The Witcher Kritik – Werden die Erwartungen an die Netflix Serie erfüllt?

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The Witcher
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The Witcher Kritik

Ab dem heutigen Tag können wir endlich die heißersehnte Witcher Serie auf Netflix mit Henry Cavill in der Hauptrolle anschauen. Ob unsere Erwartungen als Geralt Fan erfüllt werden, erfahrt ihr hier in unserer The Witcher Kritik.

Inhaltsverzeichnis:


Mehr zu The Witcher gibt es auch in unserem Podcast: The Witcher auf Netflix – Gelungene Buchadaption oder Trash? [Podcast]

The Witcher Handlung:

Endlich geht es los. Nachdem wir jahrelang sehnsüchtig darauf gewartet haben, können wir seit heute bei Netflix in das Witcher Universum einsteigen. Wie der Name es schon verraten mag, dreht sich alles um den Hexer Geralt von Riva. Dieser zieht durch das Land und hangelt sich von Job zu Job. Dass er dabei nicht immer freudig empfangen wird, obwohl er die Dörfer und Städte von Monstern befreit, liegt vor allem daran, dass ein Hexer gerne mal negativ als „Mutant“ angesehen wird. Immer an seiner Seite ist neben seiner Ausrüstung auch sein treues Pferd Plötze (original: „Roach“).

Entfernt von den Geschehnissen des Hexers wird uns eine weitere Protagonistin vorgestellt: Yennefer. Sie fristet ihr Dasein Tochter einer Bauernfamilie und wird aufgrund ihres verunstalteten Körpers geächtet. Eine Zauberin wird auf sie aufmerksam, nimmt sie mit und bildet sie in den Künsten der Magie aus.

Die dritte im Bunde der Witcher Serie ist Ciri. Als Enkelin einer Königin lebt sie ein behütetes Leben, welches abrupt endet, als feindliche Streitkräfte in das Königreich einfallen. In letzter Minute kann sie fliehen und wird von ihrer Großmutter auf die Reise geschickt, um den Hexer Geralt von Riva zu finden, da ihre Schicksale miteinander verbunden sind.

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The Witcher Kritik:

Besonders gelungen fanden wir das Konzept der Handlung. Hatte man zu Beginn noch die Vermutung, dass die drei einzelnen Handlungsstränge von Geralt, Yennefer und Ciri darauf hinauslaufen, dass sich diese treffen, so bemerkt man als Zuschauer relativ zügig, dass dies nicht ganz einfach ist. Ein interessanter und jedoch spannender Kniff der Macher wurde hier eingebaut. So fokussieren sich die einzelnen Handlungsstränge nicht nur auf unterschiedliche Charaktere, sondern sind darüber hinaus auch zeitlich voneinander abgegrenzt. Dadruch bleibt der Zuschauer im Unklaren darüber, wann sich die einzelnen Charaktere, deren Schicksale miteinander verbunden sind, treffen und vor allem wie weit die Charakterentwicklung bereits fortgeschritten ist, falls es zu dieser Zusammenkunft kommt.

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Wer sich im Witcher Universum ein wenig auskennt, der wird auch Freude daran finden können, dass unterschiedliche Monster, Fauna, Flora oder sonstige Informationen auch in der Serie auftreten. Dabei gingen jedoch die Macher auch davon aus, dass viele Zuschauer vielleicht nicht in diesem Universum bewandert sind. Auch wenn man als Fan vielleicht zu Beginn leichter in diese Begebenheiten einsteigen kann, so werden auch Unwissende nicht im Regen stehen gelassen. Der ein oder andere Dialog der Figuren in der Netflix Serie helfen somit auch den Neulingen sich bei The Witcher zurechtzufinden.

In Sachen Schauspieler haben wir vor Beginn der Serie ein wenig Bammel gehabt. Waren wir zwar durch Interviews von Henry Cavill vorerst erleichtert, dass Geralt von jemandem gespielt wird, der diesen Charakter kennt, waren dennoch nicht alle Zweifel besiegt. Als Zocker hatte man unwiderruflich den Weißen Wolf so im Hinterkopf, wie ihn CD Projekt Red auf die Displays brachte. Als Romanfreund hatte man sich vielleicht noch einen ganz anderen Geralt vorgestellt. Nichtsdestotrotz waren wir in Sachen Besetzung positiv überrascht. Henry Cavill schafft es, einen Hexer darzustellen, wie ihn sich vielleicht viele vorgestellt haben. Zwar hätte auch hier die Maske ein wenig mehr Liebe zum Detail haben können, aber die Darstellung des Witchers war solide und genau so, wie wir ihn uns vorgestellt haben. Das Aussehen passt, die Sprache passt (Anmerkung am Rande: The Witcher haben wir in Englisch angeschaut), der Charakter passt. Wir hätten uns keinen besseren Geralt vorstellen können, und wüssten aktuell auch nicht, wer diese Rolle besser hätte verkörpern können.

In Sachen Technik erwartet man heutzutage leider ein wenig viel. Wer mit Herr der Ringe und Konsorten seinen Traum von Fantasy gefunden hat, und dank Serien wie Game of Thrones diesen auch im TV erwartet, der wird bei The Witcher ein paar Kritikpunkte finden. Selbstverständlich kann und sollte man nicht immer ein Giga-Budget-Produktion erwarten, aber in einer Zeit, in der man durch Streamingdienste verwöhnt wird, ist dies leider manchmal der Fall. So wirkt The Witcher trotz der immensen Anstrengungen, die Erwartungen der Fans zu erfüllen, zeitweise fast schon ein wenig „trashy“. In Sachen Kostüm, Maske und CGI gibt es leider auch Produktionen, die die Messlatte derart hoch gelegt haben, dass es fast schon unrealistisch anmutet. Hier wird allerdings auch die Zeit weiterhelfen können. Wenn genügend Hype um eine Serie entsteht, so werden oft in darauffolgenden Staffeln das Budget erhöht und auf mehr Kleinigkeiten und Details wertgelegt.

Was noch dazu beigetragen hatte, dass die Serien nicht ganz so episch wurde, wie wir das gehofft hatten, war die Soundauswahl. Während epische Fantasywerke auf Instrumental-, Klassik- und epische Hans Zimmer-Musik zugreift, hatte man sich bei The Witcher auf mittelalterliche Musik beschränkt. Einerseits verleiht dies der Serie einen authentischen Stil, dafür klingt sie jedoch nicht ganz so episch, wie wir das gewünscht haben. Aber auch hier gilt wieder, dass es sich dabei um Meckern auf höchstem Niveau handelt, einfach weil wir enorme Erwartungen an The Witcher haben.

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Fazit:

Die immens hohen Erwartungen waren vielleicht ein wenig zu überzogen. Demnach konnte die erste Staffel uns noch nicht vollkommen überzeugen. Da wir uns aber keinen besseren Geralt erträumen konnten, vergeben wir in unserer The Witcher Kritik dennoch 4 von 5 Sterne.

The Witcher Trailer

The Witcher Fakten

  • Besetzung: Henry Cavill, Freya Allan, Anya Chalotra, Jodhi May, Björn Hlynur Haraldsson, Adam Levy, MyAnna Buring, Mimi Ndiweni, Therica Wilson-Read, Millie Brady
  • Produzenten: Alik Sakharov, Alex Garcia Lopez, Charlotte Brändström
  • Genre: Fantasy, Action
  • Produktionsland: USA, Polen
  • Release: 20.12.2019
  • Länge: 59-67 Minuten 
  • Episoden: 8
  • Network: Netflix
The Witcher

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1 Kommentar

  1. Ich habe die gesamten Bücher gelesen. Noch die alten
    Ausgaben von Sapkowski. Hinterher habe ich noch die Spiele gespielt. Zu der
    Serie muss ich sagen dass ich absolut enttäuscht bin. Der einzige gut
    umgesetzte Charakter ist der Witcher selbst. Alles andere ist sehr enttäuschend.
    Bestes Beispiel Skelige. Das Volk Skelige ist dem Wikingervolk sehr ähnlich.
    Schon in den Büchern wie auch im Spiel wurden hier Krieger beschrieben und auch
    dargestellt die mit der Serie gar nichts zu tun haben. Es handelte sich um
    große kräftige Krieger mit langen Bärten, Streitäxten und Schilden. Wie bei der
    Serie Vikings. Man schaue sich einfach das Spiel mal an. Ist das ernsthaft die Umsetzung
    der Skelige Krieger??? Auch Nilfgard wird absolut falsch dargestellt. Einfach
    nur billig und lieblos umgesetzt. Man hat das Gefühl die Macher haben nie ein
    Buch von Sapkowski in den Händen gehalten. Auch die Spezial Effekte kommen
    einem vor wie aus den 90er.

    Gerade bei solch einer Serie sollten solche Details von
    Bedeutung sein. Echt Schade.

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