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The Society Kritik

Ab morgen könnt ihr auf Netflix eine neue Originals Serie begutachten. Warum wir euch die Serie wärmstens empfehlen, erfahrt ihr in dieser The Society Kritik.

The Society Handlung:

Wir befinden uns in einem kleinen Städtchen namens West Ham. Unser Hauptaugenmerk gilt der Abschlussklasse der dort ansässigen High School. Doch die Idylle ist trügerisch, denn die Stadt wird schon seit längerem von einem unausstehlichen Gestank heimgesucht. Eines Tages ist es kaum noch auszuhalten und die Abschlussklasse wird auf einen spontanen Ausflug in einen Nationalpark geschickt.

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Doch aufgrund von Unwettern kommen sie dort niemals an und werden prompt wieder nach Hause gefahren. Dort angekommen, merken die Teenager, dass absolut niemand mehr in der Stadt zu sein scheint. Bereits am darauffolgenden Tag wird alles nur noch mysteriöser. Alle Ausgänge und Abfahrten aus der Stadt sind zugewuchert, und auch die Eltern kommen allem Anschein nach nicht wieder zurück. Es entwickelt sich eine ähnliche Dynamik und Geschichte, die den meisten aus Herr der Fliegen unheimlich bekannt vorkommt.

The Society Kritik:

Zugegeben waren wir zu Beginn von The Society etwas zwiegespalten. Einerseits hatten wir nicht sonderlich viel Lust darauf ein weiteres undurchdachtes und liebloses Teenie Drama mitzuerleben. Andererseits wussten wir auch zu Beginn nicht, was genau sich hier eigentlich abspielt. Doch spätestens am Ende der ersten Episode waren wir vollkommen hin und weg. Wenn wir hier von einer modernen Erzählung des literarischen Meisterwerks Herr der Fliegen sprechen, dann möchten wir damit nicht übertreiben.

Die Handlung, die Themen, die Diskussionen, die uns in The Society präsentiert werden, zeigen haufenweise Parallelen zu dem Meisterwerk. Dabei wirkt die Netflix Serie keineswegs wie eine billige Kopie. Mussten wir uns zu Beginn noch mit manch pubertierender Teenager Dramatik abfinden, wird doch diese bald zu etwas gänzlich anderem. Dabei beweist The Society nicht nur massives Geschick, was auch schwierige und schwer verdauliche Themen anbelangt. Die Netflix Serie wirkt auch konsequent durchdacht, besitzt viel Liebe zum Detail und schafft es den gesunden Menschenverstand und Authentizität zu wahren.

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Über die Handlung kann man hier kaum ein schlechtes Wort verlieren. Hatten wir vor allem zum Auftakt der Serie noch Bedenken, dass diese in eine Mystery Schiene abrutschen könnte, um etwaigen wichtigen Erklärungen aus dem Weg zu gehen, wurden die offenen Fragen offen und ehrlich thematisiert. So hatten auch die Teenager, ähnlich wie der Zuschauer selbst, verschiedenste Antworten parat, auf die Fragen was mit ihnen geschehen ist und wo sie sich eigentlich befinden. Neben Erklärungen wie Paralleluniversen, der Matrix oder Zeitreisen, wurde hier nichts ausgelassen. So ziemlich alle Hypothesen und Theorien zu ihrer eigenen Geschichte, die sich auch der Zuschauer ausmalt, wurden hier angeschnitten.

Besonders gut im Sinne der Handlung war in unseren Augen der große Fokus auf Authentizität. Jegliche Entscheidungen, jegliches Chaos und jegliche Vorfälle, kannten wir nicht nur aus Herr der Fliegen, sondern entsprang auch unserer eigenen Vorstellungskraft. Man hatte hier sichtlich das Gefühl, die Macher von The Society hätten sich ernsthaft mit dem Thema „Was wäre wenn“ auseinandergesetzt. Dabei wirkt die Handlung in keinster Weise künstlich. Auch die unterschiedlichen Spannungen, die aufgebaut wurden, wirkten ehrlich und im Sinne der Realität.

Alle aufkommenden Diskussionen von The Society hier komplett zu rezensieren, würde definitiv zu viel Zeit und Raum in Anspruch nehmen. So geht es vorrangig natürlich erstmal darum, wie eine Zivilisation bzw. eine Gesellschaft in diesem Zusammenhang entsteht. Die Teenager werden hier mit allerlei Probleme konfrontiert, auf die sie sich erst noch einstellen müssen. Sie müssen lernen, nicht nur sich um sich selbst zu kümmern, sondern auch für ihre Gemeinschaft zu sorgen.

Die Technik ist sicherlich nichts Atemberaubendes. Das hat uns in dem Sinne zugetan, da so der Fokus nicht auf irrelevante Faktoren gelenkt wurde. Man konnte sich aufgrund der realitätsnahen und echten Machart voll und ganz auf die Geschichte selbst konzentrieren. Auch die Schauspieler konnten durchweg überzeugen. So konnten diese nicht nur mit ihren teils schwierigen Charakteren umgehen, auch die Entwicklung der Figuren blieb in keinem der Fälle auf der Strecke.

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Fazit der The Society Kritik:

Wir waren überaus fasziniert und die Überraschung war groß, als wir für euch die neue Netflix Serie vorab anschauen durften. Wir ziehen unseren Hut vor der modernen Herr der Fliegen Erzählung und vergeben daher in unserer The Society Kritik 4 von 5 Sterne.

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The Society Trailer:

The Society Fakten:

Besetzung: Kathryn Newton, Rachel Keller, Gideon Adlon, Jacques Colimon, Olivia DeJonge, Alex Fitzalan, Kristine Froseth, Jose Julian, Natasha Liu Bordizzo, Alex MacNicoll, Jack Mulhern, Salena Qureshi, Grace Victoria Cox, Sean Berdy, Toby Wallace, Benjamin Breault, Naomi Oliver
Genre: Drama
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2019
Länge: ca. 60 Minuten pro Folge
Episoden: 10 Folgen
Network: Netflix


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8 Kommentare

  1. Anteile vom Herrn der Fliegen sieht man durchaus im Zusammenleben der jungen Leute. Die Hintergrundgeschichte klingt allerdings stark nach dem Rattenfänger von Hameln, der, um seinen Lohn geprellt, wieder kommt und mit seiner Flöte pfeift (Hinweis durch den Namen Pfeffer?) , die Kinder der Stadt fort lockt (130 an der Zahl) und diese durch einen Berg in ein Tal führt. Der Berg schließt sich hinter ihm und den Kindern und die Hamelner kommen an sie nicht mehr heran. Also erklären sie ihre Kinder für tot und beginnen ein neues Leben mit einer neuen Zeitrechnung (Symbol gelbe Schleifchen und Gedenktafel?).

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