Criminal Kritik – Netflix Serie im direkten Ländervergleich

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Criminal
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Criminal Kritik

Am Freitag startet auf Netflix eine Serie der etwas anderen Art. Hierbei konnte sich Großbritannien, Frankreich, Spanien und Deutschland beteiligen. Jedes Land beteiligte sich mit 3 Episoden an der Serie. Ob sich ein Anschauen lohnt, erfahrt ihr hier in unserer Criminal Kritik.

Inhaltsverzeichnis:


Criminal Handlung:

Es ist ziemlich schwer die Handlung von Criminal ausführlich zu beschreiben. Das liegt vor allem daran, dass die neue Netflix Serie ihr Augenmerk auf ein episodisches Konzept gelegt hatte. In einer episodisch angelegten Serie haben wir somit keine große Metastory, die sich durch die Gesamtheit zieht. Jede Episode behandelt bei Criminal einen speziellen Fall. In diesem geht es hauptsächlich darum, die Wahrheit zu einer Straftat oder einem Kriminalfall herauszufinden. Es gibt pro Episode ein Zeuge oder ein Hauptverdächtiger, der in ein Verhörzimmer geladen wird. Dort wird er von einem speziellen Team verhört. Je nach Land unterscheidet sich das Team. Lediglich im Dunstkreis des Teams könnte man eine Metastory ausmachen. Nichtsdestotrotz kann man die einzelnen Folgen von Criminal auch gerne komplett chaotisch anschauen. Hier auf die bestimmte Reihenfolge der Episoden zu achten, ist nicht zwingend notwendig.

©Netflix

Criminal Kritik:

Sprechen wir erst einmal über das Gute bei der neuen Netflix Serie. Criminal ist keine gewöhnliche Serie. Sie spielt sich hauptsächlich in nur einem Raum ab und kann daher als Kammerspiel beschrieben werden, und wir lieben Kammerspiele! In Kammerspielen ist es meist so, dass man als Zuschauer sein Augenmerk komplett auf die Erzählung und deren Präsentation richten kann. Bei Criminal ist dies auch der Fall. Das Setting wird zweitrangig. Wir haben uns komplett auf die Geschichten und die Schauspieler konzentrieren können.

Die einzelnen Geschichten waren alles in allem eine Wucht und konnten jedes mal den Zuschauer an die Couch fesseln. Kaum eine der insgesamt 12 Geschichten bot die Möglichkeit auch mal ein bis zwei Minuten durchzuatmen. Sie waren dermaßen spannend konzipiert, dass man sich als Teil des Kammerspiels fühlte. Man rätselte mit, überlegte ob der oder die Verdächtigte lügt und man wollte unbedingt vor den Ermittlern die Wahrheit herausfinden. So hatte man bei Criminal fast schon das Gefühl, hier hätte Netflix wieder eine interaktive Serie hervorgebracht.

©Netflix

Gerade weil wir uns in diesem Kammerspiel befinden, ist nun die schauspielerische Leistung bei Criminal einer der wichtigsten Faktoren der Serie. So kann das, wie oben erwähnt, etwas Gutes sein, jedoch hatte auch die ein oder andere Episode genau hier ihre Probleme. Die schauspielerische Leistung war lange nicht so gut, wie man das von manch anderer Netflix Serie gewohnt ist. Und vor allem war die schauspielerische Leistung bei Criminal bei Weitem nicht so gut, wie uns manch Kammerspiel aus der Vergangenheit zeigen konnte. In einigen Fällen wirkten die Schauspieler aufgesetzt, unecht und in Bezug auf ihre Mimik und Gestik fast schon unrealistisch. Das dämpfte demnach ein wenig die Begeisterung für die Serie. Da dies aber bei einem Kammerspiel fast schon der wichtigste Faktor ist, gingen hier auch die meisten Punkte in der Criminal Kritik verloren.

Ländervergleich bei Criminal:

Trotz aller positiven und negativen Aspekte von Criminal, bietet sich die Serie perfekt dazu an, eine Netflix Produktion mal in den direkten Ländervergleich zu setzen. So haben wir ein baugleiches Setting sowohl in der UK, Frankreich, Spanien und Deutschland Episoden. Lediglich die Geschichten und Schauspieler ändern sich in den einzelnen Ländern. Während wir in Bezug auf Geschichten kaum einen Unterschied in Hinblick auf ihre Qualität finden konnten, so war das bei der schauspielerischen Leistung leider nicht so. Vor allem das deutsche Verhör-Team konnte uns nur wenig überzeugen und landet in unserem Ländervergleich leider auf dem letzten Platz. Obwohl auch hier der ein oder andere Schauspieler solide Arbeit geleistet hatte, war es jedoch vor allem der männliche Kommissar, der uns nicht überzeugen konnte.

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Fazit:

Criminal ist eine Serie, die man sich durchaus mal anschauen kann. Vor allem der direkte Ländervergleich macht Spaß und man bekommt einen guten Einblick in die einzelnen schauspielerischen Leistungen. Nichtsdestotrotz brauchen wir von dieser stark episodischen Serie nicht unbedingt eine 2. Staffel. Wir vergeben daher 3 von 5 Sterne in unserer Criminal Kritik.

Criminal Trailer

Criminal Fakten:

  • Showrunner: George Kay, Jim Field Smith
  • Genre: Krimi
  • Produktionsland: England, Frankreich, Spanien, Deutschland
  • Release: 20.09.2019
  • Episodenlänge: 37-45 Minuten
  • Network: Netflix

Criminal Deutschland

  • Besetzung: Peter Kurth, Christian Berkel, Deniz Arora Nina Hoss, Eva Meckbach, Sylvester Groth, Florence Kasumba, Christian Kuchenbuch Jonathan Berlin.
  • Regisseur: Oliver Hirschbiegel
  • CREDITS: Oliver Hirschbiegel (Director & Co Executive Producer), Bernd Lange (Writer) & Sebastian Heeg (Co-Writer)

Criminal Vereintes Königreich

  • Besetzung: David Tennant, Hayley Atwell, Youssef Kerkour, Clare-Hope Ashitey, Katherine Kelly, Lee Ingleby, Nicholas Pinnock, Mark Stanley, Rochenda Sandall, Shubham Saraf.
  • Regisseur: Jim Field Smith
  • CREDITS: George Kay (Writer, Co-Creator & Executive Producer), Jim Field Smith (Director, Co-Creator & Executive
    Producer)

Criminal Frankreich

  • Besetzung: Carmen Machi, Inma Cuesta, Eduard Fernández, Emma Suárez, Álvaro Cervantes, Jorge Bosch, José Ángel Egido, Nuria Mencía, Daniel Chamorro, María Morales, Javi Coll, Milo Taboada.
  • Regisseur: Frederic Mermoud
  • CREDITS: Frederic Mermoud (Writer, Director & Co Executive Producer), Antonin Martin-Hilbert
    (Writer) & Mathieu Missoffe (writer)

Criminal Spanien

  • Besetzung: Nathalie Baye, Jérémie Renier, Sara Giraudeau, Margot Bancilhon, Laurent Lucas, Stéphane Jobert, Anne Azoulay, Mhamed Arezki
  • Regisseur: Mariano Barroso
  • CREDITS: Mariano Barroso (Director & Co Executive Producer), Alejandro
    Hernández (Writer), Manuel Martín Cuenca (Writer)
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