Chemical Hearts – Poetischer Liebesfilm bei Amazon Prime Video

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Chemical Hearts Kritik

Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Krystal Sutherland wurde am 21. August der Film bei Amazon Prime Video veröffentlicht. Warum wir euch diese romantische Liebesgeschichte trotz mancher Klischees empfehlen können, erfahrt ihr in unserer Chemical Hearts Kritik

Inhaltsverzeichnis:


Chemical Hearts Handlung:

Henry möchte im neuen und letzten Schuljahr voll durchstarten. Er liebt das Schreiben und bewirbt sich demnach als Chefredakteur für die Schülerzeitung. Diese Rolle darf er auch übernehmen, muss sie sich allerdings mit der neuen Mitschülerin Grace teilen. Grace wechselte nach ihrem schweren Autounfall an die neue Highschool. Man könnte sie fast als Einsiedler bezeichnen, auch wenn ihre Profile in den sozialen Medien eine andere Geschichte erzählen.

Henry und Grace kommen sich im Zuge ihrer Arbeit immer näher. Zwischen ihnen entsteht mehr als nur eine holprige Freundschaft. Doch Grace birgt ein schmerzliches Geheimnis, welches Henry in die Verzweiflung treiben könnte.

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Kritik: Nicht noch ein Teeniefilm!

Die junge Generation zwischen 14 und 18 Jahre ist mit Sicherheit eine große Zielgruppe von jeglicher Entertainment Branche. Auch Streamingdienste haben dies erkannt. So erscheinen fast wöchentlich Filme und Serien, die manch erwachsenen Zuschauer nur suboptimal unterhalten. Bei Chemical Hearts hatten wir ähnliche Befürchtungen, als dieser erstmals angekündigt wurde. Immerhin ist dies die Verfilmung des gleichnamigen Jugendromans von Krystal Sutherland. 

So entstand in unserem Kopf eine mögliche Komposition aus vergangenen Teeniefilmen, die wir mal mehr und mal weniger gern gesehen haben. So dachten wir an die klischeehafte Konzeption von Junge und Mädchen, die erst widerwillig zusammenarbeiten und dann zu Freunden werden. Sie verlieben sich, im letzten Drittel des Films gibt es eine Krise und zum Schluss haben wir das klassische Happy End. Obwohl es bei Chemical Hearts einige Überschneidungen mit früheren Liebesgeschichten gibt, und obwohl ein paar Aspekte mit unserer prognostizierten Handlung übereinstimmen, hielt der Film dann doch ein paar Überraschungen bereit. Und derartige Überraschungen sehen wir heutzutage leider viel zu selten in den Unterhaltungsmedien. Zumindest hatte man doch in letzter Zeit das Gefühl, dass man im Genre der Liebesfilme kaum noch Experimente eingeht.

Lili Reinhart als Grace Town in CHEMICAL HEARTS
Lili Reinhart als Grace Town in CHEMICAL HEARTS ©Amazon

Ein Hauch von poetischer Nostalgie

Wir wurden von Chemical Hearts zwar nicht vollends von den Socken gehauen. Aber dennoch erachten wir den Film als erfrischende Abwechslung, die uns in nostalgische Stimmung versetzte. Nostalgie ist ein seltenes Gut in aktuellen Teeniefilmen, ganz gleich welchem Genre sie angehören. Natürlich haben wir in diesen, wie auch bei Chemical Hearts, den stereotypen Charakter, der von alten Poeten wie Pablo Neruda inspiriert wird. Nichtsdestotrotz ist es nicht nur der charakterliche Aspekt, der bei dem Amazon Film eine wichtige Rolle spielt. Auch die Handlung des Films zeugt von einer poetischen Konzeption, die stark an die Liebestragödien der alten Schule erinnern.

Und genau deswegen erachten wir Chemical Hearts als ein wunderbares Werk, das dem ein oder anderen Jugendlichen, aber auch dem erwachsenen Publikum gefallen könnte. So zeigt der Film nicht nur eine Liebesgeschichte, die in die Moderne passt. Chemical Hearts gibt seiner Erzählung darüber hinaus eine tragische Komponente, die die Poesie der Liebe bestens abbildet.

Die Chemie hatte nicht ganz gestimmt

Unsere zwei Protagonisten Grace und Henry wurden von den jungen Talenten Lili Reinhart und Austin Abrams dargestellt. Obwohl wir beide in ihrer Rolle als perfekt erachten, fanden wir jedoch, dass die Chemie zwischen beiden nicht ganz stimmte. Zwar zeichnete sich für diesen Eindruck mit Sicherheit auch die Storyline verantwortlich. Nichtsdestotrotz kam bei uns als Zuschauer das Gefühl der Harmonie zwischen den Darstellern nicht an. Das ist mit Sicherheit Meckern auf hohem Niveau, aber gänzlich ausblenden konnten wir diesen Faktor im Laufe des Films dann doch nicht. 

Austin Abrams als Henry Page und Lili Reinhart als Grace Town in CHEMICAL HEARTS
Austin Abrams als Henry Page und Lili Reinhart als Grace Town in CHEMICAL HEARTS

Wir geben dennoch ein großes Lob an Lili Reinhart für ihre Darstellung der verzweifelten Grace weiter. Die fast an der Depression grenzende Traurigkeit hätte in unseren Augen kaum besser porträtiert werden können. Auch Austin Abrams überzeugte uns vollkommen. Sein Gefühl dafür, wie sich ein junger Mann verhält, während er verliebt ist, wie er spricht und seine Gesichtsausdrücke sind beeindruckend. Unserer Meinung nach kann sich da so manch erwachsener Darsteller noch eine Scheibe von abschneiden.

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Fazit:

Obwohl es romantische Teeniefilme wie Sand am Meer gibt, fanden wir Chemical Hearts sehenswert. Wenn man über das ein oder andere Klischee hinweg schauen könnte, dann zeigt uns diese Romanverfilmung einmal mehr, dass es noch einzigartige Werke bei den hiesigen Streamingdiensten gibt. Wir vergeben daher in unserer Chemical Hearts Kritik 3,5 von 5 Sterne.

Chemical Hearts Trailer:

Chemical Hearts Fakten:

RegisseurRichard Tanne
GenreDrama
ProduktionslandUSA
Release21.08.2020
Länge93 Minuten
BesetzungLili Reinhart
Austin Abrams
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