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Chambers Kritik

Seit Freitag haben wir endlich mal wieder Zugriff auf eine neue Netflix Serie. Wie gut diese ist, und ob sie einem den Atem rauben kann, erfahrt ihr in unserer Chambers Kritik.

Chambers Handlung:

Sasha lebt mit ihrem Onkel Big Frank allein in Cottonwood. Eines Tages ereilt sie jedoch einen herben Schicksalsschlag, denn Sashas Herz bleibt stehen. Im Nu bekommt sie ein Spenderherz. Dieses entstammt der beliebten und reichen Becky, die mit ihrer Familie in einem etwas gehobeneren Ort lebt, und aufgrund eines Stromschlags unter der Dusche starb. Während Sasha mit ihrem neuen Herz lebt, beginnt die Familie von Becky mit ihr Kontakt aufzunehmen. Im weiteren Verlauf passieren mit Sasha immer seltsamere Dinge. Auf unerklärliche Art und Weise entsteht eine Verbindung zwischen den zwei Mädchen, und Sasha möchte nun unbedingt herausfinden, was es damit auf sich hat.

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Chambers Kritik:

Netflix selbst hatte Chambers als eine Horror/ Thriller Serie deklariert. Viel Horror hat sie nicht wirklich zu bieten, außer dass in insgesamt 10 Episoden vielleicht 3 oder 4 Jump Scares eingebaut wurden. Dass diese noch lang nicht ausreichen, um ein Werk zu einem Horrorszenario aufsteigen zu lassen, ist demnach selbsterklärend. Der Thriller Aspekt ist jedoch etwas ganz anderes. Denn auch wir würden die Netflix Serie genau in diese Sparte eingliedern.

So birgt natürlich die oben beschriebene Handlung viel Potential, um aus Chambers eine waschechte Thrillerserie zu generieren. Zwar gelang dies nicht immer, aber versucht hatte man es trotzdem. Ich möchte damit nicht verlauten lassen, dass die Handlung nicht spannend sei. Jedoch weißt sie an der ein oder anderen Stelle doch enorme Längen auf. Was zwar als Stilmittel genutzt werden sollte, wirkt in einer packenden Handlung dann manchmal als Lückenfüller. Dadurch beschleicht dem Zuschauer das ungute Gefühl, dass man die Serie auch locker hätte kürzen können. Zu erwähnen sind hier die oft unpassenden Slow Motion Einstellungen.

Nichtsdestotrotz kann Chambers in vielerlei Hinsicht mit seiner Story punkten. Was zu Beginn wie ein Portrait unterschiedlicher Gesellschaftsschichten aussieht, entpuppt sich relativ zügig zu einem großen Gesamtpaket aus vielen verschiedenen Diskussionen. Zwar muss man auch etwas Übernatürlichkeit und Mystery abhaben können, um die Serie anschauen zu können. Aber wie diese Elemente verpackt sind, hat uns doch sehr angetan. Hierbei wurde auch die Thematik rund um die indigenen Völker im Süden der USA behandelt. So hatte man für die Mystery Faktoren doch gute Rahmenbedingungen geschaffen, in welcher sie sich vollends entfalten konnten.

Selbstverständlich hat die Behandlung vieler verschiedener Themen sowohl seine Vor- als auch seine Nachteile. Negativ kann man hier vor allem die Tatsache auffassen, dass Chambers versucht zu viel und zu oft neue Themen und Konflikte einzuführen. Uns persönlich ist das jedoch eher positiv aufgefallen. Denn die Netflix Serie verpackt ihre Story geschickt in verschiedenste Themen, die trotz ihrer Unterschiede doch ein gutes Zusammenspiel aufweisen. Hier passt in unseren Augen das Eine zu dem Anderen, und bietet dem Zuschauer ein ausgereiftes und durchdachtes Gesamtpaket. Man hat hier großen Wert darauf gelegt, dass die Handlung nicht ganz so abwegig aussieht, wie sie zumindest in der Beschreibung klingt.

Technisch gesehen ist auch diese Netflix Originals Serie wieder auf höchstem Niveau. Vor allem die Bildgewalt kann hier dem Zuschauer oft eine schöne Aussicht bieten. Generell zeigt auch die Kameratechnik hier eine gute bis sehr gute Qualität. Oft hatte man auf konventionelle Kameraeinstellungen verzichtet, und zeigt Dialoge und Szenen aus ungewöhnlichen Blickwinkeln. Das hat uns persönlich ziemlich gut gefallen und zeugt von einer gewissen Einzigartigkeit.

In Bezug auf die Schauspieler gibt es bei Chambers ebenfalls kaum Grund zum Meckern. Obwohl die Charaktere oftmals ziemlich verquer und seltsam erscheinen, war die schauspielerische Leistung stets solide. Lediglich unsere Protagonistin Sasha hätte an der ein oder anderen Stelle etwas authentischer sein können. Sie wirkt doch an einigen Stellen kühl und unnahbar.

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Fazit der Chambers Kritik:

Die Netflix Serie hatte offensichtlich ihre Höhen und Tiefen. Neben atemberaubenden Bildern, kann auch die Story an der ein oder anderen Stelle fesseln und mitreißen. Wir vergeben daher 3,5 von 5 möglichen Sternen in unserer Chambers Kritik.

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Chambers Trailer:

Chambers Fakten:

Besetzung: Sivan Alyra Rose, Uma Thurman, Griffin Powell-Arcand, Tony Goldwyn, Lilliya Reid, Nicholas Galitzine, Marcus LaVoi, etc.
Genre: Thriller, Horror
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2019
Länge: ca. 45-60 Minuten pro Folge
Episoden: 10 Folgen
Network: Netflix


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