Hillbilly-Elegie Kritik – Die Qualität der Netflix Filme wächst und wächst

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Hillbilly-Elegie Kritik

Am 24. November feiert dieses Film Drama von Ron Howard seine Premiere auf Netflix. Es basiert auf dem autobiografischen Roman/Sachbuch Hillbilly Elegy: A Memoir of a Family and Culture in Crisis von J. D. Vance. [Anzeige]
Warum wir finden, dass man diesen Film für den Oscar nominieren sollte, erfahrt ihr hier in unserer Hillybilly-Elegie Kritik. 

Inhaltsverzeichnis:


Hillbilly-Elegie Handlung:

Die Geschichte in Hillbilly-Elegie wird aus der Perspektive eines jungen Mannes erzählt. Mit der Hilfe verschiedenster Rückblenden in seine jungen Jahre entsteht so ein Gesamtbild seiner Familie und der unterschiedlichen Charaktere und Generationen. Vance, so heißt der junge Mann, beschreibt in dem Film seine Kindheit in Kentucky, als jüngstes Mitglied einer großen Familie der Unterschicht. Er selbst war nach der Schule beim Militär und versucht nun inmitten seines Jurastudiums die Karriereleiter mithilfe von bedeutenden Praktikas aufzusteigen. Eines Tages wird er jedoch inmitten einer wichtigen Bewerbungsphase nach Hause gerufen, da seine Mutter aufgrund einer Heroin Überdosis ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Die Erzählung rund um die Familie beschränkt sich hauptsächlich auf die unterschiedlichen Beziehungen innerhalb der Generationen. So werden wir in den Rückblenden Zeuge vom Umgang mit seiner Mutter sowie mit seiner Großmutter. 

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Hillbilly-Elegie Kritik:

Das autobiographische Werk von J. D. Vance wurde von Vanessa Taylor für den Film adaptiert. Regie führte der Oscar Preisträger Ron Howard. Sie schafften es, aus einem genialen Buch ein Familiendrama zu konzipieren, welches einmal mehr in den Vordergrund stellt, wie sehr das Leben eines Kindes von seinen Beziehungen zu Familienmitgliedern geprägt sein kann. Dabei macht das Drama deutlich, dass hinter der Aussage “Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm” manchmal viel mehr steckt, als es zu sein scheint. Dabei könnten die porträtierten Generationen in diesem Film zwar unterschiedlicher kaum sein. Dennoch sind sie sich auf einzigartige und gefühlvolle Art doch sehr ähnlich. 

“Pack schlägt sich, Pack verträgt sich” wäre ein weiteres Sprichwort, welches Hillbilly-Elegie in seiner überaus beeindruckenden Dramatik visuell darbietet. Zwar mag man sich als Zuschauer fühlen, als würde man in eine andere Welt eintauchen. Doch die Bande zwischen der Familie und ihren einzelnen Mitgliedern kann womöglich dem ein oder anderen vertraut sein. Hillbilly-Elegie zieht uns in eine Welt hinein, die für einige Teile der USA bezeichnend ist. Dabei stellt der Film nicht nur die Vorurteile gegenüber dieser speziellen Unterschicht dar, sondern schafft es gar diese kritisch zu beleuchten.

Hillbilly-Elegie Glenn Close ("Mamaw")
HILLBILLY ELEGY: Glenn Close („Mamaw“). Photo Cr. Lacey Terrell/NETFLIX © 2020

Ein weiterer Aspekt, den wir als überaus gelungen erachten ist die vorherrschende Beziehungsdynamik in dieser ganz speziellen Familie. So werden wir immer wieder auf die Bande zwischen Mutter und Kind gestoßen. Dass diese nicht mit nur einfachen Definitionen auskommt, kann dieser Netflix Film auf sehr gefühlvolle Art widerspiegeln. Wir werden mit einer ganzen Bandbreite an Faktoren in dieser Mutter-Kind-Bindung überflutet, die uns zeigen, dass jede Beziehung auf ihre Art einzigartig ist. Eines haben sie in dieser Familie dann aber doch gemeinsam: Auf ihre ganz eigene und manchmal äußerst kontroverse Weise versuchen die Mütter für ihre Kinder einen Weg zu ebnen, damit sie in ihrem Leben mehr erreichen können, als sie es sich erträumten. Das zeigt nicht nur, warum Familie ein ganz wichtiger Einfluss auf den Werdegang des Kindes darstellt, sondern es stellt auch die Parallelen zu dieser speziellen Arbeiterschicht dar. Die “Hillbilly”-Schicht ist der Inbegriff des gefestigten Glaubens, dass harte Arbeit zu Wohlstand führen könnte. Zwar mag die Umsetzung manchmal verquer wirken, aber die Motivation für die Nachkommen etwas aufzubauen, damit sie es einmal besser haben als man selbst, ist wohl der Kerngedanke dieser Familie.


Wir sind schon seit langer Zeit große Fans von Amy Adams und Glenn Close, konnten uns jedoch im Traum nicht ausmalen, dass diese ihr vollstes Potenzial bei einem Netflix Film erst noch unter Beweis stellen werden. Abgesehen davon, dass ihre optische Ähnlichkeit zu den Figuren dieser wahren Geschichte beeindruckend ist, hätten wir uns auch in Sachen Talent keine besseren Schauspieler für diese einzigartigen Charaktere wünschen können. Kaum ein Film mit diesen Schauspielern konnte uns dermaßen in den Bann ziehen, und uns einmal mehr verdeutlichen, wie sehr diese Schauspieler gewisse Auszeichnungen verdient haben.

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Fazit:

Wir müssen für dieses Drama unsere größte Begeisterung an den Tag legen. Bezüglich seiner Geschichte, seiner Themen und seiner schauspielerischen Komponente können wir nicht anders, als diesem Film eine volle Punktzahl zu geben, da er nur wenige bis keine Kritikpunkte zuließ. Wir vergeben daher in unserer Hillbilly-Elegie Kritik 5 von 5 Sterne.

Hillbilly-Elegie Trailer

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Hillbilly-Elegie Fakten

RegisseurRon Howard
GenreDrama
ProduktionslandUSA
Release24.11.2020
Länge117 Minuten
BesetzungGlenn Close
Amy Adams
Gabriel Basso
Owen Asztalos
Haley Bennett
Freida Pinto
Hillbilly-Elegie