The Politician Kritik – Überzeichnete Figuren am Rande des Nervenzusammenbruchs

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The Politician Kritik

Am Freitag startet auf Netflix eine Serie von den Personen, die uns bereits „Glee“ beschert haben. In unserer The Politician Kritik erfahrt ihr, warum wir die neue Netflix Serie als sehenswert erachten.

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THE POLITICIAN ©Netflix

The Politician Handlung:

Für den ehrgeizigen Payton Hobart gibt es, seit er denken kann, eigentlich nur ein Ziel im Leben: Präsident der Vereinigten Staaten werden! Und dieses Ziel beginnt, wenn man eine lupenreine und politisch-gesellschaftsfähige Vita haben möchte, schon in der Highschool. In der Saint-Sebastian-Highschool in Santa Barbara, wo die Wahl zum neuen Schulsprecher ansteht, tritt er erstmalig seine politische Karriere an. Mit allen Wassern gewaschen kämpfen Payton und seine genauso verschlagene Konkurrentin Astrid, mit Manipulation, Social Media und großen Gemeinheiten, um die Gunst des Wählers. Und das ist mindestens genauso unterhaltsam und spannend wie die US Wahl vor 4 Jahren.

The Politician Kritik:

Wie bereits in den anderen Serien von Ryan Murphy sind auch bei The Politician die Charaktere ausgefeilt und vielschichtig. Der Zuschauer kann nie genau sagen ob jemand Gutes tut um Gutes zu tun, oder ob er sich dadurch einen persönlichen Vorteil erhofft. Wenn man sich beispielsweise den Hauptprotagonisten Payton Hobart betrachtet, der ein wirklich liebevolles und aufopferndes Verhältnis zu seiner Adoptivmutter Georgina Hobart (wunderbar skurril und neurotisch gespielt von Gwyneth Paltrow) pflegt, im Gegenzug aber auch höchst manipulativ und fast schon eiskalt mit seinen Widersachern in der Wahl um den neuen Highschool-Schulsprecher agiert, dann ist man als Zuschauer zwischen Sympathie und Antipathie hin- und hergerissen. Auch Jessica Lange (eine Muse von Serienschöpfer Ryan Murphy), die die Großmutter der vermeintlich an Krebs erkrankten Infinity Jackson spielt, ist nicht die liebende Großmutter, welche sie am Anfang zu sein vorgibt. Es wirkt fast so, als stünden alle Figuren permanent kurz vor der Erfüllung ihrer persönlichen Ziele oder deren totaler Zerstörung.  

Und so präsentiert The Politician den Zuschauer von Folge zu Folge immer mehr ein Kaleidoskop aus Narzissten, soziopathischen Zwillingen, liebestollen Reitlehrerinnen und überambitionierten Highschool-Teenagern, was so faszinierend inszeniert wurde, dass die recht einfache Rahmenhandlung fast unwichtig wird.

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THE POLITICIAN ©Netflix

The Politician ist eine schrille, bunte und ausgefeilte Polit- Satire, die sehenswert ist und deren teilweise geschmacklosen Pointen richtig zünden. Besonderes Highlight ist die letzte Episode, welche, ohne zu viel verraten zu wollen, definitiv eine weitere Staffel einläutet.

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Fazit zu der The Politician Kritik:

Netflix beschert uns mit The Politician eine wahnwitzige und skurrile Serie, die ihr Publikum mit Sicherheit finden wird. Inspiriert vom wahren Leben, echten Gegebenheiten und einer Gesellschaft, die oftmals den Wahnsinn fordert und fördert, wirkt der neue Serienkracher trotz seiner Überzeichnung fast schon bittersüß real. Wir vergeben daher in unserer The Politician Kritik ganze 4 von 5 Sterne.

The Politician Trailer

The Politician Fakten

ThePolitician Vertical GeorginaPayton RGB UK
©Netflix
  • Besetzung: Ben Platt, Gwyneth Paltrow, Jessica Lange, Zoey Deutch, Lucy Boynton, Theo Germaine, Julia Schlaepfer
  • Regisseur: Ryan Murphy, Brad Falchuk, Ian Brennan
  • Genre: Politsatire, Comedy
  • Produktionsland: USA
  • Release: 27.09.2019
  • Länge:  28–62 Minuten 
  • Network: Netflix