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Stranger Things Staffel 3 Kritik

Seit gestern haben Fans von Stranger Things endlich wieder Grund zur Freude. Passend zum US-amerikanischen Unabhängigkeitstag veröffentlichte Netflix die neueste Staffel der Serie rund um Elfie und ihre Freunde. Doch ob die Serie weiterhin ihre Qualität halten kann oder so langsam abflaut, das erfahrt ihr hier in unserer Stranger Things Staffel 3 Kritik.

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Stranger Things Staffel 3 Handlung:

Für die Kids in Hawkins startet der Sommer, wie er für Kinder sein sollte. Man genießt seine Freizeit in der Mall, nimmt einen Ferienjob an oder verbringt Zeit im Schwimmbad und mit seinen Freunden. Vor allem Elfie und Mike verbringen sehr viel Zeit miteinander, was gewisse Spannungen bei Hopper auslöst.

Doch Will merkt schnell, dass etwas nicht stimmen kann. Er spürt die Anwesenheit des Mindflayers. Auch Joyce realisiert, dass etwas ganz und gar nicht normal abläuft, denn alle Magnete scheinen auf einmal nicht mehr magnetisch zu sein. So bilden sich kurzerhand wieder kleine Teams, die alle ihre eigenen Rätsel zu lösen haben. Denn auch Steve und Dustin sind einer großen Sache hinterher. In der Mall scheint es eine geheime russische Basis zu geben.

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In dieser Staffel läuft alles etwas anders. Das Böse aus der anderen Welt versucht eine neue Strategie, und wie bereits in Staffel 2 angedeutet, sucht sich der Mindflayer Wirte, die er besetzen kann. So muss Max‘ Bruder Billy darunter leiden und wird kurzerhand zum ersten Wirt. Soweit so gut, doch die Ereignisse spitzen sich zu und finden bereits in den ersten wenigen Episoden ihren Höhepunkt. Ob die Kinder, Joyce und Hopper das große Problem lösen können und den Mindflayer wieder verjagen können, möchten wir an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Macht euch selbst ein Bild und taucht ein in die 80er Jahre der Stadt Hawkins. Es lohnt sich!

Stranger Things Staffel 3 Kritik:

Viel zu lange mussten wir nun auf die 3. Staffel Stranger Things warten. Staffel 2 wurde im Oktober released, doch der Start von Staffel 3 hatte sich bis zu diesem Sommer hingezogen. Daher mussten Fans, zu denen auch wir zählen, mehr als anderthalb Jahre auf eine Fortsetzung warten. Doch nun ist es endlich soweit, und der Grund, warum Stranger Things dieses mal im Sommer und nicht im Oktober spielt, wird einem schnell klar. Hier hatten sich die Macher viel Mühe gegeben, die aktuelle Jahreszeit in ihrer Handlung unterzubringen.

Stranger Things ©Netflix

Nach einer fulminanten 1. Staffel und einer, im Vergleich, eher schwachen 2. Staffel, bekommen wir nun wieder eine hervorragende Story präsentiert. Hier müssen wir kurz erwähnen, dass wir Staffel 2 mit Sicherheit nicht schlecht reden wollen, aber an die Qualität der 1. Staffel konnte diese nicht heran reichen. So hatten wir natürlich auch bei der jetzigen Staffel unsere Bedenken. Auch die Angst, dass die 3. Staffel noch mehr Qualität einbüßen musste, schwang vor dem Anschauen mit. Wir bemerkten zwar, dass der große Überraschungseffekt aus Staffel 1 nicht mehr präsent war, da wir bereits einige Zeit im Stranger Things Universum verbracht haben. Aber als kritisch würden wir dies in Staffel 3 nicht beurteilen. So beginnt Stranger Things sehr locker mit einer kurzen Einleitung in die aktuellen Beziehungen der Charaktere untereinander, aber die Hauptstory und das große Ganze startet bereits sehr früh.

Viele Male ertappten wir uns dabei, noch einmal nachzuschauen, bei welcher Episode wir gerade feststecken. Denn bereits ab Folge 3 besitzt Stranger Things 3 eine Dynamik und ein Tempo, welches dem Zuschauer fast schon ein „Finale-Gefühl“ vermittelt. Doch obwohl der Spannungsbogen somit bereits sehr früh angezogen wird, können wir auch diesen Teil nicht kritisieren. Stellt euch vor, ihr würdet Stranger Things schauen, und jede Episode würde euch dermaßen anspannen, als wäre es das Finale. Zwar haben wir auch in den kommenden Episoden, somit auch in der zweiten Hälfte der Staffel, immer mal wieder kleine Verschnaufpausen, aber es bleibt dennoch fast unerträglich spannend.

Dies ist zwar für eine Serie äußerst ungewöhnlich, dass sie sich bereits ab dem Beginn anfühlt, als wären wir schon im Endspurt. Dennoch bekommen wir als Zuschauer aber genau das präsentiert, was Stranger Things ausmacht. Der Witz, der oft auf der Naivität der Kinder und Jugendlichen fußt, ist weiterhin mit großer Ehrlichkeit porträtiert. Die herausragende Darbietung der Freundschaft unter den Kindern, die Obsession in welche Joyce sich ab und an hinein verfrachtet. All das ist es, was Stranger Things so liebenswert macht, und von einer großen Auseinandersetzung mit den einzelnen Charakteren zeugt.

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Und obwohl wir dachten, dass man nach Staffel 2 keine große Charakterentwicklung mehr erwarten dürfte, wurden wir auch hier eines Besseren belehrt. Die Kinder entwickeln sich langsam zu Jugendlichen. Diese Entwicklung ist allgegenwärtig und wird gekonnt in die Handlung eingebaut. Auch die Charaktere Joyce und Hopper haben noch so einige Facetten zu bieten, und zeigen sich in manchen Szenen von einer ganz neuen Seite.

Doch neben der rasanten Story, die dieses Mal in unseren Augen als ganz großes Kino beschrieben werden kann, gibt es noch weitere Themen in Stranger Things 3. Einen großen Platz nimmt hier vor allem die Freundschaft ein. Durch das Heranwachsen der Kinder mitsamt den Erfahrungen der ersten Liebe, gewinnt dieses Thema eine neue Dynamik. Einige der Freundschaften werden auf eine Zerreißprobe gestellt, und die Bande der 4 Jungs muss neu kalibriert werden. Die Macher der Serie hatten sich intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt.

Ein weiterer omnipräsenter Aspekt der Serie ist seine zeitgeschichtliche Einbettung. In Stranger Things werden wir in die Mitte der 80er Jahre geworfen. Dadurch kreierten die Macher eine Atmosphäre, welche für manch Zuschauer nur allzu vertraut wirkt. Einige von uns sind bekanntlich selbst in den 80er Jahren groß geworden und haben hier ihre Kindheit verbracht. Demnach kann man sich auch als Erwachsener ziemlich gut mit den Kids in Stranger Things identifizieren.

Technisch gesehen ist auch die 3. Staffel von Stranger Things wieder einwandfrei. In gewohnt qualitativ hochwertiger Verfassung bekommen wir die Netflix Serie auf dem TV dargestellt. Dabei waren wir dieses Mal auch wieder von den verschiedenen Special Effects begeistert, die mit Sicherheit von einem großen Budget in der Produktion profitieren konnten.

Zu guter letzt gilt es jedoch die Schauspieler zu würdigen. Neben Winona Ryder, die ihre Rolle als teils obsessive und fürsorgliche Mutter mit Bravour meisterte, müssen wir natürlich auch über die Kids sprechen. Alle zeigten eine solide bis sehr gute Darstellung ihrer Rollen und glänzten mit ihrer Ehrlichkeit.

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Fazit der Stranger Things Staffel 3 Kritik:

Mit Sicherheit haben wir mittlerweile so viel von Stranger Things gesehen, dass der große Überraschungsmoment der Serie eher ausbleibt. Dafür tauchen wir erneut in eine Atmosphäre ein, die uns in ihren Bann zieht. Wir vergeben daher volle 5 von 5 Sternen in unserer Stranger Things Kritik zur 3. Staffel.

Stranger things Staffel 3 Spoiler Talk

Auch interessant:

Stranger Things Staffel 3 Trailer:

Stranger Things Staffel 3 Fakten:

Besetzung: Winona Ryder, David Harbour, Millie Bobby Brown, Finn Wolfhard, Gaten Matarazzo, etc.
Regisseur: Duffer-Brüder
Genre: Science-Fiction, Mystery, Drama  
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2019
Länge: 41–64 Minuten 
Network: Netflix


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Überblick der Rezensionen
Stranger Things Staffel 3
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Juliane Klein
Direkt in die Popkultur hinein geboren, merkte Juliane bereits in ihren Kinderschuhen, dass Filme und Serien ein großes Hobby werden. Doch auch die Liebe zu Videospielen und Gaming wurde bereits in ihren Kindheit entfacht. Nach jahrelangem Konsum von verschiedensten verfilmten, animierten, geschriebenen und virtuellen Welten, möchte Juliane nun diese Leidenschaft an das World Wide Web weitergeben. Ihr Aufgabengebiet umfasst bei CitizenZ vor allem Filme und Games. Wer sich also schon immer gefragt hat, wer diese unzähligen Rom-Coms bei Netflix anschauen muss: das ist ihre Aufgabe. Dabei würde sie eigentlich am liebsten ein Fantasy Epos rezensieren und danach auf der PlayStation 4 ihren Emotionen freien Lauf lassen. By the way ist sie auch eine der Gründer von CitizenZ!

8 Kommentare

  1. Sandra Borgmann(hörend) in der Nebenrolle als eine gehörlose Frau ist nicht geeignet. Ich bin taub und kann besser beurteilen. Man kann die Gebärdensprache (DGS=Deutsche Gebärdensprache) nicht in Crash-Kurs belegen, schon gar nicht, wenn man untalentiert ist. Es gibt sehr wohl gute bis sehr gute gehörlose Schauspieler/innen. Man braucht nur im Internet nachzuschauen. „Jenseits der Stille“, „Gottes vergessene Kinder“ Soapserie „switched at birth“ etc. sind unglaublich erfolgreich mit echten gehörlosen Darstellern. Mir ist es schon klar, daß diese Nebenrolle ein winzige Rolle im“Dark“ spielt. Dennoch als Gehörloser, gleichzeitig als Augenmensch empfinde ich sehr störend

    • Lieber Christian, das ist auf jeden Fall gut zu wissen, wie das Menschen empfinden, die selbst mit Gehörlosigkeit leben. Als absoluter Laie ist mir persönlich das gar nicht aufgefallen, dass Sandra Borgmann das alles andere als gut und geeignet rüber bringt. Warum genau die Macher der Serie sich da nicht etwas besseres oder gar eine andere Besetzung haben einfallen lassen, ist mir ein Rätsel.
      Vielen Dank auf jeden Fall für deinen Beitrag!

      • danke. Ein Beispiel derzeit
        Amazon Prime Angebot 1€ :“Verstehen Sie die Béliers?“. Darin sind alle hörende Darsteller, die als Gehörlosen in einer gehörlosen Familien spielen?????????????. Ich habe den Film nicht gesehen und will ihn auch nicht sehen. Gucken Sie Kundenrezensionen an, und wehe wenn gehörlose Zuschauer kritisieren….
        Sorry, passt eigentlich nicht zum Thema

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