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The Perfect Date Kritik

Seit heute kann man auf Netflix endlich das neueste Teenie Drama bzw. die neueste Dramedy anschauen. Wir erzählen euch, in unserer The Perfect Date Kritik, ob der Film in unseren Augen sehenswert ist, oder doch nur alte Kamellen präsentiert.

The Perfect Date Handlung:

Wir treffen in The Perfect Date auf den Schüler Brooks in seinem letzten Jahr an der High School. Sein größter Traum ist es, seine Heimatstadt zu verlassen um in Yale zu studieren. Die Noten dazu hat er auf jeden Fall. Doch sowohl finanziell als auch persönlich scheitert es noch an der ein oder anderen Stelle. So weiß er bislang nicht, was genau er in seinem Bewerbungsschreiben über sich erzählen soll. Die finanzielle Situation versucht er mit einer neuen Geschäftsidee in den Griff zu bekommen.

Mithilfe seines besten Freundes entwickelt er eine App, um sich verschiedenen Mädchen als Begleiter anzubieten. Quasi ein Escort/ Datingservice für Teenager. Während diesen Dates ist er genau das, was die Mädchen von ihm verlangen. Er ist Kunstliebhaber, der Schwiegermutter Schreck oder einfach nur ein netter Begleiter. Noch vor seinem neuen Nebenjob trifft er auf Celia, mit der er sich gut versteht. Wie es aber weitergeht, und ob Brooks seinen Traum noch erfüllen kann, wollen wir an dieser Stelle selbstverständlich nicht verraten.

The Perfect Date Kritik:

Da ist schon wieder einer. Ein Film im Stil einer Dramedy für die jüngere Zielgruppe. Das ist nicht nur eindeutig, wenn man das Setting betrachtet. Auch die Darstellung eines sehr jungfräulichen und unschuldigen Escort Services wirkt wie zugeschnitten auf die Zielgruppe 13 bis 18-Jähriger. Auf Anhieb wirkte das auf uns erstmal nicht abschreckend. Netflix hatte bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass unter den unzähligen Originals doch einige gute Werke zu finden sind, die auch der älteren Generation gefallen könnten. Bei The Perfect Date waren wir im Endeffekt jedoch etwas zwiegespalten. Zwar war es kein schlechter Film, und gewiss hatte er an der ein oder anderen Stelle seinen gewissen Charme. Aber die guten Themen, die der Film angesprochen hatte, wurden wieder mal massentauglich mit einer seichten und sehr vorhersehbaren Liebesgeschichte übermalt.

So wusste man bereits nach den ersten paar Minuten, worauf der Film hinaus laufen wird. Zumindest was die Liebesgeschichte anbelangt. Dennoch war The Perfect Date nicht komplett unnötig, und konnte mit einigen Themen manch Zuschauer begeistern. So stellten wir wieder mal erfreut fest, dass Netflix abermals einem homosexuellen Teenager eine Plattform darbot. Dies ist uns bereits bei vorherigen Netflix Filmen und Serien aufgefallen und ist durchaus erwähnenswert. Egal ob Chilling Adventures of Sabrina, 13 Reasons Why oder sonstige Netflix Originals. Die Macher dieser Teenie Werke schaffen es stets, die LGBTQ Gemeinde mit in ihr Repertoire aufzunehmen und diese zu repräsentieren. Zwar zählen wir uns selbst nicht zu der älteren Generation, aber in unserer Teenager Zeit konnte man in Film und Fernsehen kaum fiktive Charaktere antreffen, die schwul, lesbisch, queer, bi oder transgender waren. Dass diese nun immer mehr in Filme oder Serien eingebunden werden, gehört für uns mittlerweile dazu, und sollte auch weiterhin als das Normalste der Welt dargestellt werden.

Ein weiteres großes Thema von The Perfect Date ist, wie am Anfang bereits ersichtlich, Brooks Suche nach seiner Identität. So wird er gleich zu Beginn vor die Frage gestellt, wer er denn eigentlich sei. Dass ein 18-Jähriger nicht unbedingt eine Antwort auf solch eine Frage hat, muss man hier wohl kaum erwähnen. Dennoch versucht der Film es relativ gut zu veranschaulichen, dass Brooks seinen Traum von Yale wohl nur erfüllen kann, wenn er eine Antwort auf solch Fragen findet. Auf ziemlich einleuchtende und mit Nachdruck betonte Art und Weise zeigt der Film, dass Brooks dermaßen damit beschäftigt ist, jemand anderes zu sein, dass er vergisst zu erforschen, wer er eigentlich ist. Wir halten das zwar für eine gute Thematik, die der Teenie Film hier an den Tag legt. Aber sonderlich neu ist diese Art der Diskussion auch nicht. Zwar wurde die Herangehensweise eher unkonventionell mit dem Dating Service begleitet. Aber dass dann wieder der alte träge Lovestory Filter darüber platziert wurde, hätte an dieser Stelle nicht sein müssen.

Trotz guter Themen und dem Versuch aus dem Film eine „Coming-of-Age“ Geschichte zu machen, hinterlässt die öde Lovestory einen unnötigen, bitteren Nachgeschmack. Das trübt ein wenig den Blick auf die wesentlichen und relevanten Punkte von The Perfect Date. Denn dadurch wird er leider nur zu einem der unzähligen Teenie Liebesgeschichten, von denen wir nicht nur durch Netflix überhäuft werden. Selbstverständlich möchten wir diese auf gar keinen Fall verteufeln, denn da sind mitunter auch wirklich gute und innovative Liebesgeschichten dabei. Aber würde man The Perfect Date anhand seiner romantischen Eigenschaften rezensieren, wäre er doch durch seine Lieblosigkeit glatt durchgefallen. Lediglich die grundlegenden und tiefgreifenden Diskussionen schaffen es dann, den Film doch noch sehenswert zu machen, auch wenn dies stark überschattet wird.

In Sachen Technik gibt es bei The Perfect Date kaum Grund zur Beanstandung. Wie von Netflix gewohnt, bekommen wir eine solide Qualität präsentiert. Auch die Schauspieler, welche ihre Karriere aktuell erst begonnen haben, konnten uns überzeugen. Nichtsdestotrotz ist die Charakterzeichnung der einzelnen Figuren eher dürftig anstatt gut ausgereift zu definieren. Die Schauspieler, wie beispielsweise Noah Centineo, konnten dennoch eine solide Leistung an den Tag legen.

Fazit der The Perfect Date Kritik:

Das neue Netflix Teenie Drama ist bei Weitem nicht das beste, was wir in der vergangenen Zeit gesehen hatten. Jedoch bekommt der Film trotz seiner fehlenden Einzigartigkeit in unserer The Perfect Date Kritik noch gut gemeinte 3 von 5 Sterne.

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The Perfect Date Trailer:

The Perfect Date Fakten:

Besetzung: Noah Centineo, Laura Marano, Camila Mendes, Matt Walsh, etc.
Regisseur: Chris Nelson
Genre: Comedy, Teenie, Dramedy
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2019
Länge: 89 Minuten
Network: Netflix

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Überblick der Rezensionen
The Perfect Date
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Juliane Klein
Direkt in die Popkultur hinein geboren, merkte Juliane bereits in ihren Kinderschuhen, dass Filme und Serien ein großes Hobby werden. Doch auch die Liebe zu Videospielen und Gaming wurde bereits in ihren Kindheit entfacht. Nach jahrelangem Konsum von verschiedensten verfilmten, animierten, geschriebenen und virtuellen Welten, möchte Juliane nun diese Leidenschaft an das World Wide Web weitergeben. Ihr Aufgabengebiet umfasst bei CitizenZ vor allem Filme und Games. Wer sich also schon immer gefragt hat, wer diese unzähligen Rom-Coms bei Netflix anschauen muss: das ist ihre Aufgabe. Dabei würde sie eigentlich am liebsten ein Fantasy Epos rezensieren und danach auf der PlayStation 4 ihren Emotionen freien Lauf lassen. By the way ist sie auch eine der Gründer von CitizenZ!

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