Orange is the New Black Staffel 7
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Orange is the New Black Staffel 7 Kritik

Als 2013 Orange is the New Black auf Netflix startete hätte wohl kaum jemand erwartet, welches Ausmaß die Serie annimmt. Sechs Jahre und sieben Staffeln später kann sich die Serie als eine der beliebtesten Dramedys des Streamers bezeichnen und verabschiedet sich mit seiner finalen Staffel von den treuen Zuschauern. Doch wie würdig findet die Serie ihr Ende? Erfahrt es in unserer Orange is the New Black Staffel 7 Kritik.

Orange is the New Black Staffel 7 Handlung

Das Ende der sechsten Staffel lässt uns mit einem zerstreuten Haupt-Cast zurück. Während Piper und Maritza sich in einem Leben nach dem Knast zurecht finden müssen sind die meisten ihrer Freunde weiterhin in Litchfield eingesperrt.

Freier Körper ≠ Freier Geist

Die frühzeitig entlassene Piper kann ihrer neugewonnen Freiheit wenig positives abgewinnen. Unter den Auflagen ihrer Bewährung leident führt sie ein tristes und hochgradig kontrolliertes Leben im Gästezimmer ihres Bruders. Dieser hat mit seinem Säugling zu kämpfen und wenig Kapazitäten für Pipers Probleme. Pipers einzige Lichtblick sind die Besuche bei ihrer Ehefrau Alex, welche noch immer im Gefängnis sitzt. Doch selbst diese gestalten sich schwierig, da sie kein Auto hat und das wenige Geld das sie als Bedienung verdient kaum für ein Busticket reicht.

©Netflix / ORANGE IS THE NEW BLACK

Immer wieder versucht sie, bessere Schichten am Abend oder in anderen Restaurants zu bekommen. Doch da sie weder in einem Umfeld mit Alkoholausschank arbeiten darf und nach 23 Uhr eine Ausgangssperre hat bleibt ihr nur der Job in einem kleinen asiatischen Imbiss, dessen Besitzer wenig Verstädnis für ihre Situation hat.

Jeder für sich selbst

Alex hat es underdessen ebenfalls nicht einfach, die Termine mit Piper wahrzunehmen. Es scheinen ihr an jeder Ecke Steine in den Weg gelegt zu werden, unter anderem von Badison. Genervt von der aufgedrehten Insassin beschließt sie kurzerhand ihr ein Handy unterzuschieben und dies auffliegen zu lassen, um sie zumindest für eine Zeit loszuwerden. Doch der Plan geht schief, als Badisons Zellennachbarin Taystee das Handy findet und es vor den Wachen versteckt. Es kommt zum Streit zwischen Taystee und Badison und die beiden landen in Einzelhaft.

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Hier sitzen auch Mendoza und Red fest und versuchen sich gegenseitig davon abzuhalten den Verstand zu verlieren. Red scheint den Kampf aber bereits aufgegeben zu haben. Während Mendoza sich mit Sport halbwegs bei Verstand hält versinkt Red immer mehr in Depressionen, da ihr ohne ihre Arbeit in der Küche ein Lebensinhalt fehlt.

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Wenn Verrückte plötzlich Sinn ergeben

Suzanne „Crazy Eyes“ Warren entdeckt ihr Interesse an Moral und Ehtik und löst damit in ihrem sowieso schon nie verstummenden Hirn große Gedankengänge aus. Als sie feststellt, dass Taystee zu unrecht als Mörderin nun ihr gesamtes Leben im Gefängnis verbringen soll beginnt sie auch ihre eigene Inhaftierung zu hinterfragen. Zur Seite steht ihr Dogget, die als eine der wenigen im Bunde immer gefestigter scheint und eine sogar teils positive Entwicklung durchmacht. Suzanne sieht es fortan als ihre Pflicht, die verstrittenen Freundinnen Taystee und Cindy wieder zu vereinen und das Missverständnis aufzuklären, um Taystee eine weitere Chance auf frühzeitige Freiheit zu verschaffen. Die beiden sind wenig begeistert von ihrer Mühe und lehnen jede Hilfe ab.

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Doch Taystee hat offenbar immens mit ihrer dauerhaften Inhaftierung ohne Aussicht auf Besserung zu kämpfen. Sie zählt die Tage bis zum Ende ihres Lebens, dass sie offenbar komplett in der Anstalt verbringen muss. Verzweifelt versucht sie an eine Überdosis Drogen zu kommen um ihrem Kummer ein Ende zu bereiten.

Kleine Deals unter Nachbarn

Außerhalb des Gefängnisses nutzt Aleida ihre Schein-Beziehung mit Aufseher Hopper, um weiterhin Drogen in das Gefängnis zu schmuggeln. Diese werden von ihrer Tochter Daya gemeinsam mit deren Freundin Daddy unters Volk gebracht. Während Daddy versucht immer mehr Handlanger für ihre Sache zu gewinnen plagt Daya große Eifersucht. Es dauert nicht lange bis selbst wieder dem Konsum ihrer eigenen Ware zum Opfer fällt. Als sie Daddy mit einer anderen Insassin beim Sex in der Dusche erwischt platzt ihr der Kragen und sie beschließt ihrer Freundin eine Lektion zu erteilen. Beim Versuch, sie kurzfristig mit einer kleinen Menge Drogen zu vergiften tötet sie Daddy versehentlich.

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Da Badison in Einzelhaft sitzt benötigt der Wärter Hellman einen neuen Lakaien, der für ihn Heroin verkauft. Er zwingt Alex diesen Posten zu übernehmen, welche mangels Alternativen wiederwillig zustimmt. Als aufgrund des Todes von Daddy eine Untersuchung des Blocks mit Drogenhunden angeordnet wird, zwingt Hellman Alex, die Drogen in einem Kondom verpackt herunterzuschlucken.

Lang erwartetes Wiedersehen

Als Piper es endlich zeitlich und finanziell stemmen kann Alex im Knast zu besuchen, ist die Stimmung recht angespannt. Alex will ihr nichts von der Situation mit Hellman erzählen damit sie sich keine Sorgen macht aber Piper spürt, dass etwas nicht stimmt. Zudem liegt ein massiver Druck auf der Situation, da die beiden sich eine Weile nicht gesehen haben. Es kommt zwar nicht zum Streit aber beide verlassen den Besuch mit einem unguten Gefühl. Piper erhält einen Anruf ihres Bruders mit der Information, dass sie bei ihrem Job gefeuert wurde. Da er eigentlich zeitnahe Miete von ihr wollte einigen sich die beiden darauf, dass Piper künftig Babysitter für den Säugling spielt, um zumindest so etwas beizutragen.

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Auch Maritza findet sich im Leben nach dem Knast nicht wirklich zurecht. Die Partygöre sieht es nicht ein, sich mit einer Ausgangssperre das Feiern verbieten zu lassen und so tourt sich durch Nachtclubs auf der Suche nach ihrer nächsten Beute. Diese findet sie in Form eines NBA Spielers, mit dem sie eine Affäre beginnt. Als dieser allerdings nach L.A. zurück muss fällt ihre Laune wieder in den Keller. Auf der Suche nach dem nächsten Kick zieht sie Abends wieder los und landet in einem Club, der kurz darauf von der Einwanderungsbehörde gestürmt wird. Da sie keine Papiere bei sich trägt wird sie für eine illegale Einwanderin gehalten und in den neu umgebauten Trakt in Litchfield verfrachtet, welcher mittlerweile als Untersuchungshaftanstalt für Einwanderungs- und Zollbehörden genutzt wird.

Anfänglichst hochgradig verwirrt und alleingelassen findet sie schon bald Blanca in diesem Trakt. Diese wurde nach dem Finale der sechsten Staffel ebenfalls in die Untersuchungshaft der Einwanderungsbehörde verfrachtet ohne Informationen, welche Probleme genau mit ihrem Visum bestehen und ob und wann sie abgeschoben wird. Nach anfängleichen Auseinandersetzungen raufen sich die beiden zusammen und setzen alles daran, sich aus der misslichen Lage zu befreien.

Neuer Wind an der Spitze

Auch außerhalb des Gefängnisses bleibt der Tod von Insassin Daddy nicht unbemerkt. Um einen Shitstorm zu vermeiden wird die Leiterin des Hochsicherheitstrakts, Natalie „Fig“ Figueroa, kurzerhand ihres Postens enthoben um Raum für besser zu vermarktende Leitung zu schaffen. Aleida spornt Hopper an sich um den Posten zu bewerben, um den Drogenschmuggel in das Gefängnis noch einfacher zu gestalten. Er trägt diesen Wunsch zu Linda Ferguson welche ihm offenbart, dass er als aktueller Leiter der Wachen sowieso die beste Wahl für den Posten wäre. Sie bittet ihm zudem, einen Nachfolger für seinen eigenen Posten vorzuschlagen.

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Hopper trägt die freudige Nachricht zu seinen Kollegen, welche wie ein Schwarm Bienen das Büro von Ferguson stürmen um sie zu überzeugen der neue Leiter der Wachen werden zu dürfen. Doch während jeder nur von seinen eigenen Motiven und Überzeugungen spricht plant die junge Aufseherin Ward eine ganz andere Vorgesehensweiße. Unter Zuhilfenahme des Wissens des ehemaligen Leiters Joe Caputo schmiert sie Ferguson bei ihrem Gespräch so viel Honig ums Maul, dass diese sie kurzerhand statt als Leiter der Wachen direkt als Leiter des gesamten Trakts einsetzt. Hopper ist außer sich, dass er einen fast schon sicheren Job an eine 26-Jährige verloren hat und nutzt jede Gelegenheit, Ward dies spüren zu lassen.

Um in ihrer neuen Position ernst genommen zu werden und zu zeigen, dass Veränderungen anstehen, schreitet Ward sofort zur Tat. Sie lässt kurzerhand die Einzelhaft schließen und verfrachtet die dort ansässigen Sträflinge zurück in den allgemeinen Bereich da sie der Überzeugung ist, dass die Isolation von Einzelpersonen mehr Probleme schafft als sie behebt. Hierdurch landen auch Red und Mendoza wieder bei ihren Freunden doch Red hat weiterhin mit ihrem fehlenden Lebenssinn zu kämpfen. Als kurz darauf eine neues Küchenteam für den Immigrations-Trakt gesucht wird kann Mendoza sie davon überzeugen mit ihr wieder in der Küche zu arbeiten.

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Man sieht sich immer zwei mal im Leben

Mit vielen bekannten Gesichtern an ihrer Seite bemannen Red und Mendoza die Küche im neuen Immigrations-Trakt in Litchfield. Hier treffen sie auf Blanca und Maritza welche ihr Glück kaum fassen können, endlich ein paar bekannte Gesichter wiederzusehen. Mit Hilfe ihrer Freundinnen versuchen sie Kontakt zur Außenwelt aufzunehmen um ihre auswegslos scheinende Situation endlich aufzuklären, während Red von Tag zu Tag ihren Lebenswillen zurückzugewinnen scheint.

Orange is the New Black Staffel 7 Kritik

Die siebte Staffel Orange is the New Black präsentiert uns altbekannte Gesichter, die mit neuen Problemen zu kämpfen haben. Während innerhalb des Gefängnisses weiterhin kritische Situationen wie Drogenhandel und körperliche Auseinandersetzungen an der Tagesordnung sind haben die Protagonisten außerhalb des Knasts mit ihren ganz eigenen Problemen zu kämpfen.

Während die einzelnen Episoden weiterhin gut unterhalten fühlen sich die Situationen, in den die Charaktere aufeinander treffen, zeitweiße etwas konstruiert und an den Haaren herbeigezogen an. Als Beispiel sei das Thema Abschiebung genannt, mit welchem sich zwei der Insassen zum ersten Mal beschäftigen müssen, während zufälligerweiße in Litchfield ein Trakt der Einwanderungsbehörde eröffnet wird.

Stilistisch wird in den ersten Episoden ebenfalls etwas experimentiert, dies aber auch sofort wieder fallen gelassen. Während wir ein paar wenige Male die Stimme von Alex als Erzählerin hören und der Zuschauer somit nun auch in die Gedankenwelt der Gefangenen abtaucht, zieht sich dieser Stil nicht als roter Faden durch die Folgen sondern wird scheinbar willkürlich an einigen Ecken aufgegriffen, genau so schnell aber auch wieder fallen gelassen.

Fazit der Orange is the New Black Staffel 7 Kritik

Alles in allem hätten wir uns nach der grandiosen fünften und einer starken sechsten Staffeln einen größeren „Bäng“ für den Abschluss gewünscht. Die siebte Staffel Orange is the New Black weiß zwar weiterhin gut zu unterhalten aber es fehlt ihr an allen Ecken und Enden an einem übergeordneten Thema, welches wir in den vorigen Staffeln präsentiert bekommen haben. Die wenigen roten Faden die sich durch die Staffel ziehen fühlen sich teils etwas an den Haaren herbeigezogen an. Somit gibt es von uns für eine unterhaltsame, aber um einiges schwächere finale Staffel 3 / 5 Sternen. Mehr zu Orange is the New Black Staffel 7, gibt es auch in unserer aktuellen Podcast Folge!

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Orange is the New Black Staffel 7 Trailer

Orange is the New Black Staffel 7 Fakten

Besetzung: Taylor Schilling, Laura Prepon, Natasha Lyonne, Danielle Brooks, Kate Mulgrew, Dascha Polanco, Selenis Leyva, Laura Gómez, Elizabeth Rodriguez, Diane Guerrero
Genre: Dramedy
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 20xx (Staffel 1) / 20xx (Staffel XX)
Episodenlänge: 51–92 Minuten
Episoden: 13 (Staffel 7) / 91 (gesamt)
Network: Netflix

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