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Unicorn Store Kritik

Seit heute können sich Netflix Zuschauer mal wieder eine gehörige Portion Seelenfutter besorgen. Wir erzählen euch in dieser Unicorn Store Kritik, wie gut der Film mit Captain Marvel und Nick Fury ist.

Unicorn Store Handlung:

Kit ist eine Frau mitten im Leben. Dieses verläuft jedoch nicht ganz so, wie sie es sich erhofft und erträumt hatte. Ihre künstlerische Karriere findet schon zu Beginn ein jähes Ende. Generell eckt sie vor allem mit ihrem kindlich verträumten und individuellen Dasein in der professionellen Welt an. Nachdem sie nun wieder in den Keller ihrer Eltern ziehen muss, entscheidet sie sich dafür in einem Büro zu arbeiten.

Eines Tages erhält sie eine mysteriöse Einladung in den „Store“. Dort angekommen, trifft sie auf Samuel L. Jackson, der ihr ein Einhorn schenken möchte, sobald sie verschiedene Bedingungen erfüllt. Sie soll ein würdiges Zuhause für das Fabelwesen bauen, Unglück, Hass und Missgunst aus ihrem Leben verbannen und Harmonie in ihrer Familie wieder herstellen. Natürlich ist das nicht alles so einfach, wie es klingen mag und wir folgen Kit bei ihren Bemühungen alles daran zu setzen ein Einhorn zu bekommen. Mehr möchten wir an dieser Stelle wie immer nicht verraten. Wie so oft raten wir euch auch hier dazu, dem Film eine Chance zu geben, und euch ein eigenes Bild über Unicorn Store zu machen.

Unicorn Store Kritik:

Mit einem Überfluss an Dramen, Science-Fiction Filmen und romantischen Komödien waren wir relativ froh darüber, mal wieder einen Film zu Gesicht zu bekommen, den man allgemein als „Feel-Good Movie“ bezeichnen könnte. Er liefert Futter für die Seele und lässt einen mit einem guten Gefühl zurück. Vor allem zeigt er dem Zuschauer, wie wichtig es manchmal sein kann, auf seinen Träumen, Wünschen und seinem Charakter zu beharren. Kein anderer Film hat in letzter Zeit so eindrücklich unterstrichen, dass man sich selbst so akzeptieren sollte wie man ist.

So treffen wir in Unicorn Store auf eine etwas an die Non-Sense Werke erinnernde Story. In gewissen Szenen mit gewissen Dialogen wird es schwer, nicht an Alice im Wunderland zu denken. Denn ähnlich naiv und voller Glauben an Wunder und das Unmögliche, führt uns auch hier die Protagonistin durch ein Abenteuer. Zwar spielt sich dieses hauptsächlich in der Realität ab, aber was ist schon real im Leben. Die Handlung beschert uns somit einige wahnwitzige Begebenheiten, die dann wiederum in einem starken Kontrast zu anderen stehen. Im einen Moment befinden wir uns mit Kit im Unicorn Store und man unterhält sich über Einhörner und was sie gerne essen. Im anderen Moment wird uns schlagartig bewusst, wie normal Kit doch mit ihren übrigen Problemen ist.

Unicorn Store schafft es somit auf unterhaltsame, aber dennoch phantastische Art, Probleme und Themen zu behandeln, die man so eigentlich nur aus Dramen kennt. Genau diese Herangehensweise ist es, die den Film so einzigartig macht. Ein komplett neuer Blickwinkel auf Karriere, Misserfolg und tiefliegende Kindheitstraumata wird in diesem Netflix Film zusammen mit Fabelwesen, Magie und Phantasie verpackt. Zwar ist man sich nicht ganz sicher, ob diese Probleme eher eine Nebenhandlung darstellen. Das ändert jedoch nichts an der Brisanz, die man ihnen zuschreibt.

Des öfteren erleben wir eine junge Frau, die sich vor ihren Problemen oft verstecken möchte. Das macht Unicorn Store trotz seiner schrägen Storyline zu einem Film, mit dem man sich an manchen Stellen identifizieren kann. Außerdem werden Themen vor allem gegen Ende des Films angerissen, die darauf hinweisen, dass es nie nur um das Einhorn ging. Kit ist ständig an der Aufgabe dran, ihr Leben so zu gestalten, dass sich ein Einhorn bei ihr wohlfühlen würde. Dazu gehört nun mal nicht nur das offensichtliche, sondern auch ihre Seele und ihre Psyche gehört aufgeräumt. So entwickelt sich der Film zu einem Feel-Good Movie, der wieder mal seinen Namen verdient. Selbstverständlich wollen wir das Ende nicht verraten, aber nichtsdestotrotz ist der Film schön anzusehen.

Jedoch ist bekanntlich nicht alles Gold, was glänzt, beziehungsweise Glitzer im Falle von Unicorn Store. Trotz dem guten Gefühl, das der Zuschauer nach dem Anschauen dieses Netflix Films hat, kommt man nicht an der Kritik vorbei. Wie bereits erwähnt ist vor allem die Charakterzeichnung von Kit etwas dürftig. Ihre Naivität ist äußerst stark ausgeprägt und daher schon fast unrealistisch. Jedoch kann man das natürlich auf die Begebenheiten des Films selbst schieben. Wenn wir uns über Einhörner unterhalten, ist sowieso bereits jegliche Authentizität hinüber.

Wir hätten uns an der ein oder anderen Stelle auch durchaus mehr Tiefgang gewünscht. Ein Film, welcher viele Themen und vor allem Probleme behandelt, kann hier mehr Substanz zeigen, als es Unicorn Store getan hat. Für unsere Verhältnisse und der besprochenen Diskussionen, ist er zu oberflächlich an die Materie heran gegangen. Zwar hat das Ende hier wieder etwas das Ruder rumreißen können. Nichtsdestotrotz hätten wir gerne mehr gesehen.

Über die technische Leistung des Films kann man sich nur wenig beschweren. Wir bekommen viel Rosa, viel Glitzer und viel Kitsch präsentiert. Somit wird Kits Leben eindrücklich auf den Zuschauer projiziert. Die Kameraführung und die dargestellten Bilder waren einwandfrei, auch wenn nicht unbedingt etwas Besonderes. Aber vielleicht hätte hier mehr Extravaganz auch die Sicht vom Wesentlichen abgelenkt. Die schauspielerische Leistung war durchaus solide. Das ist vor allem dann hervor zu heben, wenn man bedenkt wie schräg manche Figuren in Unicorn Store sind.

Fazit der Unicorn Store Kritik:

Wir müssen schon zugeben, dass der neueste Netflix Film mit Sicherheit kein sonderlich intellektuelles Werk darstellt. Dennoch bekommt er in unserer Unicorn Store Kritik 3,5 von 5 Sterne.

Weitere Film und Serien Kritiken:

Unicorn Store Trailer:

Unicorn Store Fakten:

Besetzung: Brie Larson, Samuel L. Jackson, Joan Cusack, Bradley Whitford, etc.
Regisseur: Brie Larson
Genre: Feel-Good, Dramedy
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2019 (Netflix), 2017 (Toronto Film Festival)
Länge: 92 Minuten <
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Überblick der Rezensionen
Unicorn Store
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Juliane Klein
Direkt in die Popkultur hinein geboren, merkte Juliane bereits in ihren Kinderschuhen, dass Filme und Serien ein großes Hobby werden. Doch auch die Liebe zu Videospielen und Gaming wurde bereits in ihren Kindheit entfacht. Nach jahrelangem Konsum von verschiedensten verfilmten, animierten, geschriebenen und virtuellen Welten, möchte Juliane nun diese Leidenschaft an das World Wide Web weitergeben. Ihr Aufgabengebiet umfasst bei CitizenZ vor allem Filme und Games. Wer sich also schon immer gefragt hat, wer diese unzähligen Rom-Coms bei Netflix anschauen muss: das ist ihre Aufgabe. Dabei würde sie eigentlich am liebsten ein Fantasy Epos rezensieren und danach auf der PlayStation 4 ihren Emotionen freien Lauf lassen. By the way ist sie auch eine der Gründer von CitizenZ!

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