Project Power Kritik – Leider trifft er nicht ganz die Erwartungen

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Project Power Kritik

Seit dem 14. August können wir einen neuen Netflix Original Film mit Joseph Gordon-Levitt und Jamie Foxx in den Hauptrollen streamen. Warum der Film jedoch leider nicht ganz so gut wegkommt, erfahrt ihr in unserer Project Power Kritik.

Inhaltsverzeichnis:


Project Power Handlung:

Die Straßen von New Orleans werden von einer neuartigen Droge geflutet. Mit dieser kann man sich ganze 5 Minuten lang wie ein Superheld oder Superschurke fühlen. Die Pille namens “Power” verleiht jedem Menschen individuelle Kräfte, die sich von übermenschlicher Stärke bis hin zu Unverwundbarkeit erstrecken können. Hier treffen wir auf Major, der sich immer näher an die Quelle dieser neuartigen Droge kämpft um seine Tochter zu finden.

Unfreiwillig bekommt er hierbei Hilfe von einem jungen Mädchen, welches sich bestens auf der Straße auskennt.

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Project Power Kritik:

Actionfilme gibt es wie Sand am Meer. Auch Netflix hat diesen Trend schon längst erkannt und bringt uns neuerdings immer häufiger den ein oder anderen Blockbuster. Spätestens nach dem Netflix-Hit “Extraction” ist dem Zuschauer bewusst, dass diese Filme großes Potenzial haben. Dieses Potenzial ist schon lange nicht mehr nur für den Filmabend daheim gut genug. Viele Originals, die uns der Streaming Gigant in den letzten Jahren präsentierte, könnten auch einige Cineasten auf der großen Leinwand überzeugen. Bei Project Power waren wir vorab zwar zwiegespalten, gingen jedoch mit hohen Erwartungen ran. Das liegt natürlich einerseits an den großartigen Filmen, die wir in der Vergangenheit von Netflix anschauen durften. Andererseits war auch der Cast und die Synopsis des Films ausschlaggebend dafür, dass wir mehr als nur seichte Unterhaltung erwarteten. Leider konnten diese hohen Erwartungen, welche, unserer Meinung nach, alles andere als überzogen waren, nicht erfüllt werden.

Dass wir im Endeffekt zu einem eher mittelmäßigen Rating von Project Power kamen, wurde durch mehrere Faktoren beeinflusst. Einerseits überzeugte uns die eigentliche Synopsis mit Originalität. Jedoch fanden wir die Umsetzung leider weniger berauschend. Hier hatte die Geschichte viele Möglichkeiten geboten, um zu einem sehr guten und sehr ausgeklügelten Film heran zu reifen. Letzten Endes lag es jedoch nicht nur an der eher lieblosen Action, warum Project Power nur mittelmäßig abschneiden konnte. Sei es rasante Szenen, die porträtierten Kämpfe oder kurzweilige Schießereien. Originalität mussten wir hier dann doch leider vergeblich suchen. Und das, obwohl die vermeintliche Droge mit Superkräften doch sehr viel mehr zu bieten hätte, als Actionszenen, die wir bereits aus beliebigen Actionstreifen kennen. Natürlich war demnach nicht alles schlecht, und vielleicht sind wir hier auch etwas zu schroff. Denn die ein oder andere Darstellung dieser Superkräfte war dann doch schön anzusehen.

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PROJECT POWER (L to R) COLSON BAKER / MACHINE GUN KELLY as NEWT in PROJECT POWER Cr. COURTESY OF NETFLIX © 2020

Was genau uns dieser Film nun aber letztendlich mitteilen wollte, war nicht ganz so offensichtlich. Im Endeffekt ging es ein wenig um Alltagshelden, Freundschaft, Familie und der gemeinsame Kampf gegen die Gier von Drogenhändlern. Zwar war Project Power nicht ganz so vereinfacht dargestellt. Nichtsdestotrotz zeigte uns der Film leider, dass man nicht immer tiefgründige Themen von einem Actionfilm erwarten darf. Alles in allem hatte aber auch Netflix mit manchem Original Film schon mehr beweisen können, als es in Project Power der Fall war. Wer jedoch eine seichte und leichte Kost für die abendliche Sofa-Unterhaltung sucht, der ist dennoch mit diesem Film gut bedient.

Bezüglich der schauspielerischen Leistung können und wollen wir uns nicht beschweren. Sei es die gestandenen Schauspieler Foxx beziehungsweise Gordon-Levitt oder die Jungschauspielerin Dominique Fishback. Sie alle konnten in Project Power mit Authentizität überzeugen. Jedoch war es in unseren Augen die fehlenden Bemühungen der Drehbuchautoren, die das Potenzial dieses Films nicht gänzlich ausschöpfen konnten. Besonders eindrücklich wurde dieses Manko vor allem in den Dialogen, die oftmals leider hölzern wirkten.

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Fazit:

Mit Sicherheit haben wir schon bessere Netflix Original Filme angeschaut. Und leider hatten wir bei diesem Film höhere Erwartungen, als uns im Endeffekt lieb war. Wir können daher in unserer Project Power Kritik lediglich 3 von 5 Sterne vergeben, da der Film sein volles Potenzial nicht ausschöpfen konnte.

Project Power Trailer:

Project Power Fakten:

RegisseurHenry Joost, Ariel Schulman
GenreAction, Superhelden
ProduktionslandUSA
Release14.08.2020
Länge113 Minuten
BesetzungJamie Foxx
Joseph Gordon-Levitt
Dominique Fishback
Rodrigo Santoro
Colson Baker