The Boys Kritik – Mehr als nur blutige Superhelden-Action?

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The Boys
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The Boys Kritik

Mit The Boys wagt sich Amazon an seine eigene Interpretation des Superhelden-Genres, welche auf dem gleichnamigen Comicbuch von Garth Ennis und Darick Robertson basiert. Umgesetzt durch Eric Kripke, Evan Goldberg und Seth Rogen bekommen wir eine Story voller dunkler Abgründe, Gewalt und schwarzem Humor präsentiert. Ob sich ein Blick in den Serie lohnt erfahrt ihr in unserer The Boys Kritik

The Boys Handlung

Aus der Bahn

Die Story von The Boys handelt von Hughie ‚Wee‘ Campbell, einem introvertierten Verkäufer des Elektrofachgeschäfts Bryman. Neben seiner Bewunderung für Superhelden und seinem Job ist seine Partnerin Robin ein wichtiger Teil seines Lebens. Diese versucht ihn immer wieder aus einer Konfortzone herauszuholen und ihn dazu zu bringen, sich mehr für sich selbst einzusetzen und seinen Mann zu stehen. Als sie ihn eines Tages von der Arbeit abholt um mit ihm gemeinsam den Abend zu verbringen kommen die beidem einem Einsatz der Superheldentruppe The Seven in die Quere und Robin fällt kurzhand einer Kollision mit A-Train zum Opfer, welche seine Überschallgeschwindigkeit nicht gänzlich unter Kontrolle zu haben scheint.

©Amazon Prime Video

Hughie wird daraufhin von einem Vertreter von Vought augesucht, welche The Seven in der Öffentlichkeit repräsentieren. Dieser bietet ihm 45.000$, um den Vorfall mit Robin unter den Tisch fallen zu lassen. Teil des Deals ist ein Geheimhaltungsvertrag der Hughie verbieten würde, je wieder über den Unfall zu sprechen. Hughie ist außer sich über den Vorfall und will rechtlich gegen Vought und den durch sie vertretenen A-Train vorgehen. Sein Vater rät ihm davon ab, da er keine Chance geht gegen den riesigen Superhelden-Konzern vorzugehen und die Familie das Geld gut gebrauchen könnte.

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Glanz und Gloria

Unterdessen lernen wir Annie January kennen. Annie hat bereits ihr ganzes Leben davon geträumt, ein Teil der Seven zu werden und ihre Kräfte im Team unter Beweis zu stellen. Als der Superheld Lampligher aus zunächst unbekanntem Grund die Seven verlässt veranstalten diese ein Casting, zu dem sich unter anderem auch Annie bewirbt. Kurz darauf wird sie von Vought kontaktiert und kann ihr Glück kaum fassen: Ausgerechnet sie soll unter dem Alias Starlight die Lücke im Team füllen, welches darüber hinaus aus Homelander, The Deep, Black Noir, A-Train, Translucent und Queen Maeve besteht. Ihre Mutter, welche sie ihr ganzes Leben lang auf diesen Moment vorbereitet hat, ist ebenso begeistert.

©Amazon Prime Video

Starlight wird von The Deep durch das Hauptquartier im 7-Tower geführt. Schnell muss Annie gestellen, dass das Leben als Superheld alles andere als Glanz und Gloria mit sich bringt. Sie wird kurzerhand von The Deep vor eine Wahl gestellt: Entweder sie befriedigt ihn Oral oder er erzählt dem gesamten Team, dass sie ihre Kräfte nicht unter Kontrolle hat und somit keine geeignete Ergänzung für das Team wäre. Aus Angst, ihre Mutter zu enttäuschen, willigt Starlight ein.

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Gemeinsam sind wir stark

Während Hughie immer noch wutentbrannt über die Situation mit Robin ist, kontaktiert ihn auf der Arbeit ein Mann, welcher sich als Billy Butcher vorstellt. Er eröffnet Hughie, dass er bereits seit geraumer Zeit gegen Superhelden vorgeht welche der Meinung sind, die könnten tun und lassen was sie wollten. Hughie lehnt eine Zusammenarbeit mit Butcher vorerst ab, lässt sich dann aber doch überreden und folgt ihm in einen geheimen Nachtclub / Swingerclub, welcher Personen mit übermenschlichen Fähigkeiten eine Anlaufstelle bietet, ihre Perversionen auszuleben. Hier zeigt Butcher ihm ein Video von A-Train, welcher sich in einem Gespräch mit einem bekannten über den Tod von Robin lustig macht. Zornig über den herzlosen Umgang des Superhelden mit dem Tod seiner Freundin schwört Hughie Rache und erklärt sich bereit, Butcher bei seinem Vorhaben zu unterstützen.

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Die beiden analysieren den Einsatz der Seven am Tag von Robins Tod weiter und finden heraus, dass etwas nicht zusammenpasst. Obwohl die Helden an dem Tag angeblich eine Truppe Bankräuber aufhalten sollten, ist von solch einem Einsatz in den Polizei-Reports kein Eintrag zu finden. Was also haben die Helden an dem Tag genau von dem Transporter entwendet, wenn nicht das angeblich gestohlene Geld einer überfallenen Bank?

00Sieben – Ein Nerd undercover

Um der Sitation auf den Grund zu gehen soll Hughie sich Zutritt zum 7-Tower verschaffen. Unter dem Vorwand, den von Vought aufgesetzten Geheimhaltungsvertrag doch zu unterzeichnen, vereinbart er ein Treffen mit deren Vertreter. Seine Bedingung dabei: A-Train soll anwesend sein und sich persönlich bei ihm für den Vorfall entschuldigen. Während er auf den Termin mit dem Superhelden wartet, platziert er eine Wanze im Hauptquartier der Seven. Ohne sein Wissen wird er dabei allerdings vom unsichtbaren Translucent beoachtet, welcher ihn kurz darauf auf seiner Arbeitsstelle konfrontiert und versucht ihn zu töten.

©Amazon Prime Video

Butcher kommt ihm zu Hilfe und die beiden überwältigen den Superhelden und verschleppen ihn kurzerhand zu Butchers Waffenhändler Frenchie. Dort angekommen versuchen Butcher und Frenchie, über Foltermethoden Informationen aus Translucent zu bekommen und ihn anschließend zu töten. Hughie wird das alles zu viel und er will flüchten doch Butcher macht ihm klar, dass er bereits viel zu tief in der Sache steckt, da Translucent sein Gesicht kennt. Das einzige was jetzt noch bleibt: Die Flucht nach vorne. Wo Hughie noch vor wenigen Tagen ein unscheinbarer Nerd war muss er sich kurz später mit Themen wie Mord, Folter und PTBS auseinander setzen. Während die ihm bekannte Welt immer mehr zu zerbrechen scheint baut sich um ihn herum ein Komplott aus Intrigen, skrupelosen Konzernen und Superhelden auf, die allesamt ihre eigenen Ziele zu verfolgen scheinen.

The Boys Kritik

Spätestens seit AMCs Preacher ist Serien-Fans so klar wie nie: Niemand nimmt mehr ein Blatt vor den Mund, wenn es um Gewaltdarstellungen oder Obszönitäten im heutigen TV-Dschungel geht. Doch wo Preacher noch mit einer eigenen Story und unglaublich viel Witz punkten kann, fühlt sich The Boys leider oftmals nach Standard-Gewalt-Chaos an. Positiv fällt hingehen die Darstellung der Schattenseiten eines Superhelden-Lebens auf. Jeder der Charaktere der Seven stellt 1zu1 ein Mitglied von DCs „Justice League“ dar und beleuchtet somit die Probleme die sich auftun können, wenn gottähnliche Wesen unter Menschen wandeln. Diese Seiten sind allerdings dermaßen überspitzt und zeitgleich in allen Helden präsent so dass man sich fragt, wie diese Kreaturen jemals so viel Ruhm erreichen konnten.

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Fazit

The Boys liefert eine Standard-Rache Story eines Sonderlings in einer Welt, in der Superhelden hinter den Kulissen tatsächlich die wahren Schurken sind. Dieses Konzept funktioniert gut für einen unterhaltsamen Sonntag Nachmittag, wenn man außer Action und ein paar Lachern durch schwarzen Humor nicht viel erwartet. Tiefgang und Nachvollziehbarkeit der Handlung bleiben dabei leider an manchen Ecken auf der Strecke. Für uns gibt es für die erste Staffel in unserer The Boys Kritik 3 von 5 Sternen. Mehr zu The Boys gibt es auch in unserer aktuellen Podcast Episode.

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The Boys Trailer

The Boys Fakten

Besetzung: Karl Urban, Elisabeth Shue, Laz Alonso, Jack Quaid, Karen Fukuhara, Tomer Kapon, Erin Moriarty, Antony Starr, Dominique McElligott, Jessie Usher, Chace Crawford, Nathan Mitchell
Genre: Action, Superhelden, Schwarzer Humor
Produktionsland: Vereinigte Staaten
Erscheinungsjahr: 2019
Episodenlänge: 60 Minuten
Episoden: 8 (Staffel 1)
Network: Amazon

Verfügbarkeit genannter Serien & Filme:

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The Boys

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Sven Hammer
Sven Hammer
Bereits im Alter von 5 Jahren saß Sven vor seinem ersten Personal Computer mit MS-DOS und kopierte Dateien anhand von Shell-Commands von A nach B. Die Begeisterung für Technik riss nie ab sondern wurde von Jahr zu Jahr mehr. So folgten nach und nach mehrere Konsolen, diverse PC-Systeme und die ersten Linux-Distributionen. Die ersten Schraub- und Lötarbeiten dauerten hingegen bis zu Sonys PSP an, die er blind in seine Einzelteile zerlegen, wieder zusammenfügen und mit diverser Homebrew versehen konnte. Während in der Jugend bei der Freizeitgestaltung noch Videospiele im Vordergrund standen, wurden diese in den Zwanzigern eher von TV Serien abgelöst. Heute umfasst seine Sammlung über 300 vollständige Serien und wächst stetig. Dementsprechend ist er bei CitizenZ hauptsächlich für die Serien-Sparte zuständig. Darüber hinaus ist Sven ein Mitgründer von CitizenZ und somit Mitglied von erster Stunde an.

4 Kommentare

  1. Zunächst dachten wir dies sei wieder so ein Marvel / DC abklatsch, doch schnell erkannte man, dass es keine normale Superhelden-Serie ist.
    Eine absolut spannende Serie, die uns alle 8 Folgen a 1 Stunde am einem Stück fesselte.

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