Hollywood Kritik – Endlich mal ein Happy-End?

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Hollywood Kritik

Ryan Murphy hat sich mal wieder mächtig ins Zeug gelegt und präsentiert uns eine Serie, die ab dem 01. Mai bei Netflix zum Streamen verfügbar sein wird. Warum wir der Meinung sind, dass diese Serie nicht nur die Aufmerksamkeit von Serienjunkies, sondern auch die von Filmliebhabern genießen sollte, erfahrt ihr hier in unserer Hollywood Kritik.

Inhaltsverzeichnis:


Hollywood Handlung

In der Traumfabrik Hollywoods herrscht in den 50er Jahren enormes Treiben. Viele junge Menschen mit Träumen kommen aus allen Gebieten des Landes nach Los Angeles geströmt, um Teil dieses Treibens zu werden. So auch Jack Castello, den wir über die Serie hinweg als einen der Protagonisten begleiten werden. Gerade erst in die Stadt gezogen, frisch verheiratet und bereits Kinder auf dem Weg, versucht er seinen Traum ein großer Hollywoodstar zu werden, zu verwirklichen. Dies gestaltet sich jedoch ein wenig schwieriger als erwartet und er ist gezwungen nebenher an einer Tankstelle einen Job anzunehmen.

Doch was er nicht ahnen konnte war die Art dieses kleinen Nebenverdienst. Denn neben „Einmal volltanken, bitte“ fällt immer wieder das Zauberwort „Dreamland“. Damit wünschen sich die Kunden nicht nur die Pflege um ihr Auto, sondern auch viel intimere und persönlichere Gefälligkeiten. Dass gerade dies sein Ticket nach Hollywood sein könnte, ahnt Jack relativ schnell.

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Hollywood Kritik

Das Thema Hollywood war immer ein wichtiges und spannendes, welches in Kino und TV seine Anerkennung bekam. Alles rund um die größte Traumfabrik der Welt wurde in unseren Augen mehrfach thematisiert und oft stilistisch ähnlich behandelt. Ausgenommen natürlich Tarantinos letzter Film, aber zu diesem Thema später mehr. Zwar machte der Trailer und die Synopsis Lust auf mehr, aber als ein absolutes Must-See haben wir die Serie von Ryan Murphy zu Beginn nicht betrachtet.

Dies änderte sich schnell und spätestens bei Episode 2 waren wir in den Bann gezogen. In wenigen Stunden, genauer genommen innerhalb von 2 Abenden, haben wir die Serie namens Hollywood durchgeschaut und erachten sie jetzt auf jeden Fall als ein Must-See für jeden Serien-Fan, für jeden Cineast und für alle die ein Faible für Kinofilme, das Thema Traumfabrik und die daraus resultierenden Geschichten haben.

Oft haben wir bereits Serien angeschaut, die so ziemlich jedes Fass aufmachen, welches aktuell in den Medien rotiert. Vor allem in Bezug auf Hollywood ist neben der Skrupellosigkeit, der Ausbeuterei und dem Platzen verschiedener Träume, vor allem die Me-Too Debatte ein heikles und essentielles Thema. Hinsichtlich dem letzteren Thema macht diese Serie hier alles richtig. Es greift diese Debatte auf und zeigt sie aus unterschiedlichen Blickwinkeln, welche oft vergessen oder nur zu kurz thematisiert werden. Dabei wird auch diese Diskussion nicht nur kurz angerissen sondern bis auf das Äußerste behandelt. Eine genaue und wichtige Auseinandersetzung kann daher gewährleistet werden.

Doch neben Themen, die zeitlich in Bezug auf die Traumfabrik immer wiederkehren, gibt es natürlich auch Geschichten, welche vor allem in besagter Zeit von höchster Relevanz waren. Hier bezieht sich die Serie auf die vorherrschende Diskriminierung von Afroamerikanern und auch der Frauen. Eine jüdische Frau, die ein Filmstudio leitet und einen Film produziert, der von einem Afroamerikaner geschrieben wurde und eine afroamerikanische Frau als Hauptdarstellerin beinhaltet, war für die damalige Zeit reine Utopie. Auch heutzutage ist dies immer noch keine Selbstverständlichkeit, was es zu Bedauern gilt.

Und gerade weil uns die Serie Hollywood so viele unterschiedliche Angriffspunkte bietet und so viele Themen behandelt, sie aus Sicht manch aktueller Generationen als unvorstellbar angesehen werden kann, ist es so wichtig die Frage um ein Happy-End mit ins Spiel zu bringen. Ähnlich wie Tarantino dies in seinem Film „Once Upon A Time in Hollywood“ aufgegriffen hat, ächzt und schreit man auch bei dieser Serie nach einer träumerischen und fast zu schönen Realität. Doch dabei, und das ist in unseren Augen eine der wichtigsten Erkenntnisse, müssen all diese Träume keine Schäume bleiben. Wenn die richtigen Menschen die richtigen Entscheidungen treffen, so hat man oft die Möglichkeit einen Traum wahr werden zu lassen. Man muss, wie es die Serie so schön zeigt, etwas riskieren, mutig sein und sich manchen Traditionen wiedersetzen.

Die schauspielerische Leistung ist in unseren Augen phänomenal. Wir sind immer schon angetan von Rollen, die ein klein wenig „Schauspieler-Inception“ verlangen. Wenn also der Akteur während seiner Schauspielerei einen Schauspieler darstellen muss. Hinzu kommt, dass doch manche Begebenheit, manch Auftritt und manch Dialog sich wunderbar in die Schauspielerei der 50er Jahre einreiht und somit auch als Hommage an genau diese Art der Kunst gesehen werden kann.

Doch müssen wir auch zugeben, dass wir zu Beginn mit der Rolle von Jim Parsons (Sheldon bei „The Big Bang Theory“) ein wenig skeptisch waren. Kein Schauspieler dieser Welt hat es leicht in einem Werk zu bestehen, wenn man ihn nur aus einer sehr exzentrischen Rolle kennt. Auch bei Jim Parsons war dies für uns der Fall. Wir kennen ihn nur als Sheldon und mussten uns erstmal daran gewöhnen, nun einen ganz anderen Charakter zu sehen. Doch die Skepsis machte auch hier Platz für die Begeisterung und wir hätten uns doch für diese Rolle keinen besseren vorstellen können.

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Fazit

Wie man es in unserer Kritik schon heraushören kann, sind wir begeistert von dieser Serie. Durch ihre unvergleichliche Konzeption, ihren immens wichtigen Themen und der Leistung vieler Akteure vergeben wir ganze 4,5 von 5 Sterne.

Hollywood Trailer

Hollywood Fakten

  • Besetzung: David Corenswet, Darren Criss, Jeremy Pope, Samara Weaving, Laura Harrier, Jim Parsons, Dylan McDermott, Holland Taylor, Patti LuPone, Jake Picking, Joe Mantello
  • Executive producer: Ryan Murphy, Ian Brennan, Alexis Martin Woodall, Darren Criss, David Corenswet, Janet Mock
  • Regie: Ryan Murphy, Daniel Minahan, Michael Uppendahl, Janet Mock, Jessica Yu
  • Genre: Drama
  • Produktionsland: USA
  • Erscheinungsjahr: 01.05.2020
  • Episoden: 7
  • Länge: 44–57 Minuten
  • Network: Netflix