Living with Yourself Kritik – Paul Rudd in einer anspruchsvollen Rolle?

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Living with Yourself
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Living with Yourself Kritik

Ab dem 18. Oktober können wir auf Netflix eine neue US-Serie mit Paul Rudd („Ant-Man“) in der Hauptrolle streamen. Ob es sich lohnt und ob Paul Rudd endlich mal eine anspruchsvolle Rolle erbeuten konnte, erfahrt ihr hier in unserer Living with Yourself Kritik.

Inhaltsverzeichnis:


Living with Yourself Handlung:

Miles steckt in einer tiefen Lebenskrise. Obwohl er eigentlich alles hat, was zu einem glücklichen Leben dazugehört; eine liebende Frau, ein tolles Heim und einen sicheren Job. Dennoch ist das Leben für ihn ermüdend und er versumpft immer mehr im Alltagstrott.

LIVING WITH YOURSELF ©Netflix

Eines Tages trifft er auf seinen Kollegen, der ihn eine Spa Behandlung empfiehlt. Diese habe ihn zu einem besseren Menschen gemacht, der nun vor Motivation und Glückseligkeit nur so strotzt. Miles begibt sich zu diesem Spa und gibt dem Etablissement das gesamte Ersparte um ebenfalls zu einem besseren Menschen zu werden.

Nachts erwacht er jedoch vergraben im Wald. Als er nach Hause kommt, stellt er fest, dass er durch einen Doppelgänger ersetzt wurde. Dieser Miles 2.0 ist nichts weiteres als sein Klon, der jedoch das Leben weitaus besser im Griff hat als er selbst.

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Living with Yourself Kritik:

Vielleicht geht es euch wie uns, und auch euch kommt diese Synopsis äußerst vertraut vor. Dennoch haben wir es hier überraschenderweise nicht mit einem Science-Fiction Thriller zu tun, sondern mit einem waschechten Drama. Selbstverständlich ist die Thematik rund um Klone, Doppelgänger und Selbstverwirklichung nur bedingt auf den realen Alltagstrott übertragbar. Jedoch hat Living with Yourself hier gute Arbeit geleistet, und fiktive Gegebenheiten und das wahre Leben miteinander verknüpft.

LIVING WITH YOURSELF ©Netflix

Die Story gibt viel Anlass zum Nachdenken. Zwar nur bedingt über Themen wie Ethik und Moral. Dafür werden Zuschauer jedoch dazu angehalten, über ihr eigenes Verständnis von einem glücklichen Leben nachzudenken. Unser Protagonist Miles besitzt jegliche Grundbausteine, um das Beste aus sich und seinem Leben herauszuholen. Wie es jedoch ziemlich viele Menschen nachvollziehen können, tut er dies nicht. Stattdessen verfällt er in diesen Alltagstrott aus dem man nur sehr schwer von alleine wieder herausfindet. Als Konsequenz lässt man sich in diesen Sumpf aus Langeweile und Gewohnheit hinein sinken. Motivation, das Beste aus sich herauszuholen sucht man dann oft vergeblich.

Living with Yourself greift genau diese Problematik auf. Sie konfrontiert den Protagonisten mit der Tatsache, dass es eigentlich in seiner eigenen Hand liege, das Beste aus sich herauszuholen. Selbstverständlich versuchte Mile erst einmal über den bequemen Weg, sich selbst und sein Leben zu verwirklichen. Aber die Synopsis zeigt, dass dies nicht immer zielführend ist.

LIVING WITH YOURSELF ©Netflix

Natürlich behandelt Living with Yourself hier wichtige Themen, das möchten wir gar nicht bestreiten. Zwischen all den Romantic Comedies, und den vielen weiteren Genres bei Netflix, wirkt ein solches Mid-Life-Crisis Thema fast schon einzigartig. Dnenoch waren wir nur teilweise von der Serie begeistert. Die Story und die behandelten Themen sind definitiv sehenswert. Aber die generelle Aufmachung und das Settig der Serie war fast schon so öde, wie das alltägliche Leben in dem unser Protagonist mehr und mehr untergeht.

Trotz dem Ehedrama, zu das sich die Serie im Endeffekt entpuppt und der immerwährenden Frage, wie man das Beste aus sich herausholen kann, hatte uns doch einiges in der Serie gefehlt. Es fehlte an Spannung, an Details und man kommt nicht drumherum zu fragen, warum dieses Gefühl der Lieblosigkeit bei Living with Yourself aufkommt.

Trotz all der Kritik müssen wir an dieser Stelle jedoch Paul Rudd loben. Es ist generell mit Sicherheit kein leichtes Unterfangen verschiedene Charaktere in einer Serie zu spielen. Dass er nun sich selbst und seinen Klon spielen musste, hatte er in unseren Augen mit Bravour bestanden. Vor allem aufgrund, oder gerade weil sich Miles und sein Klon kaum ähnlich sind.

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Fazit:

Mit Sicherheit ist die neue Netflix Serie kein Meilenstein der TV-Geschichte. Nichtsdestotrotz konnte sie uns doch an der ein oder anderen Stelle überraschen. Besonders angetan waren wir von der Tatsache, dass Paul Rudd seine beiden Rollen ziemlich gut darstellen konnte. Wir hätten uns dennoch etwas mehr Aufwand gewünscht, und waren doch auch gelegentlich gelangweilt. Wir vergeben daher 3 von 5 Sterne in unserer Living with Yourself Kritik.

Living with Yourself Trailer

Living with Yourself Fakten

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