Eine kurze Kritik zu Google Stadia

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„Ein Ort für jede Art zu spielen!“ Mit diesem Slogan wirbt Google für Ihre Stadia Clodgaming Plattform.

Die Features werden wie folgt beworben: Du kannst auf verschiedenen Screens spielen, wo, wann und wie du willst, z.B. auf dem Fernseher über den Chromecast Ultra oder auf Laptops, Computern über den Chrome Browser sowie auf Tablets und Smartphones. Du brauchst nur eine WLAN Verbindung, nur ein Klick und es kann losgehen. Deine Games sind sofort bereit. Updates und Patches werden im Hintergrund geladen. Beeindruckendes „smoothes“ Gameplay mit geringer Latenz bei 4k 60fps HDR und 5.1 Surround Sound.

Hört sich fast zu gut an um wahr zu sein, dachte ich mir und wollte es selbst ausprobieren. Mit etwas Glück konnte ich die Founders Edition noch bestellen. Kurz darauf kam die Premiere Edition, die sich inhaltlich nicht unterscheidet von der Founders Edition, nur das Design des Controllers ist ein anderes. Am 4. Dezember konnte ich endlich mein Founders Paket mein eigenen nennen. Was fehlte war der Zugangscode für die Registrierung des 3-monatigen Pro Abonnements.

Der Inhalt ist der Controller mit USB-C Kabel mit Netzstecker und der Chromecast Ultra mit USB Kabel und Netzstecker. Der Netzstecker verfügt über einen LAN Anschluss für eine stabile Datenverbindung. 2 Tage später folgte dann endlich der Zugangscode. Das Angebot im Stadia Store ist überschaubar. Bereits im Dezember gibt es 4 kostenlose Spiele: Tomb Raider, Samurai Shodown, Landwirtschafts-Simulator und Destiny 2. Die anderen Spiele im Angebot werden mit den normalen Verkaufspreisen angeboten, welche ich aber im Vergleich im Laden für die PS4 oder die Xbox One bereits günstiger bekomme als hier im Stadia Online Store.

So wird z.B. für die Red Dead Redemption Ultimate Edition 89 € abgerufen. Nun gut, zum Testen sollten erstmal die vier kostenlosen Spiele ausreichen und der Controller liegt gut in der Hand. Der Einstieg geht schnell in die verschiedenen Spiele. Tomb Raider war das erste Spiel, welches ich auf dem Chromecast Ultra ausprobiert habe. Die Auflösung ist vergleichbar mit den Konsolen und auch wenn das Spiel bereits etwas älter ist, wirkt es sehr detailliert. Die Eingabe über den Controller ist in den Quick Time Events etwas verzögert. Hier merkt man doch eine Latenz von ein paar Millisekunden, die im normalen Spielverlauf nicht spürbar ist. Weiter ging es dann mit Samurai Shodown, ein klassisches Beat’em Up, bei dem jeder Tastenanschlag zählt. Auch hier ist die Eingabeverzögerung merklich spürbar.

Obwohl ich First-Person-Shooter lieber mit Maus und Tastatur spiele, habe ich es mit dem Controller am Chromecast Ultra probiert. Die Auflösung ist meiner Auffassung nach vergleichbar mit der Konsolen Variante, die Eingabe wirkt sehr direkt. Die Bildwiederholrate wirkt sehr flüssig. Die Controller Nutzung hat mich jedoch sehr gestört, also bin ich auf den PC umgestiegen. Auch hier erfolgt die Anmeldung ganz einfach über den Chrome Browser mit der registrierten Mailadresse. Die Nutzung von Maus und Tastatur erfolgt problemlos und erweist sich beim First-Person-Shooter für mich als geeignete Eingabe-Variante. Hier ist die Bildwiederholrate ebenfalls hoch.

Beim Spielen kam es jedoch zu ein paar kleinen Lags, die man jedoch auf die W-Lan-Verbindung vom Notebook zurückführen kann, da ich zu faul war ein Netzwerkkabel anzuschließen. Auch erprobte ich noch einmal Samurai Shodown und Tomb Raider mit Controller. Zu erwähnen wäre, dass jeder Controller am PC genutzt werden kann. Ich benutzte den gelieferten Stadia Controller mit dem USB C Kabel direkt angeschlossen. Die Eingabe bei den Quicktime Events war sehr direkt, ohne merkliche Verzögerung.

Mein Fazit zu Stadia

Es ist ein gelungener Einstieg in das Cloud-Gaming. Klar gibt es hier und da ein paar Baustellen, aber das Spielen ist einwandfrei möglich und mit ein paar Kompromissen kann man sich damit gut arrangieren. Mit der Zeit wird es bestimmt einige Updates geben, die das ganze Spielvergnügen noch verbessern werden. Google muss jedoch etwas an seiner Preispolitik der Spiele verändern. Ich kann auf keinen Fall den Preis für einen Triple-A-Titel verlangen, wenn bereits die Mitbewerber einen günstigeren Preis abrufen. Das Abonnement halte ich für „okay“ mit 9,99 €, wenn damit jeden Monat zwei Spiele kostenlos zur Verfügung gestellt werden und nicht nur Indie Games. Am Andriod Tablet oder Smartphone spielen geht nicht, das habe ich ausprobiert. Laut Google ist dies bislang nur auf den Pixel Geräten möglich.