey einen Vater-Tochter-Tag miteinander verbringen, die sich rasant von seltsam über wahnwitzig bis hin zu einfach nur traurig entwickelt. Der Staffelauftakt punktet mit einem Massaker in einem Lagerhaus, das uns sofort an Staplerfahrer Klaus erinnerte (wer kennt ihn noch?). Alles in allem bilden diese Elemente eine Staffel, deren Handlungsbogen nicht ganz so mitreißend ist wie die der ersten, uns weiterhin die Kernelemente liefert, die Happy! so besonders machen. Dies sollte ausreichen, um den Zuschauer bis zu dem Punkt zu bringen, an dem sie sich auch in Staffel 2 verlieben könnten: die dritte Episode.

Nicht ganz ohne Grund wird Syfy die ersten drei Episoden für Kritiker freigegeben haben, denn das ist der Moment, an dem die Staffel richtig startet. Die Action nimmt nochmal zu, die Handlungsstränge verknüpfen sich langsam und Smoothie hat eine Begegnung mit Hailey, die dem Zuschauer Falten auf die Stirn treibt. Außerdem schaut Ann-Margret für einen musikalischen Gastauftritt vorbei und spielt eine fiktionale Version von sich selbst, verpackt im typischen Happy!-Humor. Spätestens diese Folge gibt Hoffnung, dass Staffel 2 doch mit der ersten mithalten könnte, oder zumindest nahe ran kommt.

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Happy! Staffel 2 Fazit

Nach drei gesehenen Folgen steht ein finales Urteil weiterhin aus. Die bisher veröffentlichen Episoden machen Hoffnung, dass Happy! auch in seiner neuen Staffel den Zuschauer genauso begeistern kann wie in der ersten. Der Beweis hierfür steht allerdings noch aus. Von uns gibt es für den Auftakt 4/5 Sternen.

Happy! Staffel 2 Trailer

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Happy! Staffel 2 Fakten

Besetzung: Christopher Meloni, Lili Mirojnick, Patton Oswalt
Genre: Krimi, Action, Schwarzer Humor
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2017 (Staffel 1) / 2019 (Staffel 2)
Episodenlänge: 41-44 Minuten
Episoden: 8 (Staffel 1) / 18 (gesamt)
Network: Syfy (USA) / Netflix (Deutschland)

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Happy! Staffel 2

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Sven Hammer
Sven Hammer
Bereits im Alter von 5 Jahren saß Sven vor seinem ersten Personal Computer mit MS-DOS und kopierte Dateien anhand von Shell-Commands von A nach B. Die Begeisterung für Technik riss nie ab sondern wurde von Jahr zu Jahr mehr. So folgten nach und nach mehrere Konsolen, diverse PC-Systeme und die ersten Linux-Distributionen. Die ersten Schraub- und Lötarbeiten dauerten hingegen bis zu Sonys PSP an, die er blind in seine Einzelteile zerlegen, wieder zusammenfügen und mit diverser Homebrew versehen konnte. Während in der Jugend bei der Freizeitgestaltung noch Videospiele im Vordergrund standen, wurden diese in den Zwanzigern eher von TV Serien abgelöst. Heute umfasst seine Sammlung über 300 vollständige Serien und wächst stetig. Dementsprechend ist er bei CitizenZ hauptsächlich für die Serien-Sparte zuständig. Darüber hinaus ist Sven ein Mitgründer von CitizenZ und somit Mitglied von erster Stunde an.

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