Freud Kritik – Warum ihr diese Serie schauen müsst!

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Freud Kritik

Am 23. März startet auf Netflix eine neue Serie, dessen Protagonist als einer der Urväter der Psychologie gilt. Warum wir der Meinung sind, dass ihr diese Serie nicht verpassen dürft, erfahrt ihr hier in unserer Freud Kritik.

Inhaltsverzeichnis:


Freud Handlung:

Sigmund Freud ist aus keinem Psychologiestudium mehr wegzudenken. Doch selbstverständlich hätte er als junger Mann kaum ahnen können, welche Bereicherung seine Thesen für die Psychoanalyse einst sein werden. Wir treffen ihn somit also in Wien während seiner Arbeit als Nervenarzt im dortigen Krankenhaus. Während er selbst bereits an die immense Macht der Hypnose bei der Behandlung unterschiedlicher Traumata glaubt, sehen seine Kollegen ihn eher als Quacksalber.

Doch in dieser Serie geht es um einen fiktive Kriminalfall, in welchen der junge Freud zufällig hineingezogen wird. Zwischen Wahnsinn, Intrigen und schier unvorstellbare Geschehnisse wird er immer tiefer in den Sumpf der Politik gezogen. Wir wollen euch an dieser Stelle natürlich nicht zu viel verraten und können euch nur eine Empfehlung für diese Serie aussprechen.

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Freud Kritik:

Nicht nur aufgrund unserer Affinität für alles, was mit der Psyche des Menschen zu tun, sondern auch aufgrund unseres Interesses für die Person Sigmund Freud, haben wir uns sehr auf diese Netflix Serie gefreut. Das Wichtigste, was wir euch ganz zu Beginn erzählen möchten: Schaltet die Untertitel ein! Auch wenn man von einer österreichischen Serie erwarten könnte, dass man diese als Deutscher versteht, so wurden wir eines Besseren belehrt. Zwar hatten wir mit den Hauptprotagonisten kaum Probleme, doch manch Nebendarsteller wurde mit seinem Dialekt dann doch zum Verhängnis. Wenn ihr also nicht unbedingt regelmäßig in Österreich lebt, arbeitet oder Urlaub macht, so raten wir euch zu den Untertiteln. Nichtsdestotrotz hatte uns das, wenn überhaupt, nur zu einem sehr geringen und vernachlässigbaren Grad gestört. Ganz im Gegenteil wurde dadurch die Serie doch nur noch authentischer, da man so direkt in das Geschehen in Wien mit all seinen Gepflogenheiten hinein katapultiert wurde. Und diese Gepflogenheiten beziehen sich nicht nur auf die Sprache sondern auch auf zeitliche Bedingungen. Man darf immerhin nicht vergessen, dass wir uns zu Zeiten des Kaisers Franz Joseph befinden, also im frühen 20. Jahrhundert.

Die Handlung ist fiktiv und der vorherrschende Kriminalfall ebenfalls. Dadurch hatten wir vorerst große Bedenken, dass sich der Verlauf der Geschichte ein wenig konstruiert und künstlich anfühlen könnte. Jedoch hatte man diese Plotline mit ausgeklügelten Tricks derart gesponnen, dass sie nahtlos in das Leben Sigmund Freuds übergeht. Zu keiner Sekunde hatten wir das Gefühl, dass die Story sich unehrlich anfühlt oder gar an den Haaren herbeigezogen ist.

Wo Sigmund Freud ist, da ist natürlich auch die Psychoanalyse nicht weit. Vorrangig beschränken sich seine Interessen während der Serie jedoch eher auf die Methodik der Hypnose. Aber seine Arbeit rund um die Tiefen der menschlichen Psyche und die Ausarbeitung verschiedener Konstrukte rund um das Unterbewusstsein werden dennoch nicht ignoriert. Sie werden nicht nur Teil seiner Diskussionen, der Dialoge in der Serie und den Gedankengängen sondern werden gar zur Konstruktion der unterschwelligen thematischen Aufarbeitung der Serie selbst eingesetzt.

Interessanterweise hatte man zur Betitelung der einzelnen Episoden wichtige Arbeiten des Freuds genutzt. Die verschiedenen Folgen folgen zwar immer noch der Meta-Story rund um die Kriminalfälle, aber dennoch hat auch jede einzelne Episode etwas Einzigartiges an sich. Wenn man sich als Zuschauer auf diese Serie einlässt, so bekommt man nicht nur eine fesselnde Story präsentiert, sondern auch verschiedene Einblicke in die Abgründe und die faszinierende Tiefgründigkeit der Psyche.

Mit Sicherheit musste Netflix für das Setting an der ein oder anderen Stelle einen Greenscreen nutzen. Bei manchen Einstellungen, die die Häuser und die Stadt an sich zeigen, wie sie vor rund 100 Jahren ausgesehen hatte, kann man dies als aufmerksamer Zuschauer erahnen. Ob das als störend zu bezeichnen ist muss man aber mit seinem eigenen persönlichen Geschmack ausdiskutieren. In Sachen Schauspieler haben wir bei Freud nichts auszusetzen. Vor allem unser Protagonist, gespielt von Robert Finster, konnte uns auf ganzer Linie überzeugen. Auch seine Ähnlichkeit zur historischen Person Sigmund Freud konnte der Netflix Serie das gewisse Etwas verleihen.

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Fazit:

Eine ganz klare Empfehlung bekommt diese Serie, die aus einer Kooperation mit dem ORF entstanden ist. Egal auf welcher Ebene und durch welche Perspektive man diese Serie betrachtet, sie kann zumindest uns auf ganzer Linie überzeugen. Wir vergeben daher 4,5 von 5 Sterne. Mehr zu Freud gibt es auch in unserer aktuellen Podcast Episode.

Freud Trailer:

Freud Fakten:

  • Besetzung: Robert Finster, Ella Rumpf, Georg Friedrich, Brigitte Kren, Christoph Krutzler, Anja Kling, Philipp Hochmair
  • Drehbuch: Marvin Kren, Stefan Brunner, Benjamin Hessler
  • Regie: Marvin Kren
  • Produktion: Satel Film, Bavaria Fiction
  • Genre: Psychothriller, Krimi
  • Produktionsland: 
  • Release: 23.03.2020
  • Länge: 45-57 Minuten 
  • Episoden: 8
  • Network: Netflix